SV Urmitz 1913/1970 e.V. Abteilung Judo
Medaille wurde tapfer erkämpft
Tamara Strempel vom SV Urmitz gewinnt Bronze bei Südwest-Einzelmeisterschaft
Urmitz. Im hessischen Maintal kämpften die Judokas der Gruppe Südwest die Titel der Altersklasse unter 15 Jahren aus. Bei der höchsten Meisterschaft dieser Altersklasse erkämpfte sich Tamara Strempel vom SV Urmitz die Bronzemedaille in der 63-kg-Klasse.
Die besten Judokas der Landesverbände Saarland, Hessen, Pfalz und Rheinland trafen sich am Stadtrand von Frankfurt. Sie hatten sich über die Landesmeisterschaften ihres Verbandes qualifiziert und hofften nun auf eine Medaille bei der höchsten Meisterschaftsebene, die in dieser Altersklasse ausgetragen wird. Tamara Strempel vom SV Urmitz durfte man durchaus Medaillenchancen einräumen. Überlegen errang sie den Landesmeistertitel und qualifizierte sich somit souverän für Maintal. Dennoch hätte fast ein heftiger Verkehrsunfall alle Chancen auf eine Teilnahme zu nicht gemacht und sie hätte, wie bereits im Vorjahr, verletzungsbedingt passen müssen. Glücklicherweise stellten die Blessuren für Ihren Start kein Risiko dar.
Spannende Kämpfe standen an
Gleich im ersten Kampf der Klasse bis 63 kg traf sie in Maeva Franc von Kim-Chi Wiesbaden auf eine starke Gegnerin. Tamara war die Nervosität bei ihrem ersten Start auf dieser Ebene anzumerken. Sie führte lange nur sehr knapp. Am Ende schwanden die Kräfte und damit auch die Konzentration, sodass ihre Gegnerin mit einem kleinen Vorteil gewinnen konnte. Es blieb die Trostrunde und damit die Hoffnung auf eine Bronze-Medaille. Durch das frühe Aus in der ersten Runde lag jedoch ein weiter Weg vor der jungen Urmitzerin, die sich enttäuscht und entkräftet erst wieder sammeln musste. Das Freilos im ersten Trostrundenkampf kam da gerade recht. Danach traf sie auf Laura Groß aus Hachenburg. Bei der Rheinlandmeisterschaft gewann Tamara souverän. Sie warf ihre Gegnerin mit Hüftwurf auf die Matte und beendete den Kampf durch einen Haltegriff schnell. Auch mit Vanessa Zawar aus Saarbrücken hatte sie keine Probleme. Eine hohe Wertung für einen Opferwurf brachte Tamara schon nach Sekunden in Führung. Nachdem ihr Armhebel im Boden nicht zum Erfolg führte, entschied sie den Kampf mit einem Hüftzug. Das kleine Finale um Bronze war erreicht.
Dort wartete nun ausgerechnet Maeva Franc, gegen die sie zum Auftakt verloren hatte. Wer jedoch einen ähnlichen Kampfverlauf erwartet hatte, sah sich getäuscht. Frei von Müdigkeit, Enttäuschung und mit neuem Selbstbewusstsein ging Tamara auf die Matte. Sie packte sich in den ersten Sekunden ihre Gegnerin und warf sie auf die Matte. Die Kampfrichter gaben eine hohe Wertung. Während sich am Mattenrand Unverständnis über den nicht gegebenen vollen Punkt breit machte, hatte Tamara ihre Gegnerin im Bodenkampf zur Aufgabe gezwungen. Nach Intervention des Oberkampfrichters wurden die Wertungen für Armhebel und Wurf zurückgenommen und Tamara für eine nicht erlaubte Griffart bestraft.
Anstelle die Medaille sicher zu haben, lag sie nun im entscheidenden Kampf zurück. Mit einer gelungenen Mischung aus Aggressivität und Willen setzte sie ihre Gegnerin danach fortwährend unter Druck. Tamara kämpfte so dominant, dass Franc den Kampf überhaupt nicht annehmen konnte. Sie kassierte Strafe um Strafe bis hin zur Disqualifikation. Nun war die Entscheidung, die nach Meinung vieler Beobachter sportlich schon längst gefallen war, auch amtlich. Tamara Strempel gewann diesen Kampf und sicherte sich die Bronze-Medaille bei der Südwest-Meisterschaft. Neben der tapfer erkämpften Medaille nimmt sie auch noch eine gehörige Portion Erfahrung mit nach Hause.
Tamara Strempel präsentiert stolz ihre Urkunde.
