60 Jahre Spielmannszug 1955 Urmitz e.V.
Mitten im Ort, mitten in der Dorfgemeinschaft
„Kölsche Tön“ mit „Willi Wilden und Kocki“ waren der Höhepunkt der zweitägigen Jubiläumsfeierlichkeiten
Urmitz. „Das 50-jährige Bestehen haben wir seiner Zeit in der Halle gefeiert. Doch unser diesjähriges Jubiläum wollten wir bewusst mitten im Ort feiern“, so Markus Hoffend, der seit nunmehr sechs Jahren als 1. Vorsitzender des Spielmannszuges tätig ist. Dass die Entscheidung gut und richtig war, zeigte sich schon am Samstagnachmittag beim Beginn der zweitägigen Feierlichkeiten: Der Nikolaus-Platz füllte sich innerhalb kürzester Zeit mit Gästen, die sich über die Musik des Kaltenengerser Spielmannszuges und das anschließende Platzkonzert des Urmitzer Musikvereins freuten. Alle Hände voll zu tun hatten die vielen Helferinnen und Helfer des Vereins. So waren beispielsweise Willibald Görg und Ursula Pohl bei der Bon-Ausgabe tätig.Wolfgang Nieland, Werner Hoffend und einige weitere gestandene Männer kümmerten sich am Bierbrunnen darum, dass dort genügend „kühle Blonde“ für Gäste bereitstanden. Wer es exotischer wollte, war an der Cocktail-Bar genau richtig. Zur großen Freude des Spielmannszugs waren nicht nur Urmitzer Mitbürger und Freunde aus den benachbarten Gemeinden zugegen: Auch die auswärtigen Gäste, die derzeit auf dem Wohnmobilhafenplatz Urlaub machen, besuchten sehr zahlreich das Fest.
Platzwart als „Werbebotschafter“
Als „Werbebotschafter“ fungierte hier Platzwart Reinhold Müller, der sich am Abend sehr darüber freute, dass die Urlauber seiner Empfehlung gefolgt waren. Höhepunkt des zweitägigen Festes war zweifelsfrei der Auftritt von „Willi Wilden & Kocki“. Der Musiker ist den meisten Menschen noch als Mitglied der Gruppe „3 Colonias“ bekannt, welcher er bis zum Jahr 2013 angehörte. Aufgrund der Tatsache, dass der in Bornheim-Merten lebende Künstler gut mit Peter Schmalinsky (2. Vorsitzender des Spielmannszuges) befreundet ist, trat Willi Wilden sehr gerne in Urmitz auf. Für sein Showprogramm hatte er auch zwei Kinder mitgebracht, die mit ihrem außerordentlichen Talent die Zuschauer überraschten. Beeindruckt von der Leistung waren auch Juliane Nieland und Ortsbürgermeister a.D. Manfred Kuhn, die ein tolles Sommerfest auf dem St.-Nikolaus-Platz erlebten. Eine schöne Aktion war auch der Festgottesdienst am Sonntag Vormittag, welcher durch den Kirchenchor „Cäcilia Urmitz“ unterstützt wurde. Dem „Open-Air-Gottesdienst“ schloss sich der Spätschoppen an. Im Laufe des Nachmittags konnte der Vorsitzende Markus Hoffend noch einige befreundete Musikzüge sowie den Urmitzer Frauenchor und Männerchor begrüßen, die jeweils mit Gastauftritten die Feierlichkeiten bereicherten.
Hüpfburg, Spiele und Schmink-Ecke
Auch für die jüngsten Besucher war mit einer Hüpfburg, verschiedenen Spielen und einer Schmink-Ecke bestens gesorgt. „Wir möchten mit dem zweitägigen Fest der Bevölkerung Danke für die Unterstützung sagen“, so Markus Hoffend. Wie der 25-jährige Vorsitzende betonte, wird der Verein mit dem Reinerlös die Typisierungsaktion der Stefan-Morsch-Stiftung unterstützen. „Wir hoffen, dass man für das 10-jährige Urmitzer Mädchen möglichst bald einen Stammzellenspender findet“, so Hoffend. Nicht ohne Grund konnte sich der gastgebende Spielmannszug an beiden Tagen über so viele Besucher freuen: Die Musiker spielen schließlich im Laufe eines Jahres bei örtlichen, überörtlichen, weltlichen und kirchlichen Festen, wie bei Kirmes- und Karnevalsveranstaltungen, bei Vereinsjubiläen und bei Familienfeiern. Insgesamt 19 aktive Musikerinnen und Musiker zählt der Urmitzer Spielmannszug im Jubiläumsjahr, wobei Karl Oster und Georg Blumenthal noch aktive Gründungsmitglieder sind. Über weitere Nachswuchsmitglieder würde sich der Verein, der jeden Montag ab 18.30 Uhr im Gasthaus „Zum Anker“ probt, freuen.
Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Willi Wilden (2.v.r.). Vereinsvorsitzender Markus Hoffend (links) und der stellvertretende Vorsitzende Peter Schmalinsky (rechts) freuten sich, dass der Gastmusiker auch einige Nachwuchstalente mitgebracht hatte.
