SSV Urmitz-Bahnhof - Abteilung Boule
„MoDos“ bezogen das Winterquartier
Mülheim-Kärlich. Die Wetterverhältnisse zeigten es: Selbst der schönste Sport macht wenig Spaß, wenn man ihn im Dauerregen ausüben muss. Insofern hatten sich die „MoDos“, die Boule-Abendgruppe des SSV Urmitz-Bahnhof, genau den richtigen Tag ausgesucht, um die neue überdachte Anlage einzuweihen. „Jetzt wissen auch alle Gäste, weshalb wir dieses Zelt errichtet haben“, betonte Abteilungsleiter Rudi Reisdörfer bei der Begrüßung der Boule-Freunde mit einem Augenzwinkern. Nicht nur Vereinsmitglieder der „MoDos“ (die sich nach den Trainingstagen Montag und Donnerstag benannt haben), sondern auch einige geladene Gäste waren zur Besichtigung der neuen Anlage nach Urmitz-Bahnhof gekommen. Hierzu gehörten unter anderem der erste Stadtbeigeordnete Gerd Harner, der Bahnhofer Vereinsringvorsitzende Manfred Krämer und dessen Frau Hildegard Krämer als Vorsitzende des SSV Urmitz-Bhf. 1955. Rudi Reisdörfer betonte in seiner Ansprache, dass das acht mal zwölf Meter große beheizbare Zelt komplett in Eigenarbeit von sieben Personen errichtet wurde. Gleiches gilt für den angrenzenden Container, aus welchem man dank zweier Fenster eine gute Einsicht in das Zelt besitzt. Hier besteht ausreichend Platz für einen kleinen Aufenthaltsbereich. Rudi Reisdörfer dankte ausdrücklich allen Sponsoren. Insbesondere dankte er aber auch Karl-Heinz Müller („Bambi“), der nicht nur in der Bauphase viele Freizeitstunden opferte, sondern auch die Einweihungsfeierlichkeit mit einer hausgemachten Suppe zur Mittagszeit unterstützte. Im Namen der Stadt Mülheim-Kärlich überbrachte der erste Stadtbeigeordnete Gerd Harner herzliche Glückwünsche zur Realisierung der neuen Anlage. Die Stadt hatte das Anliegen des Vereins positiv begleitet und die Errichtung auf dem ehemals als Sportplatz genutzten Gelände nicht nur unterstützt, sondern auch ausdrücklich begrüßt. Die Urmitz-Bahnhofer Boule-Abteilung des SSV ist einer der wenigen Vereine in der Region, der nun Eigentümer einer solchen winterfesten Anlage ist. Worte der Gratulation überbrachte auch Pfarrer i.R. Alois Weller: „Es ist heutzutage nicht mehr allgemein üblich, dass ein Vertreter unserer Firma für ein Segensgebet eingeladen wird“, so der Geistliche. „Als die Anfrage kam, habe ich gerne zugesagt, weil auch etwas dahintersteckt“, so Alois Weller, der sehr anschaulich den Sinn einer Segnung erklärte. „Hierbei handelt es sich nicht um irgendetwas ’Mirakolöses‘. Wörtlich übersetzt heißt Segnen ’gutes Sagen/ gut zusagen‘, was in diesem Falle auch sehr gut passt“, so Alois Weller. Er betonte, dass Sport den Gemeinschaftssinn fördert und somit der leider immer häufiger feststellbaren Vereinsamung von Menschen in der Gesellschaft entgegenwirkt. Nach der feierlichen Einsegnung wurden Alois Weller und Gerd Harner auch spontan zu einem Eröffnungsspiel aufgefordert. Beide hatten bei ihren gelungenen und erstaunlich gut platzierten Würfen sichtbaren Spaß und erhielten hierfür von den anwesenden Zuschauern auch kräftigen Applaus. Selbstverständlich wurde die Anlage auch von den weiteren Gästen am Eröffnungstag ausgiebig getestet.
Abteilungsleiter Rudi Reisdörfer und Karl-Heinz Müller überredeten Alois Weller zu einem Spiel auf der neuen Boule-Anlage.
