Lucas Luhr startete beim Jubiläumsrennen in Le Mans
Platz acht trotz Chaos
Mülheim-Kärlich/Le Mans. Zur 90. Ausgabe des schwierigsten und härtesten Langstreckenrennens der Welt, in Le Mans, starteten 56 Prototypen und GT Rennwagen und kämpften um den Sieg. Gleichzeitig war es ein Weltmeisterschaftslauf zum WEC Championat (World Endurance Championchip), bei dem die Teams die doppelte Punktezahl erringen konnten.
Zu den besten Fahrern in der Langstreckenszene gehört auch der 33-jährige Lucas Luhr aus Mülheim-Kärlich. Mit den englischen Teamkollegen Simon Dolan und Oliver Turvey ging Luhr in der LMP 2 an den Start (Le Mans Prototypen). Sein Arbeitsgerät ein Zytek Z 11 SN Rennwagen, eingesetzt vom Team Jota Motorsport. So chaotisch wie alle anderen Qualifikationssitzungen der diesjährigen Jubiläumsausgabe auf der über 14 km langen Rennstrecke verlief auch das abschließende Nachttraining. Zwei rote Flaggen sorgten für Unterbrechungen, immer wieder kreiselten auf der von Regen rutschigen sehr schweren Piste die Rennwagen ins Aus. An der Pole von Audi änderte sich nichts mehr. Luhr fuhr schnelle Zeiten und sorgte mit 3:40:459 min. dafür, dass es zum dritten Rang in der LMP2 Kategorie und zum elften Gesamtrang im Klassement reichte. Was dann im Rennen schon nach drei Runden passierte, war sehr prägend für das Rennen, denn der Däne Allan Christinsen verunglückte tödlich auf seinem Aston Martin GT Wagen. Viele weitere Einschläge und Unfälle von Autos gingen danach meist glimpflich über die Bühne. Während des gesamten Rennens mussten die Safetycars zwölfmal raus auf die Piste. Insgesamt verbrachten die Teilnehmer in den Boliden über fünf Stunden hinter dem Safetycar; das gab es noch nie in Le Mans.
Auch eine halbe Stunde vor Schluss wurde es nochmal chaotisch, denn ein heftiger Regenschauer setzte gewisse Streckenteile unter Wasser. Auch das Jota Team hatte mit den widrigen Bedingungen zu kämpfen. Das Auto befand sich am Anfang des Rennens immer im Bereich des neunten, zehnten Gesamtplatzes und wurde am Ende 14. im Gesamtklassement. Mit Rang acht (von 22) in ihrer Kategorie LMP2 konnte das Team leben. „Es war wirklich chaotisch in Le Mans, deshalb sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Überhaupt, das Auto heil ins Ziel gebracht zu haben und dann auf den 14. Gesamtrang zu fahren, ist schon klasse“, erklärte der Mülheim Kärlicher.
