Politik | 22.11.2013

Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der Verbandsgemeinde Weißenthurm e.V.“

Positive Bilanz gezogen

Erste Jahresmitglieder-Versammlung im Rhein-Hotel Weißenthurm

Weißenthurm. In ihrer ersten Jahresmitglieder-Versammlung zog die im Februar 2013 gegründete Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der Verbandsgemeinde Weißenthurm e.V.“ kürzlich im Rhein-Hotel in Weißenthurm eine positive Bilanz.

Bürgermeister Georg Hollmann hob in seinem Grußwort das große Engagement und die erfolgreiche Arbeit der Bürgerinitiative hervor und stellte fest: „Gemeinsam mit unserer Bürgerinitiative haben wir schon viel erreicht. Der geplante Bau einer weiteren Schallschutzwand sowie der Umbau besonders lärmintensiver Weichen innerorts sind erste erfreuliche Lichtblicke und Erfolge zur Verbesserung der Lebensqualität der Bahnanwohnerinnen und Bahnanwohner in Weißenthurm. Zu Recht sind die Menschen, insbesondere im Hinblick auf den steigenden Güterverkehr im Rheintal, höchst alarmiert. Wir sind nicht gegen die Bahn, aber wir alle wissen, dass weitere wirkungsvolle Maßnahmen zur Verringerung von Bahnlärm und Erschütterungen unumgänglich sind.“

In seinem Rechenschaftsbericht ging der erste Vorsitzende Rolf Papen auf die bisherigen Aktivitäten des Vereins ein. Er zeigte sich erfreut über die Tatsache, dass innerhalb von nur acht Monaten der Verein bereits auf 112 Mitglieder angewachsen sei. Als besonders wichtig und zielführend hob er die Gespräche zum Thema Bahnlärm mit Innenminister Roger Lewentz im Februar, mit dem hessischen Ministerpräsident Volker Bouffier im Mai und mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Juni sowie mit dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG für Rheinland-Pfalz und das Saarland im August und Oktober hervor. Respekt und Dank zollte er den Weißenthurmern, die nun bereits seit elf Monaten mit großem persönlichem Einsatz an den Dienstag-Demos in Neuwied teilnehmen. „Auch weiterhin müssen wir Aufklärungsarbeit leisten. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger sind sich nicht bewusst, dass Personenzüge mit 160 km/h und Güterzüge, meist mit Gefahrenstoffen beladen, mit 120 km/h mitten durch Weißenthurm fahren dürfen. Wir lassen in unseren Bemühungen gegen den Bahnlärm nicht nach, um auch unseren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Zukunft in Weißenthurm zu bieten“, so Papen.

Stadtbürgermeister Gerd Heim zeigte sich auch an diesen Ausführungen sehr interessiert und merkte an: „Ich teile die Sorgen von Herrn Papen und seinen Mitstreitern. Auch aus diesem Grund tauschen wir uns eng mit unserer Bürgerinitiative aus und suchen alle gemeinsam nach praktikablen Lösungen zum Wohle unserer Stadt und seiner Bürger.“

Als Erfolg der gemeinsamen Anstrengungen von Verbandsgemeinde, Stadt und Bürgerinitiative bezeichnete Papen die Tatsache, dass Weißenthurm als einzige linksrheinische Stadt im unteren Mittelrheintal als Pilotprojekt für Lärmschutzmaßnahmen ausgewählt wurde. Dem Vorstand mit Dr. Christoph Thilmann, Susanna Dexler, Stefan Eisenhauer und nicht zuletzt Hermann Winter dankte er für unermüdliches Engagement und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ebenso dankte er den beiden Kassenprüfern Günter Marx und Hartmut Schneider. An die Versammelten gewandt, stellt er am Ende fest: „Die Worte von Bürgermeister Hollmann sind neben Lob für unsere bisherige, gemeinsame Arbeit auch Ansporn für zukünftiges Engagement im Kampf für ein wieder leiseres Rheintal. Unser Kampf wird erfolgreich sein, wenn wir alle, Bürger, Bürgervertreter und Bürgerinitiative solidarisch zusammenstehen. Dafür brauchen wir aber einen langen Atem.“

Pressemitteilung der

Bürgerinitiative „WIR gegen

Bahnlärm in der Verbands-

gemeinde Weißenthurm e.V.“

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