Grundschule St. Peter und Paul Urmitz-Bahnhof
Projekttag zum Thema „Lesen“
Urmitz-Bahnhof. Kürzlich fand an der Grundschule St. Peter und Paul in Urmitz-Bahnhof ein Projekttag zum Thema „Lesen“ statt. Einen ganzen Vormittag lang beschäftigten sich Kinder auf unterschiedliche Weise mit einem Buch. Wichtig war dem Kollegium der Schule bei der Planung des Tages gewesen, dass den Kindern auch vorgelesen wird. Hierzu waren Personen aus dem öffentlichen Leben der Stadt Mülheim-Kärlich eingeladen worden. Der Einladung waren gerne Marina Stahlecker-Burtscheidt, Pfarrerin der ev. Kirche, Gerd Harner, Erster Beigeordneter der Stadt Mülheim-Kärlich und Markus Johannes Lamprecht, Organist der katholischen Kirche gefolgt. Für die Kinder war dies ein besonderes Erlebnis, denn viele von ihnen kennen von zu Hause aus keine Vorlese-Situationen mehr. Die Kombiklassen 1 und 2 lernten an diesem Tag das Bilderbuch „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ kennen. Zunächst las Marina Stahlecker-Burtscheidt den Kleinen aus dem Buch vor und machte diese neugierig auf mehr. Im Anschluss gestalteten die Kinder dann kreativ ihr eigenes „Wanja-Buch“. Zudem wurde der Tag genutzt, sich mit der Klassenbücherei vertraut zu machen.
Die Kinder aus den Klassen 3 und 4 arbeiteten hingegen mit einem zugelosten Partner an verschiedenen Stationen zu dem Buch „Mein Freund Ringo“ von Klaus Kordon. Hierbei stand die Erweiterung der Lesekompetenz im Vordergrund, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Texterschließung. Es gab aber auch Angebote aus dem musischen, künstlerischen und ethischen Bereich, in denen Themen aus dem Buch aufgegriffen wurden. Zum Ende des Tages lasen dann noch Gerd Harner und Markus Johannes Lamprecht in den Klassen aus dem Buch vor. Dies begeisterte die Kinder besonders. So schrieb Joel aus dem 3. Schuljahr auf seinen Reflexionszettel: „Mir hat der Projekttag gefallen, weil Herr Harner vorgelesen hat.“ Auch der Drittklässler Noel fand den Projekttag schön, da er die Aufgaben alle mit einem Partner bearbeiten durfte. Allerdings hätte er sich den lieber selbst ausgesucht.
Für das Kollegium war der Projekttag ein weiterer Anlass im Schulalltag zur Förderung der kindlichen Lesefreude und Lesekompetenz. Im Zeitalter, wo viele Kinder ihre Eltern nur noch am Computer oder Fernseher und nicht mehr mit einem Buch in der Hand antreffen, wird es für die Schule immer mehr eine Herausforderung, bei Kindern eine Lesefreude zu entwickeln und zu erhalten. „Oftmals ist es Kindern und Eltern gar nicht bewusst, dass das Lesen mit die wichtigste Kompetenz im Schulalltag ist,“ stellt Rektorin Uta Becker fest. „Wenn jemand nicht sichers lesen kann, hat er sowohl Schwierigkeiten schriftliche Arbeitsaufträge zu verstehen als auch Textaufgaben in Mathematik zu lösen und wird somit auch in anderen Fächern oft Schwierigkeiten haben.“
