Vortour der Hoffnung, eine Benefiz-Radtour zu Gunsten krebs-kranker Kinder
Radfahrer vom RSC Rückenwind waren wieder dabei
Spendenrekord von rund 417000 Euro erreicht
Urmitz. Die „Vortour der Hoffnung“ wurde in Anlehnung an die „Tour der Hoffnung“ 1996 durch den langjährigen Geschäftsführer des Hotels zur Post in Waldbreitbach, Jürgen Grünwald ins Leben gerufen. Beide Touren sind Aktionen zu Gunsten von krebs- und leukämiekranken Kindern und Jugendlichen. Hintergrund der Aktionen ist der Fakt, dass die staatliche Finanzierung alleine nicht mehr ausreichend ist. Es werden mehr Gelder benötigt, um verstärkte Anstrengungen in der Krebsforschung zu unterstützen, um neue Behandlungsmethoden zu erarbeiten und auch für die pflegerische und psychosoziale Betreuung krebskranker Kinder. Seit dem ersten Start der „Tour der Hoffnung“ in 1983 sind die Heilungschancen bei den Kindern, die an Krebs oder Leukämie erkrankten, deutlich gestiegen. Aber noch immer sterben Kinder an diesen bösartigen Erkrankungen.
Radeln und Spenden sammeln
Seit Jahren engagieren sich auch Urmitzer Radfahrer für die Erreichung der vorgenannten Ziele. An der diesjährigen Jubiläumstour - 20 Jahre Vortour der Hoffnung -nahmen zum wiederholten Male die Radfahrer Gerhard Keßler sowie Dietmar und Alfred Höfer teil. Zusammen mit vielen Prominenten aus Sport, Politik, Showbusi-ness und Wirtschaft sowie weiteren idealistisch eingestellten Bürgern radelten sie durch das nördliche Rheinland-Pfalz, um die Menschen um Spenden zu bitten. Nach dem Prolog, der am Sonntag in und um Koblenz herum stattfand und ein stolzes, in dieser Höhe nie erwartetes Spendenergebnis von ca. 105000 Euro einfuhr, begann die eigentliche „Vortour der Hoffnung“ am Montag an der Grand Prix Strecke des Nürburgrings. Beeindruckend war schon der Start der mehr als 150 Radler aus den Boxengassen 1 bis 3. Vor den roten Ampeln von Start und Ziel machten sie halt. Der Pfarrer des Nürburgrings sprach ein Gebet. Anschließend schalteten die Ampeln auf grün und es ging endlich los. Nach einer kurzen Fahrt über die Grand Prix Strecke wechselten sie auf die legendäre Nordschleife und durchfuhren die grüne Hölle über den Adenauer Forst, die Fuchsröhre und das Schwedenkreuz bis Breitscheid. In Adenau war dann der erste Stopp. Anschließend machten sich die Hoffnungsradler auf den Weg nach Dernau. Das schwierigste Teilstück des ersten Tages war der lange Anstieg von Ahrweiler auf die Anhöhe von Ramersbach. Oberdürenbach, Rodder und Waldorf waren die nächsten Ziele, bevor es über Brohl-Lützing, Bad Breisig und Sinzig dem Tagesziel Bad Neuenahr-Ahrweiler entgegen ging. Es war ein sehr erfolgreicher Tag. 177000 Euro wurden an diesem Tag an Spenden eingesammelt. Am zweiten Tag ging es zunächst mit Hilfe der Rheinfähre nach Linz, wo die Radler am Rathaus empfangen wurden. Danach wurde Bad Hönnigen angepeilt. Anschließend ging es einige Kilometer ohne Unterbrechung den Berg hinauf und von oben hinab ins schöne Wiedbachtal nach Waldbreitbach. Hier, in der Heimat des Vortour Gründers Jürgen Grünwald, erlebten die Radler einen besonders herzlichen Empfang mit ungewöhnlich vielen Spenden. Als ein Höhepunkt war der Fallschirmsprung von Eberhard Ginger zu erwähnen. Zielgenau landete er auf den vorgezeichneten Punkt. Danach ging es kilometerlang den Berg bis Kurtscheid hoch und dann weiter nach Rengsdorf. Weitere Etappen dieses Tages waren Raubach, Puderbach und Bendorf, bevor es über Gladbach auf das Endziel Neuwied zuging. An diesem Tag wurden nochmals circa 135000 Euro gespendet, sodass insgesamt etwa 417000 Euro zusammen kamen, ein noch nie erreichtes Ergebnis, ein absoluter Spendenrekord. Insgesamt waren die Urmitzer Radfahrer bei diesem Spendenmarathon 220 Kilometer dabei. Stolz auf das Erreichte schauen sie schon mit Vorfreude auf die nächstjährige Tour, denn dabei sein ist Ehrensache.
Pressemitteilung des RSC
Rückenwind
