Fußball-Rheinlandliga in der Saison 2015/16
SG Mülheim-Kärlich feiert die Herbstmeisterschaft
Nico Scheid, Janek Ripplinger und Christian Wiersch trafen beim 4:0 in Mendig
Mendig. In Mülheim-Kärlich kann gefeiert werden. Das Team von Patrick Wagner-Galda siegte im Derby bei der SG Mendig mit 4:0 und holt sich somit souverän die Herbstmeisterschaft. Innerhalb von 12 Minuten hatten die Gäste vor rund 200 Zuschauern die drei Punkte fix und fertig eingetütet, denn bereits nach 21 Minuten stand es an der Brauerstraße 0:3. Nico Scheid eröffnete, nach Vorarbeit von Janek Ripplinger, nach einer guten Viertelstunde das muntere Torschießen. Danach schraubte dann Ripplinger (21., 29.) um zwei weitere Treffer nach oben und schraubte sein persönliches Torkonto auf 17 Treffer. Die Vorarbeit erfolgte jeweils durch Sebastian Mintgen. Zu guter Letzt sorgte dann auch noch Christian Wiersch mit seinem vierten Saisontreffer auch für Tor Nummer vier an diesem Nachmittag. Und damit waren die Gastgeber insgesamt sogar noch gut bedient. Denn zuvor hatte Mintgen bereits Pech, als er nach knapp einer Stunde bei einem seiner Vorstöße nur den Pfosten traf. Aber auch seine Kollegen hatten noch einige Gelegenheit ausgelassen. So blieb es am Ende bei einem ungefährdeten 4:0 des neuen Herbstmeisters der Rheinlandliga.
„Tja, mit nur 15 guten Minuten kann man gegen eine Mannschaft wie die SG eben nicht bestehen“, ärgerte sich Mendigs Coach Erkan Göktepeli über diese hohe Niederlage. „Was mich vor allem störte, ist, dass bei einigen in meiner Mannschaft die kämpferische Einstellung zu wünschen übrig lies“. Natürlich strahlende Gesichter auf der Seite der Gäste. „Wir kannten die Mendiger Stärken. Meine Mannschaft ist heute sehr diszipliniert aufgetreten und hat somit auch in der Höhe verdient gewinnen können“, gab Wagner-Galda zu Protokoll.
Vorschau
Als vor knapp vier Monaten Janek Ripplinger bereits nach drei Minuten die Saison erfolgreich für seine SG Mülheim-Kärlich mit seinem Führungstreffer gegen den TuS Mayen eröffnete, konnte niemand erahnen, wie die weitere Spielzeit verlaufen würde. Nun steht die Mannschaft von Patrick Wagner-Galda mit vier Punkten Vorsprung an der Ligaspitze und kann sich relativ entspannt auf den Rückrundenstart gegen den TuS Mayen (Freitag, 19 Uhr) vorbereiten. Aber nicht nur Mülheim, sondern auch Mayen überraschte bisher in dieser Saison. Mit einem vierten Rang hatten zu Saisonbeginn nur die kühnsten Optimisten gerechnet. Und sollte bei dem Duell am kommenden Freitag (19 Uhr) der TuS Mayen den Platz als Sieger verlassen, dann wäre auch die Liga wieder richtig spannend. Denn dann würde das komfortable Punktepolster von vier Zählern wieder auf einen Punkt schrumpfen. Nach dem Gesetz der Serie kann der Sieger eigentlich nur TuS Mayen lauten, denn der letzte Mülheimer Rheinlandliga-Sieg (4:2) auf Mayener Boden stammt aus der Saison 1969/70. Danach gab es bei den letzten fünf Spielen auf höchster Verbandsebene nur Mayener Siege.
SG 2000 Mülheim-Kärlich: Bolz, Dohmen, Wans, Ripplinger, Mintgen (59. Aretz), Wiersch, Storz, Weirich (78. Kaes), Schneid (72. Henrich), Akkaya, Scheu.
