SG Rheindörfer gegen TuS Rhens
SG Rheindörfer schalten nächsten A-Ligisten aus
Zweiklassenunterschied war nicht zu erkennen
Urmitz. Nach dem man mit der Spvgg Bendorf bereits in der ersten Runde des Kreispokals ein Team aus der Kreisliga A rauswerfen konnte, schaltete das Team der SG Rheindörfer mit der TuS Rhens einen weiteren A-Ligisten aus - und das in beeindruckender Art und Weise. Coach Michael Dauer änderte die Startaufstellung im Gegensatz zu letzter Woche auf drei Positionen. Berkan Colak, Christoph Pitsch und Andreas Müller rückten für Matthias Dewald, Henry Götsch und Kevin Klinge ins Team. Der Gegner aus Rhens kam mit einer Niederlagenserie von zuletzt drei Spielen (2:17 Tore) nach St. Sebastian. Aus dieser Verunsicherung wollte das Team natürlich Kapital schlagen und die Devise war klar: Den Gegner früh unter Druck setzen. Doch in den ersten zehn Minuten tasteten sich beide Teams erst einmal ab und es war dann der Gast aus Rhens, der die erste große Chance verbuchen konnte. Nach einem langen Ball auf den schnellen Gästestürmer Stefan Wolter, setzte sich dieser technisch stark gegen die Verteidiger durch und scheiterte mit seinem Abschluss erst am stark reagierenden Keeper Nico Sauerborn. Diese Chance wirkte aber dann wie ein Weckruf. Nach einer Balleroberung in der Abwehr wurde Andreas Müller auf die Reise geschickt. Dieser setzte sich im Zweikampf durch und legte quer auf Kevin Schäfer, welcher dann, wie bereits letzte Woche, mit der ersten großen Chance für die Rheindörfer die 1:0 Führung erzielte. Im Anschluss daran beherrschte man das Spiel, ohne allerdings nennenswerte Chancen herauszuspielen. Die vereinzelten Fernschüsse waren kein Problem für den Schlussmann der Rhenser. Aber auch der Gegner kam nur selten vor das Gehäuse von Sauerborn. Im Mittelfeld hatte die Doppelsechs mit Reif und Colak zunächst noch alles im Griff und die langen Bälle, die über unser Mittelfeld flogen, wurden von den beiden Innenverteidigern Gerolstein und Knuffmann meistens mühelos abgefangen. Doch etwa 15 Minuten vor Ende der ersten Halbzeit verlor das Team komplett den Faden. Viele Fehlpässe und Unordnung prägten in dieser Phase das Spiel der Rheindörfer und ermöglichten den Rhensern den Zugriff aufs Spiel. Nach einem Fehlpass im Aufbauspiel konnte der folgende Angriff der Gäste nur durch ein Foulspiel unterbunden werden, woraus eine gefährliche Freistoßposition resultierte. Diesen gut geschossenen Freistoß konnte Keeper Sauerborn allerdings parieren. Bis zur Pause kamen die Gäste noch zu einigen Halbchancen, welche aber nicht zwingend genug waren, um einen Treffer zu erzielen. Somit ging es mit der knappen 1:0-Führung in die Kabine. Die Halbzeit tat dem Team von Michael Dauer dann gut. Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit nahmen die Weißen wieder sofort das Heft in die Hand und spielten auf das 2:0. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff bot sich dann die Riesenmöglichkeit auf eben dieses 2:0. Erst brachte Ledosquet den Ball nicht am Keeper vorbei. Den zweiten Ball legte Atmaca quer auf Müller, welcher einen auf der Linie stehenden Rhenser abschoß, von wo der Ball auf die Latte prallte und dann wieder zu Atmaca. Auch dieser brachte den Ball nicht am Torwart vorbei und so hatte Reif noch die Möglichkeit einzuschieben. Jetzt muss er doch reingehen, dachten sich wohl alle Anwesenden. Doch auch der Kapitän schaffte es nicht, den Ball über die Linie zu drücken. Wieder stand ein Rhenser Abwehrspieler im Weg und verhinderte das 2:0 und der Ball flog endgültig aus dem Strafraum und die Chance war dahin. Doch bereits zwei Minuten später sollte es einer der vier besser machen. Nach dem ein Angriff über die linke Seite noch zur Ecke abgewehrt werden konnte, erzielte Müller nach eben dieser das hochverdiente 2:0. Der Jubel war groß. Genau das hatte sich das Team vorgenommen. Ein schnelles 2:0 um erst einmal Ruhe ins Spiel zu kommen und dann über Konter weitere Nadelstiche zu setzen. Doch diese Ruhe hielt nicht lange an. Das komplette SGR Team war wohl noch mit Jubeln beschäftigt, als vom Anstoß weg ein langer Ball Gästestürmer Wolter fand. Dieser setzte sich, wie bereits in Durchgang eins, geschickt gegen die Verteidigung durch, ließ diesmal auch Sauerborn im Kasten keine Chance und jagte den Ball in den Winkel. Keine Minute nach dem 2:0 war Rhens also wieder zurück im Spiel. Doch wer dachte, dass jetzt die Großoffensive des A-Ligisten kommt, sah sich getäuscht. Es war weiter das Team der Rheindörfer, was spielbestimmend war. Gerade über die Außenbahnen war der Gast sehr anfällig. In der ersten Halbzeit ließ man diese Tatsache noch weitestgehend ungenutzt, doch in der zweiten Halbzeit spielte man sich eben über diese Außen mehrere gute Chancen heraus. Doch zunächst haperte es noch im Abschluss. Erst als Reif in der 65. Minute mit einem schönen Pass in die Schnittstelle der Abwehr Müller auf der rechten Seite in Szene setzte und dieser im 1 gegen 1 mit dem Torwart die Nerven behielt, fiel das verdiente 3:1. Als kurz danach noch Atmaca nach einer Müllerflanke das 4:1 erzielte, war die Partie entschieden. Hinten stand die Abwehr zumeist sicher und die Stürmer fanden spätestens in Sauerborn ihren Meister. Doch die besseren Chancen hatte weiterhin das Team der SGR, aber erst kurz vor Schluss konnte Kapitän Reif den fünften Treffer erzielen. Danach tat sich nicht mehr viel. Den Gästen war anzumerken, dass sie nur noch darauf bedacht waren, keine weiteren Gegentreffer zu kassieren. Bei besserer Chancenverwertung hätten sie sich aber auch nicht beschweren können, wenn denn noch weitere gefallen wären. Am Ende beließ man es aber bei den fünf Treffern und die SGR zog in die dritte Runde des Kreispokals ein. Der Sieg war absolut, auch in dieser Höhe, verdient. Gerade in der zweiten Halbzeit war man dem Gegner in allen Belangen überlegen. Ein Zweiklassenunterschied war zu keinem Zeitpunkt des Spiels zu erkennen. Gegen wen es in der dritten Runde gehen wird, steht noch nicht fest. Nach diesem großartigen Erfolg im Pokal, heißt es aber jetzt wieder die Augen auf die Liga zu richten. In dieser Woche stehen für das Team von Michael Dauer zwei Partien in der Kreisliga C an. Zunächst reist die SGR am Donnerstag nach Spay und trifft dort auf die zweite Mannschaft des SV. Anstoß ist um 19.30 Uhr.
Am Sonntag findet dann das nächste Heimspiel statt. Gegner in St. Sebastian ist dann die zweite Mannschaft des SV Untermosel. Anstoß ist wie gewohnt um 14.30 Uhr. Das Team würde sich beiden Partien über eine große Unterstützung freuen.
Für die SGR spielten:
Sauerborn; Höfer, Knuffmann, Gerolstein, Pitsch; B. Colak (H. Colak), Reif; Schäfer, A. Müller, Ledosquet (Theis); Atmaca (Götsch); Klinge, Schiffino, Glowienka, Dauer.
