Lokalsport | 05.10.2015

Fußball Rheinlandliga

SG erobert den Ligathron zurück

SG 2000 Mülheim-Kärlich - SG Neitersen 3:2 (3:0)

Mülheim-Kärlich. Spürbar durchatmen konnten die Aktiven der SG Mülheim-Kärlich nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Mario Schmitt (Daun). Denn sie hatten eine knappe 3:2-Führung noch gerade so über die Zeit gerettet und somit die Tabellenspitze in der Rheinlandliga zurück erobert. Dass es am Schluss eine ganz enge Geschichte wurde, hatte sich das Team aber selbst zuzuschreiben. Nach gut 20 Minuten schien die Partie entscheiden, denn die SG führte bereits deutlich mit 3:0. Jan Henrich (03.) traf per Kopfball nach einer Ecke von Christian Wiersch und eröffnete den Torreigen, Janek Ripplinger (19.) und Dennis Wißfeld (21.) legten nach und sorgten somit zunächst einmal für sorgenfreie Gesichter am Schul- und Sportzentrum in Mülheim. Und daran änderte sich auch erst einmal nicht viel, denn bis zur Pause spielten nur die Gastgeber. Bezeichnend dafür war, dass der Aufsteiger aus dem Westerwald in der gesamten ersten Halbzeit nicht ein einziges Mal einen Angriffsversuch mit einem Torschuss abschließen konnten. Neitersens Trainer Cornel Hirt schritt dementsprechend sauer zum Kabinengang. „Wir waren überhaupt nicht auf dem Platz. Aber das fängt ja schon bei der Konzentration an. Die kann nicht optimal sein, wenn einige Spieler erst 45 Minuten vor Spielbeginn in der Kabine ankommen“. Und dies schien sich auch nach dem Wechsel fortzusetzen, denn Mülheim kam in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit zu weiteren Gelegenheiten. Aber sowohl Christian Wiersch als auch zweimal Ripplinger verpassten es, den Sack endgültig zuzumachen. Allerdings änderte sich das Bild danach schlagartig. Innerhalb von sechs Minuten hatten Simon Mankel (54.) und Andre Fischer (61.) für Neitersen getroffen und läuteten somit die halbstündige Schlussoffensive der Gäste ein. Und diese wäre sogar beinahe noch belohnt worden: In der Schlussminute entschied Schiedsrichter Nicolai Schmidt aus Daun auf Strafstoß für die Gäste. Neitersens Spielführer Nicolai Hees trat an, scheiterte aber am hervorragend reagierenden Mülheimer Keeper Jost Becker. Fazit: „Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Jetzt gilt es, aus unseren Fehlern die richtige Schlüsse zu ziehen und ich bin sicher, dass wir das auch tun werden“, atmete SG-Trainer Patrick Wagner-Galda nach Spielende kräftig durch.

Es spielten: Becker, Henrichs, Henrich, Dohmen, Aretz (74.Mintgen), Ripplinger, Wiersch, Kaes, Storz, Weirich, Wißfeld.

Vorschau

„Glück des Tüchtigen“, so lässt sich am Ende der Partie gegen Neitersen vielleicht doch noch ein positives Fazit ziehen. In drei Wochen redet keiner mehr davon, wie die drei Punkte gegen die Konkurrenz aus dem Westerwald eingefahren wurden. Unter dem Strich bleibt die Tabellenführung und das ist ja durchaus positiv. Und diese soll nun am kommenden Sonntag, 11. Oktober beim SV Konz (14.30 Uhr) endlich auch verteidigt werden. Im Vorjahr kehrten die SG Kicker mit einem deutlichen 4:1-Erfolg in die Heimat zurück. So leicht werden es die Moselaner in dieser Saison allerdings nicht machen. Mit Platz sieben sind die Konzer überraschend gut aus den Startlöchern gekommen. Das Team selbst hat sich kaum verändert. Vier Zugänge ersetzten vier Abgänge, sodass Trainer Alexander Stieg nicht viel Integrationsarbeit leisten musste.

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