Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der Verbandsgemeinde Weißenthurm e.V.“
Sanierung von Bahnbrücken
Bürgermeister und Bürgerinitiative drängten auf Antworten
Weißenthurm. Die DB Netz AG teilte kürzlich auf Anfrage von Bürgermeister Georg Hollmann und der Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der Verbandsgemeinde Weißenthurm e.V.“ mit, dass für die Eisenbahnbrücken in der Verbandsgemeinde Weißenthurm (Weißenthurm, Becherstraße sowie Urmitz/Rhein, Rudolf-Diesel-Straße) keinerlei statische Einschränkungen bestehen. Im Rahmen einer Kleinen Anfrage im Bundestag zum Zustand der Eisenbahnbrücken in Rheinland-Pfalz veröffentlichte die DB Netz AG im vergangenen Jahr eine Liste, aus der hervor ging, dass die Eisenbahnbrücken Weißenthurm, Becherstraße und Urmitz/Rhein, Rudolf-Diesel-Straße der schlechtesten Zustandskategorie 4 zuzuordnen sind. Laut DB ist in dieser Kategorie eine Instandsetzung wirtschaftlich nicht vertretbar.
Bürgermeister Georg Hollmann und die Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“ drängten bei der DB Netz AG auf konkrete Antworten anlässlich des Sanierungsbedarfs der betroffenen Bauwerke in der Verbandsgemeinde Weißenthurm. Diese teilte daraufhin mit, dass sich in Rheinland-Pfalz im Bereich des Netzes der DB keine Eisenbahnbrücke in einem kritischen Zustand befinde.
„Keine statische Eingrenzung“
Im Speziellen für die beiden Bauwerke in der Verbandsgemeinde Weißenthurm heißt es, dass es keinerlei statische Einschränkungen gebe. Es handele sich lediglich um optische Einschränkungen, die für die Standsicherheit der Bauwerke nicht relevant seien.
Darüber hinaus werde die Eisenbahnbrücke in Urmitz/Rhein (Rudolf-Diesel-Straße) im September 2015 zurückgebaut. Zum Brückenbauwerk in der Becherstraße aus dem Jahre 1980 teilte die DB Netz AG ferner mit, dass die Zustandskategorie 4 von einem Anprall eines Straßenfahrzeuges an den Anprallschutz, der das Brückenbauwerk selbst schützt, herrühre. Weder für die Eisenbahnbrücke noch für den Anprallschutz bestehe ein Standsicherheitsproblem.
Trotz der Entwarnung der DB Netz AG betont Bürgermeister Georg Hollmann, dass auch zukünftig die Entwicklungen in dieser Sache im Auge behalten werden. „Insbesondere mit Blick auf den immer stärker und belastender werdenden Güterverkehr sowie einer hohen Verdichtung des Schienenpersonenverkehrs auf der Pendlerstrecke Köln-Bingen war es uns ein wichtiges Anliegen, den Zustand der Eisenbahnbrücken zu hinterfragen“, so Georg Hollmann. Rolf Papen, 1. Vorsitzender der Bürgerinitiative, ergänzte: „Wir sind froh, dass die DB Netz AG Entwarnung gegeben hat, versichern aber gleichzeitig, dass wir zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger die Entwicklung weiterhin verfolgen werden.“
Pressemitteilung der
Verbandsgemeinde
Weißenthurm und der BI
