Mülheimer Karnevals-Gesellschaft entzündete mit der 1. Prunksitzung ein Feuerwerk der guten Laune
Schwungvolle Liebe beim Scheunenfest in der Kurfürstenhalle
Mülheim-Kärlich. Diesen Tag wird MKG-Präsident Winfried Erbar so schnell nicht vergessen: Sein diesjähriger Geburtstag fiel nämlich mit dem Datum der 1. Prunksitzung der MKG zusammen. Die Mülheim-Kärlicher Karnevalisten sangen ihm nicht nur ein Geburtstags-Ständchen: Sie beschenkten sogleich alle Besucher der Sitzung mit einem tollen Programm, welches ohne Übertreibung als Feuerwerk der guten Laune bezeichnet werden kann. Musikalisch eröffnet wurde der Abend von Marco Ihrlich und Andreas Mattlener mit einem Kölsch Potpourri. Einen tollen Empfang bereiteten die Närrinnen und Narren in der bunt geschmückten Kurfürstenhalle Prinz Thomas II. samt Hofstaat sowie dem Elferrat. Den ersten Tanz des Abends zeigte das Mariechen Sabrina Brenner. Gleich zu Beginn der Sitzung erfolgten auch einige wichtige Ehrungen: Über sein goldenes Prinzenjubiläum freute sich Herbert Nickenig, der im Jahr 1963 die Narren (in der damals noch selbstständigen) Gemeinde Mülheim regierte. Zum Ehrensenator wurde Bernd Hunder ernannt, der seit nunmehr 25 Jahren als Hoffotograf aktiv ist. Da in diesem Jahr das Lied „Mir hann de deckste Kirsche“ sein 50-jähriges Jubiläum feierte wurde Eberhard Hahn zum Ehrenmitglied der MKG ernannt. Einen ersten Angriff auf die Lachmuskeln der Zuhörer startete Dieter Aurass mit seinem selbst gedichteten Vortrag „Der Hausmann“. Tolle Stimmungslieder präsentierten Helmut Ihrlich, Rolf Knopp, Steffi Klöckner und Lea Göron. Die von Ulrike Wischnath trainierte kleine Garde tanzte zu der Filmmusik von Harry Potter und dem Polarexpress. Was aus einer Nachwuchstänzerin bei der MKG werden kann, zeigte sodann das Tanzmariechen Verena Wiersch. Mit Lorena Zirwes hat die zwischenzeitlich junge Dame ein siebenjähriges Talent gefunden, welches ihr nacheifern möchte. Viel zu Lachen gab es wieder beim „Mann mit dem rude Schermche“, der in diesem Jahr über die heiteren Dinge berichtete, die sich bei einer Karnevalssitzung hinter der Bühne ereignen. „Rud un Wieß“ (Rot und Weiß) sind nicht nur die Vereinsfarben der MKG: So lautete auch das Lied, zu der die Mittlere Garde auftrat. Ein Zwiegespräch präsentierten Andreas Bengel und Andreas Mattlener, die sich unter anderem auch über die (hervorragend spielende) Band „Musik mit Stil“ lustig machten. Die von Adrienne Zerwas und Tanja Waszwewski trainierte Rot-Weiß-Garde fegte zu den rockigen Rhythmen der Gruppe Brings über die Bühne. Für eine tolle Überraschung sorgte der Hofstaat des Prinzen: Ministerpräsident Winfried Engel, Hofmarschall Wolfgang Escher und ihre Männer präsentierten sich als Baum mit blauen Pflaumen und Maden. Die Gesangsgruppe „Mauerbachmösche“ texteten kurzerhand das Lied „Wochenend´ und Sonnenschein“ um: Passend zur fünften Jahreszeit sangen sie stattdessen „Wochenend´ und Karneval“. Den Reigen sehenswerter und akrobatischer Showtänze eröffneten die „Sugar Babes“. Das Motto ihrer Darbietung lautete „Hang over“. Über sein Date mit Agathe berichtete anschließend der „schüchterne Hannes“. Für einen der Höhepunkte im Sitzungsprogramm sorgte die Gruppe „Hot Pänz“. Der Showtanz der gemischten Gruppe stand unter dem Motto „Bauer sucht Frau“. Die im Jahr 2011 gegründete Prinz-Ludwig-Garde gehört zwischenzeitlich zu den festen Bestandteilen der MKG-Sitzungen. Nicht nur das „Stippefötsche“, sondern auch das Tanzpaar „Sarah und Sven“ begeisterte das Publikum. Wie ein Koblenzer die Stadt Mülheim-Kärlich erlebt, darüber berichtete Hermann Hönerfeld zu fortgeschrittener Uhrzeit. Eine unterhaltsame Reise in den Wilden Westen zeigte das Männerballett „Hidden six packs“. Traditionell am Ende präsentiert die Gruppe „Lakritzschnecken“ ihren Showtanz. Dieser stand in diesem Jahr unter dem Motto „Aufruhr im Olymp“. Das große Finale mit allen Aktiven auf der Bühne gab der Sitzung einen krönenden Abschluss, der nicht zuletzt durch die schlagfertigen und kurzweiligen Moderationen des Präsidenten Winfried Erbar und des Vize-Präsidenten Marco Ihrlich zweifelsfrei für jeden Besucher ein tolles Erlebnis war. Wer die MKG-Sitzung am Wochenende verpasst hat, darf sich auf die zweite Prunksitzung am 1. Februar freuen. GH
