Allgemeine Berichte | 28.12.2015

Das Märchenspiel „Der Drache Gertrud“ begeisterte

"Spätes Glück für Gertrud"

In der Kurfürstenhalle waren die "Drachen los"

Josua zeigt Drache Gertrud ihr Baby.  privat

Mülheim-Kärlich. Gleich zwei Drachen zu Gast im Thronsaal von Königin Drahtiga LIX - das hatte es noch nie gegeben. Was hauptsächlich daran liegt, dass auch Drachen im Laufe ihres viele hundert Jahre dauernden Lebens schrumpfen und der Drache Gertrud ’früher‘ überhaupt nicht in das Schloss hinein gepasst hätte. Heute, im stattlichen Alter von gut 800 Jahren aber, war das sehr wohl möglich und so kam es, dass Gertrud - ihres Zeichens ’Landesdrache‘ des kleinen Königreiches Drahtigistan - mit ihrem frisch geschlüpften Drachensohn Josua der Königin einen Besuch abstattete.

Bis es jedoch so weit war, mussten zunächst einige Abenteuer bestanden werden. Gertrud nämlich war nach dem Tod ihres Drachengatten Gigantolos vor einigen Jahren ziemlich depressiv geworden . Traurig und kurzsichtig, wie sie nun mal war, zertrampelte sie nicht nur ganze Landstriche in Drahtigistan, sondern schlug darüber hinaus auch noch den Kanzler ihrer Majestät mit ihrem Feueratem in die Flucht, als dieser sie zur Jubiläumsfeier einladen wollte. Da war guter Rat teuer. Die mutige Waschfrau Silda machte sich schließlich auf den Weg zur Drachenhöhle, um Gertrud ’von Frau zu Frau‘ ins Gewissen zu reden und sie zu trösten. Doch auch das ging so richtig in die Hose und als Silda schließlich nach ihrem Drachenbesuch wieder im Königsschloss ankam, hatte Gertrud ihr alle ihre wunderschönen, kupferfarbenen Haare, auf die sie so stolz war, vom Kopf gebrannt.

Jetzt schlug die Stunde von Josua, seines Zeichens Schmied und seit 20 Jahren heimlich verliebt in Silda. Er machte sich ebenfalls auf zur Drachenhöhle und ihm gelang es schließlich mit Logik und männlichem Weitblick, Gertrud zu helfen. Er fand nämlich in ihrer Höhle doch noch ein unausgebrütetes Drachenei und konstruierte ihr eine Brille mit rosaroten Gläsern. - War das schön: ein gesprenkeltes Drachenei! Ein Sohn! Gesprenkelte Dracheneier geben immer Söhne, das hatte Josua noch nicht gewusst. Und Gertrud sah mit einem Schlag nicht nur alles wieder scharf, sondern auch noch rosarot.

Jetzt musste das Ei nur noch 7 Tage und 7 Nächte in der Wüste Sahi ausgebrütet werden. Diese Kleinigkeit erledigten Gertrud und Josua gemeinsam und prompt schlüpfte in der siebenten Nacht ein Drachenjunge(s): Josua, benannt nach dem Schmied, dem Gertrud all ihr spätes Glück zu verdanken hatte. Und weil sie so glücklich war mit ihrem kleinen Sohn und ihrer rosaroten Brille, besuchte Gertrud dann auch noch die Königin in ihrem Schloss, um sich bei ihr für all die zertrampelten Felder zu entschuldigen. Auch bei Silda entschuldigte sie sich für die verbrannten Haare und beim Kanzler für das ’Missverständnis‘ bei dessen Besuch.

Am Schluss waren dann alle glücklich: Gertrud mit ihrem Sohn, Josua, der seiner Silda endlich einen Heiratsantrag gemacht hatte, die Königin, der Kanzler, die Tochter der Königin und der Sohn des Kanzlers, die endlich ebenfalls heiraten durften und alle Drahtigen und Drahtiginnen (so heißen nämlich die Einwohner von Drahtigistan).

Auf, vor und hinter der Bühne hatte in sieben Vorstellungen am 3. Adventwochenende alles so geklappt, wie sich das alle vorgestellt hatten. Nur ein paar Zuschauer mehr wären schön gewesen, auch bei einem Stoff, der vielleicht weniger bekannt ist, als die ganz großen Titel aus den letzten Jahren. Aber die Gäste, die da waren, können bestätigen, dass auch ein Stück mit unbekanntem Namen durchaus einen Besuch wert ist und dass die Mülheimer Märchenspieler auch in diesem Jahr wieder Märchenhaftes für Jung und Alt auf die Bühne gezaubert haben.

Josua zeigt Drache Gertrud ihr Baby. Foto: privat

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