Allgemeine Berichte | 13.07.2015

Mülheim-Kärlich feierte den „Tag der Feuerwehr“

Spaß und Action am Gerätehaus

Reinhard Hetzel wurde mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Silber ausgezeichnet

Ein richtiges Feuer durften Kinder mit Wasser aus einem Löschrohr löschen. HEP

Mülheim-Kärlich. Einen Feuerwehrhelm mit den Unterschriften aller 50  Mülheim-Kärlicher Floriansjünger erhielt der ehemalige Wehrführer Reinhard Hetzel beim „Tag der Feuerwehr“ auf dem Gelände des Gerätehauses. Sein Nachfolger Marco Ihrlich überreichte ihm dieses Geschenk anlässlich der Verleihung des Deutschen Feuerwehrehrenkreuzes in Silber.

Der Vorsitzende des Kreisfeuerverbands Mayen-Koblenz, Horst Helmes aus Mayen, erklärte bei der Ehrung vor hunderten Besuchern, dass Reinhard Hetzel in seiner Amtszeit von 2004 bis 2014 maßgeblich zum Zusammenwachsen der Einheiten Mülheim und Kärlich beigetragen habe: „Ihm ist es auch gelungen, die tief greifenden Veränderungen durch ständige Organisationsanpassung zu bewältigen“, lobte Helmes den verdienten Löschzugführer und fügte hinzu, dass Hetzel sich bei der Einführung der Drehleiter am Standort Mülheim-Kärlich intensiv um die entsprechende Ausbildung seiner Kameraden gekümmert und so die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen habe.

Der Dank des Kreisfeuerwehrverbandes galt aber auch Monika Hetzel,  die für die Unterstützung ihres Ehemanns einen großen Präsentkorb erhielt. Marco Ihrlich fügte von der Feuerwehr Mülheim-Kärlich noch einen Blumenstrauß hinzu, weil Monika „bei jeder Aktion dabei und im Hintergrund die gute Seele im Feuerwehrhaus war.“  Der Beigeordnete Thomas Przybylla dankte Hetzel mit einem Weinpräsent auch im Namen von Verbandsbürgermeister Georg Hollmann. „In Jahrzehnten hat Reinhard Hetzel sich für das Gemeinwesen mehr als verdient gemacht“. Zu den Gratulanten für die Auszeichnung zählten auch Wehrführer Arnd Lenarz sowie der Landtagsabgeordnete Josef Dötsch.

Feuerwehr zeigte all seine Facetten

Vor und nach diesem offiziellen Akt nahmen hunderte Besucher freudig die Angebote der Feuerwehreinheit Mülheim-Kärlich an. Die 50 Aktiven und viele Partnerinnen und Partner waren für diesen „Tag der Feuerwehr“ etwa acht Stunden im Einsatz. Da wurde nicht nur Kuchen gebacken, Kaffee gekocht, Steaks und Würstchen gegrillt, Bier gezapft und Getränke ausgegeben, sondern auch die Aufgaben und Möglichkeiten der Mülheim-Kärlicher Wehr dargestellt. Das reichte von der Geräteausstellung mit Drehleiter und Wasserkanone sowie dem Rettungsschereneinsatz an einem verunglückten Auto bis hin zur Demonstration der Wärmebildkamera in einem verrauchten Zelt, das in diesem Fall natürlich mit Disconebel gefüllt war.

Bisher gab es in Mülheim-Kärlich eine Blaulichtparty für Erwachsenen. „Wegen der Nachfrage von Familien mit Kindern hatten wir uns für den ersten ’Tag der Feuerwehr‘ entschieden“, erläuterte Wehrführer Marco Ihrlich, fügte aber hinzu, dass es abends Party mit Livemusik gab.

Bei dem Angebot für die Kleinen am „Tag der Feuerwehr“ wollte man fast noch einmal Kind sein. Denn die Wehrleute erzeugten in einer besonderen Vorrichtung mit Propangas ein großes Feuer, das die Kinder mit Wasser aus einem echten Löschrohr immer wieder löschen durften. Die Begeisterung war so groß, dass es oft sogar kleine Warteschlangen gab. Weiterhin wurden noch Schlauchkegeln, der heiße Draht für Geschicklichkeit und ein lustiges Wasserspritzspiel geboten.

Fünf Vierbeiner hatte die Rettungshundestaffel der Feuerwehr Lahnstein mitgebracht, schließlich ist der Einheitsführer aus Mülheim-Kärlich. Eine waagerechte Leiter überwinden, durch einen Reifen springen und ähnliche beeindruckende Dinge zeigten diese ausgebildeten Hunde.

Und wenn während dieses großen Fests ein echter Feuerwehreinsatz notwendig gewesen wäre? „Dann wäre sofort unsere 20-köpfige Bereitschaft ausgerückt“, erklärte Ihrlich, „denn die durfte zwar feiern, aber ohne Alkohol.“  Der Erlös des „Tags der Feuerwehr“ geht an den Förderverein, der so gewisse Dinge für die Einheit anschaffen kann.

Wehrführer Marco Ihrlich dankte nicht nur Reinhard Hetzel, sondern auch dessen Ehefrau Monika für ihre Unterstützung.

Wehrführer Marco Ihrlich dankte nicht nur Reinhard Hetzel, sondern auch dessen Ehefrau Monika für ihre Unterstützung.

Ein richtiges Feuer durften Kinder mit Wasser aus einem Löschrohr löschen. Fotos: HEP

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