Erster Spatenstich für die Erweiterung der Förder- und Wohnstätten in Kettig
Werkstattanbau kostet 1,5 Millionen Euro
Bis zum Frühjahr entstehen auf 360 Quadratmetern 16 neue Plätze für Behinderte
Kettig. Den ersten Spatenstich für die Werkstatt-Erweiterung sahen bei den Förder- und Wohnstätten (FWS) in Kettig etwa 80 Gäste und Bewohner der Einrichtung. Nachdem die FWS-Hausband zum Auftakt gespielt hatte, blickte FWS-Geschäftsführer Dr. Alfred Marmann auf die Planung dieses Anbaus.
Werkstattleiter Rolf Stamm verwies auf die Notwendigkeit dieses Erweiterungsbaus: „Der sollte schon 2015 fertig sein, jedoch musste das Projekt aus verschiedenen Gründen mehrfach verschoben werden.“ Schließlich kostet der Erweiterungsbau 1,5 Millionen Euro, die aus verschieden Quellen, das meiste zahlen die FWS-gGmbH- Mitglieder, das sind das Heilpädagogisch-Therapeutisches Zentrum, Neuwied, Verein zur Betreuung blinder und sehbehinderter Kinder e.V., Neuwied, Verein für Menschen mit Behinderung e.V., Neuwied/Andernach und Stiftung Parität, Saarbrücken. Natürlich gibt es auch öffentliche Zuschüsse und Spenden unter anderem vom FWS-Förderverein Kettig, deren Vorsitzender Ortsbürgermeister Peter Moskopp ist.
Rolf Stamm erläuterte, dass in dem 360 Quadratmeter großen Erweiterungsbau 16 neue Arbeitsplätze entstehen. „Die Werkstatt ist für 52 Menschen mit schwerer- und Mehrfachbehinderung viel zu klein, denn sie ist nur für 42 konzipiert“, unterstrich der Werkstattleiter.
Und so freut man sich in der FWS, dass es jetzt losgeht mit dem Neubau, er steht wegen der Höhe der vorhandenen Werkstatt auf Pfeilern und damit unten später weitere Räume entstehen können, der bereits im Frühjahr nächsten Jahres fertig ist. Der Generalunternehmer, die Firma Holzbauwerk Kastor aus Wiebelsheim, wird dann die neue Werkstatt, die sich laut Stamm architektonisch in den bestehenden Gebäudekomplex gut einfügt, schlüsselfertig übergeben.
Mit rotem Absperrband hatte der Werkstattleiter auf dem Verbundpflaster des bisherigen Parkplatzes die Größe des neuen Gebäudes markiert und wegen des Spatenstichs schon einige Steine entfernen lassen. So konnten Vertreter der FWS-Leitung, der Gesellschafter und der Baufirmen beim symbolischen ersten Spatenstich die Erde etwas hochwerfen.
Nach einer neuen Darbietung der FWS-Hausband lud Dr. Marmann alle Bewohner und Gäste zu Imbiss und Umtrunk ein, schließlich muss ein solches Ereignis auch gebührend gefeiert werden.
HEP
Dr Alfred Marmann (r.) und Rolf Stamm (l.) gaben Infos zu der Werkstatt-Erweiterung.
