Lokalsport | 28.10.2013

Fußballkreis Koblenz in der Saison 2013/14

Zwei Spielabbrüche in drei Tagen

Fußballkreis Koblenz kämpft mit zunehmender Gewalt auf den Spielfeldern

Koblenz.„Fair Play“ Problem im Raum Koblenz? Zugegeben, die Anfangszeile ist ein wenig provokant, aber wenn innerhalb von zehn Tagen vier Begegnungen der unteren Ligen vorzeitig beendet werden, dann müssen sich die Aktiven, Trainer und wohl auch Funktionäre rund um die Koblenzer Sportfelder schon Gedanken machen, wie sie die aufkeimende Gewalt, denn überall waren Überreaktionen von Spielern der Auslöser, wieder in den Griff bekommen.

Eines sei vorweg bemerkt. Die meisten Aktiven sehen ihr sportliches Engagement so, wie es auch sein sollte. Als Fitnessprogramm gepaart mit ein wenig sportlichem Ehrgeiz und einer geselligen Note. Aber leider gibt es immer wieder einige wenige Hitzköpfe, die dann bei brenzligen Situationen ausrasten und somit den sportlichen Ruf einer ganzen Mannschaft runterziehen. Schien die C-Klassenpartie des SV Niederwerth gegen Anadolu Spor Koblenz am 13. Oktober zunächst noch ein Einzelfall, so folgten eine Woche später gleich zwei D-Klassen Begegnungen, die vorzeitig abgepfiffen werden mussten.

Und dies setzte sich nun auch bei einem A-Jugend-Spiel um den Kreispokal fort, wo sich die SG Mülhofen/Sayn und die zweite Garnitur der Mülheimer A-Jugend gegenüberstanden. Die Gäste führten mit 2:1 und alles deutete auf einen Erfolg der Rheinlandligareserve hin. Der Knackpunkt geschah dann sechs Minuten vor dem Ende. Nach einem Foulspiel eines Gästespielers, welches auch von Schiedsrichter Florian Heyer gepfiffen wurde, revanchierte sich der Gefoulte selbst noch mit einem Faustschlag, was natürlich eine Rote Karte zur Folge hatte.

Die Akteure der Gastgeber attackierten den Schiedsrichter daraufhin dermaßen, dass ein weiterer Platzverweis, diesmal per Ampelkarte, gegen die Hausherren ausgesprochen wurde. Da auch diese Aktion die Gemüter nicht beruhigte und die Anfeindungen gegen den Schiedsrichter nicht eingestellt wurden, beendete er kurzerhand das Spiel. Der Mülheimer Sportverein ist in dieser Sache bereits ein gebranntes Kind. Bereits wenige Tage zuvor wurde das Spiel der D-Klassen Elf beim Stand von 4:1 für die SG 2000 acht Minuten früher beendet. Auch hier war ein Platzverweis der Auslöser. Diesem folgten Wortgefechte und eine Kopfnuss eines Cosmos Spieler und daraufhin auch der Abbruch der Partie. Cosmos Koblenz zog daraufhin die Konsequenzen, entschuldigte sich bei den Beteiligten und meldete daraufhin seine zweite Mannschaft kurzerhand ab.

Am selben Spieltag folgte in der gleichen Liga ein weiterer Spielabbruch. In Neuendorf eskalierte innerhalb von sechs Minuten die Situation. Metternich hatte in der 64.Minute nach einem 0:2-Rückstand ausgeglichen. Es folgten - innerhalb von fünf Minuten - vier Verwarnungen und zwei Feldverweise für die Hausherren und am Ende ein Spielabbruch. Nach dem letzten Platzverweis griffen Spieler und Zuschauer den Schiedsrichter an, woraufhin dieser die Partie beendete und sich in die Kabine der Germanen flüchtete. Vor allem bedenklich aus Neuendorfer Sicht, da einige der Aktiven noch „auf Bewährung“ spielen dürfen. Und mit dieser Begegnung wird sich wohl nicht nur die Sportgerichtsbarkeit befassen, da auch noch fünf Einsatzfahrzeuge der Polizei eintrafen, die letztendlich für Ruhe sorgten. Am Ende wurden hier fünf Spielerpässe der Gastgeber und Täter von der Verbandsspruchkammer mittlerweile mit langfristigen Sperren belegt wurden.

Wie jetzt die Verantwortlichen, vor allem im Kreisvorstand, sich dieser Problematik stellen, ist noch nicht bekannt. Zumindest in den Vereinen rührt sich etwas. So wird unter anderem im Internet auf  einer Facebook Plattform versucht einen regelmäßigen Kreisklassen-Stammtisch mit Trainern, Mannschaftsführern, Schiedsrichtern und auch Vertretern des Kreisvorstandes ins Leben zu rufen, um sich bei Problemen austauschen zu können, um so weitere Eskalation zu vermeiden.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Kreishandwerkerschaft
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Ostergrußanzeige
Osteraktion
Stellenanzeige Personalreferent/in
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Symbolbild.
541

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
15

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
428

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag
Essen auf Rädern
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Tag der offenen Tür
First Friday Anzeige März
SB Standesamt
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Dauerauftrag 2026