- Anzeige - Freisprechung der Tischlergesellen im VR-Bank FinanzCenter
21 Auszubildende lieferten ihr Gesellenstück ab
Neuwied. Einundzwanzig Auszubildende des Tischlerhandwerks im Bezirk Neuwied wurde vergangene Woche im VR-Bank FinanzCenter der Gesellenbrief ausgehändigt. Ausgerichtet wurde die Freisprechungsfeier von der VR-Bank RheinAhrEifel. Partner, Familie, die Ausbildungsmeister und die Berufschullehrer stießen stolz auf die frisch gebackenen Junghandwerker an.
„Sie haben heute den ersten Meilenstein im Berufsleben erreicht“, gratulierte Christian Kehr. Der Direktor Regionalmarkt Neuwied sprach vom verdienten Lohn für die Bemühungen der letzten Jahre. Den Ausbildungsbetrieben dankte Christian Kehr und hob die Bedeutung des heimischen Handwerks als Gegensatz zur Globalisierung hervor. Er bot den Junghandwerkern die Partnerschaft der VR-Bank Rhein-Ahr-Eifel an. Bei der Genossenschaftsbank, seit der Gründung 1849 mit dem Handwerk eng verwoben, stünde nicht die kurzfristige Gewinnmaximierung, sondern die wirtschaftliche Entwicklung im Vordergrund. „Wir sind Heimat und stehen für einen gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum“, so Christian Kehr. „Nutzen sie die Weiterbildungsmöglichkeiten und begeistern sie ihre Kunden. Das Handwerk hat goldenen Boden“, gab der Regionaldirektor den jungen Menschen mit auf den Weg.
Für die Weiterbildung zum Meister warb auch Michael Braun. „Aber lassen sie sich ruhig noch ein paar Jahre Zeit“, schmunzelte der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Mit Genugtuung berichtete Michael Braun, dass berufliche und akademische Abschlüsse mittlerweile nahezu gleichbehandelt werden. Und das heißt, dass den Gesellen ein Meisterbonus in Höhe von 15.000 Euro, je zur gleichen Teilen als „Aufstiegs BAföG“ und für die Kosten der Weiterbildung, zur Verfügung steht. „Ich begrüße sie als neue unter 5 Mio. Berufskollegen in der Wirtschaftsmacht von Nebenan“, sagte Michael Braun. Bei der Übergabe des Gesellenbrief unterstrich Obermeister Norbert Dinter, dass dieser kein Geschenk, sondern der Lohn für konsequente und disziplinierte Arbeit ist. „Wir sind stolz auf Euch“, konstatierte der Obermeister. Er dankte den Ausbildungsbetrieben, der Berufsschule und auch den Eltern, wenn mal schwierige Zeiten anstanden, für deren Mitwirkung und Unterstützung.
Leistungsstärkster Jahrgang
„Sie sind der leistungsstärkste Jahrgang seit sehr langer Zeit“, überrascht Ulrich Mandelkow die Gesellen und Festgäste. Der Berufsschullehrer der David-Roentgen-Schule hob die zusätzliche Bedeutung dessen hervor, als er an den Beginn der drei Ausbildungsjahre erinnerte. Wegen Corona durfte nämlich nicht im Klassenraum unterrichtet werden. Stattdessen saß man auf dem Schulhof im Kreis. Mit einem weinenden und lachenden Auge trennte sich Ulrich Mandelkow von den Gesellen. Weinend, weil es mit den erwachsen und reif gewordenen Menschen Spaß macht zu arbeiten. Lachend, weil es für den Lehrer ein Geschenk ist, Teil dieser tollen Entwicklung zu sein.
Prüfungsbester in diesem Jahr ist Niklas Meffert von der Schreinerei Egbert Balzar GmbH (Dürrholz). Sein Gesellenstück ist ein formvollendetes Barschränkchen aus Nussbaum mit grünem Epoxidharz. Lukas Alten (Tischlerei Klaus Görg GmbH, Rengsdorf) errang mit seiner Kommode aus Nussbaum die Auszeichnung „Gute Form 2023“.
Noch bis zum 28. Juli sind die Gesellenstücke im FinanzCenter der VR Bank Rhein-Ahr-Eifel in der Langendorfer Straße 131 zu bewundern. Bis zu achtzig Stunden, die maximal zulässige Anzahl, Arbeit stecken in den sehenswerten Exponaten. Möbelstücke aus Echtholz, die heute zu einer Seltenheit geworden sind. Bevor die Auszubildenen mit dem Tischlern beginnen konnten, mussten sie zunächst eine Zeichnung und ein Modell einreichen. Unter den 21 Gesellen, darunter zwei Frauen, sind auch vier aus dem Heinrich-Haus. Die Einrichtung der Josef-Gesellschaft war gleichzeitig Lehrbetrieb und Berufsschule mit einer intensiveren Betreuung. Die Prüfungskriterien waren allerdings die gleichen wie für alle anderen Auszubildenen auch.
Erfolgreiche Gesellen und Ausbildungsbetriebe
Ihren Gesellenbrief in der Tasche haben: Vivien Finken, Mika Heckenbach, Celine Schönberger und Connor Stamm (alle Heinrich Haus gGmbH, Berufsbildungswerk Neuwied), Stefan Gritschacher (Fensterbau Noss, Neuwied), Fabian Gruber (Josef Blaeser & Andreas Sauer, Holz in Form Neuwied), Jason Maurice Kinner (David Kensch, Nauort), Ole Massop (Tischlerei Klaus Görg GmbH, Rengsdorf), Niklas Meffert (Schreinerei Egbert Balzar GmbH, Dürrholz), Rüdiger Luca (Schreinerei Mertesacker GmbH, Leutesdorf), Philipp Schnelle (Anton Bahles GmbH, Kasbach-Ohlenberg), Maximilian Schomisch (Christoph Siegel, Anhausen), Paul Segebrecht (Helmut Bockshecker, Tischlermeister Unkel), Philipp Sowinki (Schreinerei Maria Laach GmbH), Christian Spütz (Tischlerei Sommer GmbH, Breitscheid), Bernhard Steinert (Johannes Fischer, Breitscheid), Tom Tietze (Christian Muthers, Linz), Lauritz Tillmann (Joachim Mühlhöfer & Sohn GmbH, Unkel), Mathis Wangler (Nordö Saunabaumanufaktur, Dattenberg), Nick Wilke (Die TISCHLERtekten GmbH, Großmaischeid), Jannik Zielgers (Planed GmbH, Rheinbreitbach).
FF
Lukas Alten und Niklas Meffert bekamen Sonderauszeichnungen für das beste Gesellenstück bzw. für die beste Prüfung.
Bis zum 28. Juli können im Raiffeisen-Finanzcenter die Gesellenstücke der erfolgreichen Tischler bewundert werden.
