Wirtschaft | 28.08.2018, 13:42 Uhr

-Anzeige- 19. Rheinbacher Ausbildungsmesse findet am Samstag, 22. September, statt

4000 Quadratmeter, über 100 Aussteller

Großes Interview mit Dr. Raffael Knauber, dem Geschäftsführer der Rheinbacher Wirtschaftsförderung

Dr. Raffael Knauber.privat
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Rheinbach. 4000 Quadratmeter, über 100 Aussteller, rund 300 Ausbildungsberufe und Studiengänge: Am Samstag, 22. September, findet die 19. Rheinbacher Ausbildungsmesse im Alliance Messegebäude im Rheinbacher Hochschulviertel statt. Im Interview blickt Dr. Raffael Knauber, Geschäftsführer der Rheinbacher Wirtschaftsförderung, die Veranstalter der Ausbildungsmesse ist, ein wenig voraus.

Was bietet die 19. Rheinbacher Ausbildungsmesse ihren Besuchern?

Dr. Knauber: Nach der Schule die richtige Ausbildung oder den geeigneten Studienplatz zu finden, kann für Schüler eine Mammutaufgabe sein. Die Rheinbacher Ausbildungsmesse bietet den jungen Menschen eine wesentliche Orientierungshilfe im „Job-Dschungel“. Die Jugendlichen erhalten Informationen über zahlreiche Ausbildungsberufe und Studiengänge. Sie erhalten die Chance, ihren Blick zu öffnen für ihre persönlichen und beruflichen Potenziale und Möglichkeiten. Zahlreiche Betriebe der Region nutzen die Messe seit Jahren als Plattform, um mit möglichen zukünftigen Azubis in Kontakt zu treten und über ihre Ausbildungsangebote und duale Studiengänge zu informieren. Auch Hochschulen aus Deutschland und der Niederlande stellen ihr Studienangebot vor und runden so das Angebot der Ausbildungsmesse ab. Ich hoffe, dass die Jugendlichen auch in diesem Jahr ihre Chancen wieder nutzen und sich aus erster Hand über die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten informieren und vielleicht schon erste Kontakte in Richtung Praktikum oder sogar Ausbildungsplatz knüpfen. Vorträge rund um das Thema Studium, Ausbildung und Bewerbung ergänzen das Angebot. Unter anderem berichtet die Bundeswehr über ihre zivilen und militärischen Laufbahnen, das Rheinbacher Pflege- und Betreuungsteam über die beruflichen Möglichkeiten in der Pflege und das Bonner Unternehmen AIFS über Au Pair, Work and Travel und Freiwilligenprojekte im Ausland. Als Erstaussteller dürfen wir in diesem Jahr unter anderem die HARIBO GmbH & Co. KG begrüßen. Das erfolgreiche bestehende Format der Rheinbacher Ausbildungsmesse wird 2018 durch den Punkt „Interkulturalität und Vielfalt“ ergänzt. Unter der Federführung des Kommunalen Integrationszentrums Rhein-Sieg wird es in diesem Jahr auch eine Anlaufstelle für Jugendliche mit Migrationshintergrund und junge Geflüchtete geben. Zur Unterstützung bei der Kommunikation mit den Ausstellern werden ehrenamtliche Sprachmittlerinnen und Sprachmittler zur Verfügung gestellt. Parallel werden verschiedene mehrsprachige Workshops angeboten.

Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Messen für angehende Auszubildende und Studierende. Ist die Resonanz der Besucher noch dieselbe wie vor einigen Jahren?

Dr. Knauber: Sicherlich ist das Angebot an solchen Messen größer geworden, aber der Bedarf ist nach wie vor da. Die Ausstellerzahl von über 100 Ausstellern, darunter viele namhafte Unternehmen, zeigt, dass die Messe nach wie vor ausgezeichnet angenommen wird. Wir haben hier ein breit gefächertes Spektrum von Unternehmen, öffentlichen Institutionen und Hochschulen am Messetag bei uns versammelt. Vom kleinen regionalen Handwerksbetrieb angefangen bis zum international agierenden Konzern ist alles vertreten. Alle Aussteller zusammen machen die besondere Qualität dieser Veranstaltung aus. Unser Vorteil ist zudem, dass wir eine freiwillige Messe sind. Die Schüler kommen nicht nur, weil sie von der Schule aus hingehen müssen. Wir haben von Anfang an darauf gesetzt, die Messe an einem Samstag zu organisieren. Das hat sich bewährt. Die jungen Menschen, die einen Teil ihrer Freizeit nutzen und hier zu uns nach Rheinbach kommen, sind erstens wirklich interessiert und zweitens zumeist auch sehr gut vorbereitet. Hinzu kommen die idealen Rahmenbedingungen, die das Messegebäude der Alliance bietet.

Ist es für Unternehmen heutzutage schwieriger, geeignete Azubis zu finden?

Dr. Knauber: Aufgrund abnehmender Bewerberzahlen infolge des demografischen Wandels und dem Trend zum Studium wird es zukünftig immer schwieriger, die Ausbildungsplätze zu besetzen. Die Unternehmen müssen aktiv werden, um potenzielle Auszubildende auf sich aufmerksam zu machen und die vielfältigen Vorteile einer dualen Berufsausbildung aufzuzeigen. Um das Image vieler Ausbildungsberufe zu verbessern und das Interesse von Jugendlichen zu steigern, müssen die Betriebe die jungen Erwachsenen bereits in der Phase der Berufsorientierung abholen. Auf der Rheinbacher Ausbildungsmesse ist diese Gelegenheit gegeben. Gleichermaßen gilt dies auch für die öffentliche Hand, wie zum Beispiel Kommunen und andere Behörden.

Welche Tipps gibt es von ihrer Seite für die Besucherinnen und Besucher der Ausbildungsmesse?

Dr. Knauber: Die wichtigste Regel auf Ausbildungsmessen lautet: offensiv auf die Menschen zugehen. Oft nehmen die Ausbildungsbetriebe ihre Azubis mit zur Messe, was einen Kontakt mit den Jugendlichen häufig ungezwungener und auf Augenhöhe ermöglicht. Jeder sollte sich Zeit nehmen, Fragen stellen. Es geht nicht darum, die meisten Flyer mit nach Hause zu nehmen, sondern wirklich relevante Informationen zu erhalten. Ein Notizblock sollte daher Pflicht sein. Dazu sollte sich jeder im Vorfeld über einzelne Betriebe informieren, sich konkrete Fragen überlegen und auch die jeweiligen Ausbildungsangebote der Unternehmen kennen. Kopien des Lebenslaufs oder Kurzbewerbungen können den Unternehmensvertretern überreicht werden, noch besser sind komplette Bewerbungsmappen. Mit einer guten Vorbereitung, einem ordentlichen Erscheinungsbild und einer namentlichen Vorstellung lassen sich weitere Pluspunkte sammeln.

Wo gibt es weitere Informationen zur Ausbildungsmesse?

Dr. Knauber: Für weitere Fragen zur 19. Rheinbacher Ausbildungsmesse steht das Team der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft der Stadt Rheinbach unter der Telefonnummer (0 22 26) 87 20 02 oder unter messe@wfeg-rheinbach.de gern zur Verfügung.

Dr. Raffael Knauber.Foto: privat

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