Wirtschaft | 29.07.2022

Technologie: Heinrich-Haus ermöglicht Azubis Zusatzqualifikation im 3D-Druck

Ausbildung in Richtung Zukunft

Das Heinrich-Haus wendet jetzt in der KWN (Kompetenzwerkstatt Neuwied) zukunftsweisende Technologie an und bildet junge Menschen im sogenannten „Additiven Fertigungsverfahren“ weiter. Foto: privat

Neuwied. Gehört oder gesehen haben es schon viele – wie ein 3D-Drucker funktioniert oder bedient werden muss, wissen aber die wenigsten. Das Heinrich-Haus wendet jetzt in der KWN (Kompetenzwerkstatt Neuwied) zukunftsweisende Technologie an und bildet junge Menschen im sogenannten „Additiven Fertigungsverfahren“ weiter.

3D-Drucker werden heute unter anderem in der Industrie, im Modellbau und der Forschung zur Anfertigung von Modellen, Prototypen oder beispielsweise von Werkzeugen genutzt. Auch in Kunst und Medizin bekommen die Drucker eine immer größer werdende Bedeutung. Um Bauteile von einem 3D-Drucker fertigen zu können, muss zunächst ein Modell in einem CAD-System entwickelt werden (CAD von engl. computer-aided design, zu Deutsch „rechnerunterstütztes Konstruieren“). Die Fachwelt geht davon aus, dass zukünftig viele Produkte nicht mehr durch Abnahme von Spänen erzeugt werden, z.B. durch Drehen oder Fräsen, sondern durch additive Fertigungsverfahren wie dem 3D-Druck.

Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, bietet die IHK (Industrie- und Handelskammer) eine kodifizierte Zusatzqualifikation „Additive Fertigungsverfahren“ für angehende Zerspanungsmechaniker und Mechatroniker an. Das Berufsbildungswerk Neuwied hat seinen leistungsstarken Auszubildenden nun die Möglichkeit geschaffen, diese Zusatzqualifikation zu erwerben, um erfolgreich auf dem Arbeitsmarkt durchzustarten.

Zusammen mit dem Ausbildungsbetrieb KWN hat die Berufsschule (BBS) des Heinrich-Hauses ein Konzept entwickelt, um diese Zusatzqualifikation möglichst vielen Auszubildenden anbieten zu können. Zunächst wird die CAD-Technik im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft an der BBS vermittelt: In dieser AG nehmen neben den Schülerinnen und Schülern verschiedener Klassen und Stufen auch Ausbilderinnen, Ausbilder und Lehrkräfte des Heinrich-Hauses teil. Die Lehrkräfte Anette Euler und Rudolf Baier brachten aus Wirtschaft und Universität viel Erfahrung im Umgang mit dem CAD-Programm mit ins Heinrich-Haus. Ein Computerraum in der Berufsschule wurde mit neuen leistungsstarken Rechnersystemen ausgestattet.

Im zweiten Schritt wird dann die additive Fertigung von Bauteilen in der KWN umgesetzt. Dazu wurden zwei professionelle 3D-Drucker angeschafft. Bei der Auswahl der Drucker wurde darauf geachtet, dass Optik und Bedienung den herkömmlichen Werkzeugmaschinen ähneln, um den Auszubildenden einen möglichst leichten Einstieg in die neue Technologie zu ermöglichen. Schon nach wenigen Wochen Unterricht in der Arbeitsgemeinschaft ist es nun den Schülern und Schülerinnen mit Unterstützung ihres Ausbilders Christoph Külbel möglich, ein 3D-Modell im Computer zu erzeugen und dies mithilfe des Druckers zu fertigen.

Insgesamt wurde eine Summe von 30.000 Euro in der KWN und der BBS Heinrich-Haus investiert. Axel Braunschädel, der Leiter der KWN, und Berufsschulleiter Martin Seul sind hoch zufrieden mit der Entwicklung. „Mit dieser Investition machen wir die Berufsausbildung im Heinrich-Haus zukunftssicher“ sind die beiden sich einig.

Das Heinrich-Haus wendet jetzt in der KWN (Kompetenzwerkstatt Neuwied) zukunftsweisende Technologie an und bildet junge Menschen im sogenannten „Additiven Fertigungsverfahren“ weiter. Foto: privat

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