Wirtschaft | 23.01.2018, 08:13 Uhr

- Anzeige - Kreissparkasse Ahrweiler zieht Bilanz

Bilanzsumme wächst deutlich und nähert sich der Zwei-Milliarden-Euro-Marke

Steigerung um knapp vier Prozent auf über 1,9 Milliarden Euro - Kundengeschäftsvolumen stieg um 4,4 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro

Vorstandsvorsitzender Dieter Zimmermann und Vorstandsmitglied Guido Mombauer freuen sich über ein erfolgreiches Jahr 2017 bei der Kreissparkasse Ahrweiler.JOST
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Kreis Ahrweiler. Die Kreissparkasse Ahrweiler blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück, das berichteten die beiden Vorstandsmitglieder Dieter Zimmermann und Guido Mombauer jetzt bei der Bilanzpressekonferenz des Kreditinstitutes. Zufrieden stellten sie fest, dass die Bilanzsumme um knapp vier Prozent auf über 1,9 Milliarden Euro gestiegen sei und das Kundengeschäftsvolumen als Summe aller Kredite, Einlagen und Wertpapierbestände sogar um gute 4,4 Prozent auf nunmehr 3,3 Milliarden Euro. „Das Wachstum resultiert ausschließlich aus dem Kundengeschäft“, freute sich Vorstandsvorsitzender Dieter Zimmermann, „die Sparkassenbilanz ist eine Kundenbilanz.“ Der Jahresüberschuss lag mit 2,6 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahresniveau. „Steigende Kosten und die aktuellen und absehbaren Herausforderungen lassen den Wind rauer werden Welt“, so Zimmermann.

Gutes Einlagengeschäft als Basis des Wachstums

Ein gutes Einlagengeschäft sei nach wie vor die Basis für Wachstum, wobei die Kunden weiterhin auf kurzfristige Anlagen setzten. Trotz niedrigster Zinsen seien die Kundeneinlagen erneut angewachsen auf deutlich über 1,5 Milliarden Euro. Die Sparer aus der Region legten ihr Geld weiter kurzfristig in Sicht-, Tages- und Termingeldern an, vermutlich in der Hoffnung, dass sich das Zinsniveau in absehbarer Zeit wieder erhöhe. So seien die kurzfristigen Anlagen deutlich um knapp acht Prozent auf knapp eine Milliarde Euro gestiegen. Die Einlagen der Kunden auf dem „guten, alten Sparbuch“ wuchsen sogar um 11,7 Prozent auf rund 250 Millionen Euro, obwohl es bei einem Zinssatz von 0,01 Prozent praktisch überhaupt nicht verzinst werde. „Das anhaltend niedrige Zinsumfeld stellt für die KSK Ahrweiler sowohl in der Kundenberatung als auch in der Kapitalanlage eine zunehmend größere Herausforderung dar“, zeigte sich auch Zimmermann nicht zufrieden mit der derzeitigen Zinssituation.

Auf der anderen Seite habe das Kreditgeschäft die ohnehin schon guten Vorjahre noch einmal überstiegen. Der Kreditbestand stieg nochmals um 57 Millionen Euro und erreichte mit über 1,4 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Vor allem die Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten sei weiter überdurchschnittlich und nach einem leichten Rückgang in 2016 weiter auf hohem Niveau, freute sich Zimmermann. Das Immobilienvermittlungsgeschäft bestätige den Trend zur eigenen Immobilie: Mit Objekten im Gesamtwert von rund 33 Millionen Euro sorgten die Immobilienvermittler der KSK für das beste Ergebnis in ihrer Geschichte; Edgar Heinen wurde für 2017 sogar erneut als bester Immobilienvermittler in ganz Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

Gute Ergebnisse bei den Sachversicherungen

Das hohe Niveau im Bauspargeschäft habe man jedoch nicht ganz erreichen können, bedauerte der Vorstandschef. Eine konsequente Ansprache der Kunden zur Abdeckung der wichtigen Bedarfsfelder „Absicherung von Lebens- und Sachrisiken“ und „Altersvorsorge“ hätten hingegen zu guten Ergebnissen bei den Sachversicherungen geführt. Bei den Versicherungen im Bereich „Handel, Handwerk und Gewerbe“ konnte das Geschäft um stolze neun Prozent ausgebaut werden. Die Risikolage aus dem Kundenkreditgeschäft und den Eigenanlagen war nach Ansicht der Bankchefs erneut gering, die KSK halte ihre eigene Risikovorsorge stabil auf einem niedrigen Niveau.

Statt in „Bau, Steine, Erden“ investiere die Kreissparkasse künftig mehr und mehr in digitale Anforderungen, ergänzte Vorstandsmitglied Guido Mombauer. Mit einem frühzeitigen Umdenken auch bei ihren Investitionsentscheidungen habe die Kreissparkasse bereits auf die digitalen Herausforderungen reagiert. Zudem sei das Institut ein wichtiger Motor für die heimische Wirtschaft, weil die allermeisten Aufträge an die Firmen vor Ort vergeben würden. „Die Kreissparkasse Ahrweiler strebt nicht nur Gewinne an, sondern achtet auch auf das Wohlergehen der Menschen und Unternehmen im Kreis Ahrweiler“, betonte Mombauer. Dazu gehöre es auch, dass die KSK im vergangenen Jahr gemeinsam mit ihren Stiftungen eine Fördersumme von insgesamt 477.000 Euro über Spenden und Sponsoring für und in die Region gegeben habe, darunter 126.600 Euro für Soziales, 111.600 Euro für die Sportförderung und über 135.000 Euro für die Kulturarbeit. Darüber hinaus zahlte das Kreditinstitut in 2017 gewinnabhängige Steuern in Höhe von 5,9 Millionen Euro.

Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital der Bank

Nach wie vor seien aber die Mitarbeiter das wichtigste Kapital der Bank, so Vorstandsvorsitzender Dieter Zimmermann, der weiterhin an seinem Wahlspruch festhält: „Banking is People!“ Die Mitarbeiter seien - egal ob persönlich, am anderen Ende der Telefonleitung oder hinter den elektronischen Anwendungen - auf allen Kanälen der Dreh- und Angelpunkt im Kontakt mit den Kunden. „Damit ist klar, in wen wir am meisten investieren.“ Insgesamt waren zum Jahreswechsel bei der KSK 416 Mitarbeiter tätig, davon 135 in Teilzeit. Mit 32 Auszubildenden sei die KSK nicht nur ein bedeutender, sondern auch ein flexibler Ausbilder und Arbeitgeber in der Region.

An Löhnen und Gehältern habe das Institut im vergangenen Jahr 22,7 Millionen Euro gezahlt; für den Bereich der Aus- und Weiterbildung sein darüber hinaus rund 400.000 Euro verwandt worden. „Mit individuellen Arbeitszeitmodellen, variablen Arbeitszeiten im Rahmen von Jahresarbeitszeitkonten und der Bereitstellung von Heimarbeitsplätzen hat sich die KSK Ahrweiler seit längerem auf die veränderte Gesellschaftsstruktur, das neue Rollenverständnis innerhalb der Familien und den demographischen Wandel eingestellt.“

Digitalisierung verändert das Kundenverhalten

Zu den zentralen Herausforderungen zählten weiterhin die ständig steigenden Anforderungen der Regulatorik sowie die Digitalisierung und das damit einhergehende veränderte Kundenverhalten. Deshalb habe man über die starken Investitionen in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter hinaus große Anstrengungen unternommen, um die Kunden noch besser dort abzuholen, wo und wie sie es wünschen, so Mombauer. Die Erfolge ihrer Qualitätsoffensive bestärkten die KSK einmal mehr darin, diese konsequent fortzusetzen; die Auszeichnung als „Beste Bank vor Ort“ durch die Gesellschaft für Qualitätsforschung stelle einen weiteren Beleg dafür dar.

„Die Beratung wird sich zukünftig inhaltlich und organisatorisch noch konsequenter am Kunden ausrichten, bei uns gehen persönliche und digitale Nähe Hand in Hand“, so der Vorstand weiter. Dazu werde der Zugang zur Sparkasse auf digitalem Wege weiterhin konsequent vereinfacht. Schon im vergangenen Jahr sei die Internetfiliale mit fünf Millionen Besuchen die bestbesuchte Geschäftsstelle der KSK Ahrweiler gewesen, was umgerechnet rund 14.000 Besuchen an jedem der 365 Tage entsprochen habe.

Online zwischen 8 und 20 Uhr persönlich erreichbar

Mittlerweile würden knapp 60 Prozent der Girokonten online geführt, über 9000 aktive App-Nutzer seien pro Monat aktiv. Mehr als 2000 Online-Produktanträge bedeuteten einen Zuwachs um stolze 130 Prozent, daher sei eine fortlaufende Erweiterung des Produktangebotes in der Breite und der Tiefe geplant. Zudem setze das neu errichtete Kunden-Service-Center mit vollumfänglichem, digitalem Beratungsangebot neue Maßstäbe. Text-Chat und Video-Chat machten eine unkomplizierte Online-Kommunikation von zu Hause aus zwischen 8 und 20 Uhr möglich. Darüber hinaus sei auch der Ausbau und die Individualisierung der Geschäftsstellen-Öffnungszeiten gut angenommen worden.

JOST

Vorstandsvorsitzender Dieter Zimmermann und Vorstandsmitglied Guido Mombauer freuen sich über ein erfolgreiches Jahr 2017 bei der Kreissparkasse Ahrweiler.Foto: JOST Foto: Photographer: Volker Jost Auf de

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