Wirtschaft | 08.04.2022

- Anzeige - Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr

Bluthochdruck und Diabetes sind Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen

Gefäßerkrankungen sind äußerst komplex. Kambiz Fadaei (Mitte), Chefarzt der Gefäßchirurgie am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr, rät Betroffenen und Menschen mit Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen. Foto: Marienhaus Krankenhaus Maria Hilf/Joachim Gies

Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Wir erleben es immer wieder, dass Patient:innen erst dann zu uns kommen, wenn sie schon ernsthaft erkrankt sind“, sagt Kambiz Fadaei, der Chefarzt der Abteilung für Gefäßchirurgie im Krankenhaus Maria Hilf. So war das auch bei dem 70-jährige Mann, der wegen starker Schmerzen in den Beinen die Gefäßchirurgie aufsuchte. Er hatte sich mehrere Jahre um seine pflegebedürftige Frau gekümmert. Die Pflege nahm ihn so in Anspruch, dass er seine eigene Gesundheit vernachlässigte. Erst nach dem Tod seiner Frau hatte er Zeit, wieder auf sich selbst und seine eigenen Beschwerden zu achten und zum Arzt zu gehen. „Und dann lautete seine Diagnose: Bluthochdruck, Diabetes mit außergewöhnlich hohen Werten und eine sehr schlechte Durchblutung beider Beine“, so Kambiz Fadaei. Der Patient litt an der sogenannten Schaufensterkrankheit, der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK). Sie war auch die Ursache für die Schmerzen beim Gehen.

Bei der PAVK bilden sich Ablagerungen an den Gefäßwänden der Arterien. Durch diese sogenannte Arteriosklerose verringert sich der Durchmesser der Gefäße, die das sauerstoffreiche Blut zum Beispiel in die Beine transportieren, erheblich. Muskeln und Organe werden nicht mehr ausreichend versorgt. „Im schlimmsten Fall kommt es zu kompletten Gefäßverschlüssen“, sagt Kambiz Fadaei.

Gefäßerkrankungen sind äußerst komplexe Erkrankungen. So fördern Bluthochdruck und ein schlecht eingestellter Diabetes die Arterienverkalkung und müssen immer mitbehandelt werden. Deshalb arbeiten die Gefäßchirurgen eng mit den Spezialisten der anderen medizinischen Disziplinen im Krankenhaus Maria Hilf zusammen: „Die Radiologen und die Angiologen kümmern sich zum Beispiel um die Diagnostik, die Internisten um die Regulierung des Diabetes und die Kardiologen um den hohen Blutdruck sowie die Gesundheit des Herzens“, sagt Kambiz Fadaei.

Zusätzlich stellten die Gefäßchirurgen bei dem Patienten in zwei Operationen die Blutversorgung beider Beine wieder her. Dafür erhielt er Bypässe: Mit Hilfe körpereigener Venen überbrückte Kambiz Fadaei die Gefäßverschlüsse in den Oberschenkeln.

Betroffene müssen anschließend regelmäßig zur Nachsorge kommen, denn die Arteriosklerose betrifft das gesamte Gefäßsystem. Es können sich an anderen Stellen ebenfalls Gefäßverengungen und -verschlüsse bilden. Damit steige die Gefahr chronische Wunden, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Gerade deshalb sei es so wichtig, betont Kambiz Fadaei, auf sich und seine Gesundheit zu achten, regelmäßig zum Arzt zu gehen und Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen, auch wenn man zum Beispiel durch die Pflege eines Angehörigen stark belastet ist. Denn so kann jeder seinen Teil dazu beitragen, lange gesund zu bleiben.

Pressemitteilung Marienhaus

Krankenhaus Maria Hilf

Gefäßerkrankungen sind äußerst komplex. Kambiz Fadaei (Mitte), Chefarzt der Gefäßchirurgie am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr, rät Betroffenen und Menschen mit Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen. Foto: Marienhaus Krankenhaus Maria Hilf/Joachim Gies

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