Wirtschaft | 12.04.2022

-Anzeige - Eigentümerwechsel bei RHODIUS Schleifwerkzeuge in Burgbrohl

Die Chemie stimmt

Seit dem 1. April 2022 gehört der Werkzeughersteller RHODIUS Schleifwerkzeuge zur indischen Unternehmensgruppe CUMI. Foto: privat

Burgbrohl. Seit dem 1. April 2022 gehört der Werkzeughersteller RHODIUS Schleifwerkzeuge zur indischen Unternehmensgruppe CUMI. Vom 6. bis zum 8. April 2022 besuchten die neuen Eigentümer ihren deutschen Partner in Burgbrohl. Eine alte und überaus bewährte Kaufmanns-Weisheit lautet, dass die besten Geschäfte immer genau die sind, bei denen am Ende und auf Dauer alle Beteiligten sehr zufrieden sind: Käufer, Verkäufer – und im Falle eines Eigentümerwechsels bei Unternehmen natürlich auch die betroffene Belegschaft und Gemeinde. Neudeutsch heißt so etwas „Win-win-Situation“. Wie so etwas in der Praxis aussehen kann, zeigen die jüngsten Ereignisse in Burgbrohl: Da ist zum einen als „Verkäufer“ die Firma RHODIUS Schleifwerkzeuge, die seit 1952 im Brohltal Werkzeuge für die maschinelle Bearbeitung von Metall und Stein herstellt. Das bislang inhabergeführte Familienunternehmen beschäftigt weltweit über 300 Mitarbeiter und ist mit einzigartigen Fertigungsverfahren Innovations- und Qualitätsführer für Trenn-, Schrupp- und Fächerscheiben „Made in Germany“. Die Produkte werden unter eigenem Namen verkauft, RHODIUS produziert aber auch für andere bekannte Marken („Private-Label-Geschäft“). RHODIUS Schleifwerkzeuge ist in allen Bereichen kerngesund und erzielte 2021 einen historischen Rekordumsatz. Die Herausforderungen für die Zukunft lauten unter anderem „Rohstoffbeschaffung“ und „Stärkung des globalen Vertriebs“. Da die RHODIUS - Geschäftsleitung schon immer nach dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“ handelte, gehören technische Weiterentwicklungen und ein Ausbau der Fertigungskapazitäten fest zur Zukunftsplanung – und dafür benötigt man langfristig orientiertes Wachstumskapital.

Und dann haben wir als „Käufer“ das 1954 gegründete indische Unternehmen „Carborundum Universal Limited“, kurz CUMI, mit weltweit über 5000 Mitarbeitern, die sich unter anderem mit der Entwicklung innovativer Materiallösungen und Dienstleistungen im

Schleifmittel-Bereich beschäftigen. CUMI besitzt eigene Rohstoff-Minen, betreibt Schleifkorn-Werke sowie Forschungs- und Entwicklungszentren und vertreibt ein vollständiges Schleifmittel-Sortiment. CUMI hat unter anderem Standorte in Australien, Südafrika, Thailand und den USA – und war auf der Suche nach einem Partner als „Türöffner“ zur westlichen Welt und am liebsten mit Premiumprodukten „Made in Germany“. Ahnen Sie nun, wie RHODIUS Schleifwerkzeuge und CUMI zusammenkommen konnten? Richtig, Stichwort „Win-win-Situation“. Doch gemeinsame wirtschaftliche Interessen sind das eine, der persönliche Kontakt ist der andere, für eine gute Zusammenarbeit genauso wichtige Aspekt. Diesen Kontakt gab es vom 6. bis zum 8. April in Burgbrohl. Es war den CUMI-Geschäftsführern und insbesondere dem Mehrheitsgesellschafter M. M. Murugappan ein großes Anliegen, sich den RHODIUS-Mitarbeitern persönlich vorzustellen. Die vier „Kennenlern-Tage“ waren randvoll gepackt mit anspruchsvollem Erfahrungsaustausch, zu dem auch eine Werksführung und Praxistests im RHODIUS Competence Center gehörten, bei dem sich das durchaus Schleifwerkzeug-erfahrene CUMI-Management besonders von Innovationen wie der ultradünnen 0,6-Millimeter-Trennscheibe und der Sicht-Lamellenschleifscheibe beeindruckt zeigte.

Der studierte Chemie-Ingenieur M. M. Murugappan, in vierter Generation für das indische Familienunternehmen aktiv, ließ es sich nicht nehmen, seine Rede zur Belegschaft auf Deutsch einzuleiten, bevor er aufs Englische wechselte. Es war dem Firmeneigner wichtig, den RHODIUS-Mitarbeitern die fünf tragenden Werte seiner Firmengruppe zu vermitteln, die für sein Management und sein Handeln stehen: Rechtschaffenheit, Qualität, Leidenschaft, gegenseitiger Respekt und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Er wünsche sich hohes Wachstum durch die mit RHODIUS entstehenden Synergien, Steigerung der Produktion und Ausbau und Förderung der Mitarbeiter-Kompetenzen. Ihn begeistere bei RHODIUS der Mix aus erfahrenen und jungen Kollegen, so der indische Top-Manager. Alles nur fromme Worte und „Fishing for Compliments“? Wohl kaum, denn die zahlreichen Unternehmens-Übernahmen, die CUMI schon bislang weltweit abwickelte, folgten immer dem gleichen Muster: In keinem dieser Unternehmen haben indische Manager übernommen, überall sind weiterhin regionale Geschäftsführer aktiv, und in allen Unternehmen spielt auch das soziale Umfeld eine wichtige Rolle. Der letztgenannte Punkt dürfte besonders den Burgbrohler Ortsbürgermeister Walter Schneider und den Verbandsbürgermeister Johannes Bell interessieren. Die beiden Herren nutzten den Kennenlern-Besuch ebenfalls und überreichten dem CUMI-Management das Wappen von Burgbrohl und das Wappen vom Brohltal. M. M. Murugappan, der als Gastgeschenk ein gerahmtes Kunstwerk mit großer symbolischer Bedeutung mitgebracht hatte (ein Pfau, indischer Nationalvogel, der für Langlebigkeit und Reinheit steht), fand in seiner Rede zur Belegschaft perfekt passende Schlussworte: „Wir von CUMI und Murugappa heißen Sie alle herzlich willkommen und freuen uns darauf, Teil von RHODIUS Schleifwerkzeuge und gute Bürger von Burgbrohl und Deutschland zu sein.“ Es sieht also so aus, als ob da zusammenkam, was zusammengehört, alle Beteiligten sehr zufrieden sein können und es im Brohltal auch weiterhin gute Geschäfte und gesicherte Arbeitsplätze geben wird. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Chemie stimmt, und RHODIUS Schleifwerkzeuge heißt seit dem 1. April 2022 „RHODIUS Abrasives GmbH“.

Pressemitteilung

Rhodius Schleifwerkzeuge

Seit dem 1. April 2022 gehört der Werkzeughersteller RHODIUS Schleifwerkzeuge zur indischen Unternehmensgruppe CUMI. Foto: privat

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  • Karl Matheis: Eine unendliche Geschichte, alle Beteiligten sollten mal darüber nachdenken, ob sie heute ein Haus bauen würden mit Plänen aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts! Bei Straßen wollen wir dies offensichtich machen.
  • Rainer Hohn: Wenn man um Cannabis so nen Wind machen würde, wie man hier unreflektiert und regelmässig den Alkohol feiert, würden sich alle wieder aufregen. Ein toxisches Nervengift, welches unter allen Drogen die meisten Toten zu verantworten hat.
  • illgen: was soll der mist dann . wenn sich jeder mal an die eigene nase packt dann würde es nicht da so gefährlich sein . auch die bussfahrer sollten sichmal sn die eigene nase packen und dort langsamer fahren.
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