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Digitalisierung hilft

Der Arbeitsalltag bei der evm hat sich verändert – Bewährte Krisen- und Notfallpläne richten alle Prozesse auf die Sicherstellung der Versorgung aus

Digitalisierung hilft

Kritische Infrastruktur: Die Schaltmeister in der Netzleitstelle der evm-Gruppe arbeiten während der Corona-Krise getrennt voneinander. Foto: Sascha Ditscher/evm

30.03.2020 - 14:22

Koblenz. Es sind besondere Zeiten, und auch bei der Energieversorgung Mittelrhein (evm) ist alles ein wenig anders. Wer durch die Flure der Hauptverwaltung am Moselufer geht, der begegnet kaum jemandem. Die meisten Büros sind verwaist, der Parkplatz fast leer. Eines hat sich derweil nicht geändert: die Versorgungssicherheit. Energie liefert das Unternehmen so zuverlässig wie seit 134 Jahren. „Dank der Digitalisierung konnten wir sehr schnell auf Homeoffice-Betrieb umstellen. Ein Großteil unserer rund 1000 Mitarbeiter arbeitet aktuell von zu Hause aus. Besprechungen finden online über Microsoft-Teams und andere Tools statt“, berichtet Vorstandsvorsitzender Josef Rönz.

Nicht nur die Digitalisierung hilft der evm und ihren Tochtergesellschaften dabei, gut durch die derzeitige Corona-Krise zu kommen. Auch die bestehenden und erprobten Krisen- und Notfallpläne sorgen dafür, dass nichts dem Zufall überlassen wird. Alle Prozesse sind darauf ausgerichtet, die Bürger stabil mit Strom, Erdgas, Wasser und Wärme zu versorgen. „Unser Notfallmanagement bewährt sich in dieser Krise“, erläutert Dr. Andreas Hoffknecht. Er ist Geschäftsführer der Energienetze Mittelrhein, der Netzgesellschaft der evm, und sorgt mit seinen rund 550 Mitarbeitern dafür, dass die Energieversorgung auch in diesen Zeiten sicher und zuverlässig funktioniert. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der evm, Josef Rönz, leitet er den Krisenstab. „Das Thema Versorgungssicherheit hat für uns oberste Priorität“, betont Josef Rönz.

Klar ist: Alle Tätigkeiten, die einen persönlichen, unmittelbaren Kundenkontakt mit sich bringen, ruhen oder sind auf ein Minimum reduziert. So sind die Kundenzentren geschlossen, die Erhebung der Erdgasgeräte im Rahmen der Erdgasumstellung ruht, und die Energieberater können keine Hausbesuche durchführen. Neue Hausanschlüsse können in Absprache mit den jeweiligen Kunden weiter gelegt werden. Nach wie vor im Einsatz sind die Monteure, die Strom- und Gasleitungen warten und instand halten. Auch hier zahlt sich die Digitalisierung aus, die in der evm-Gruppe schon weit fortgeschritten ist: „Wir verfügen über eine zentrale Arbeitssteuerung. Das sieht in der Praxis so aus, dass der Monteur seine Aufgaben auf seinem Tablet angezeigt bekommt und alles dort auch dokumentiert“, erläutert Andreas Hoffknecht. War früher der morgendliche Gang ins Meisterbüro Standard, so können die Monteure heute von zu Hause direkt zu ihren Einsatzstellen fahren, ohne sich einem Ansteckungsrisiko auszusetzen.


Schaltmeister räumlich getrennt


Besonders sensibel ist die Arbeit der Netzleitstelle in Koblenz. Von dort aus wird das komplette Strom- und Erdgasnetz der evm-Gruppe überwacht und gesteuert. Tritt eine Störung auf, sorgen die Schaltmeister der Netzleitstelle dafür, dass diese schnell behoben wird. „Als Betreiber kritischer Infrastruktur sind wir uns unserer Verantwortung bewusst. Wir haben daher alle notwendigen Vorkehrungen getroffen, um den Betrieb der Netzleitstelle sicherzustellen“, berichtet Josef Rönz. So konnten die hochspezialisierten Schaltmeister dank entsprechender dezentraler Möglichkeiten räumlich voneinander getrennt werden, um ein Ansteckungsrisiko zu vermeiden. „Überhaupt ist die Zahl der Kollegen, die sich in Quarantäne begeben mussten, ausgesprochen überschaubar, sodass wir auch in der Corona-Krise voll einsatzfähig sind“, stellt Rönz fest.


Wasserversorgung krisensicher


Dank technischer Möglichkeiten stellt sich die Situation im Wasserwerk auf dem Oberwerth ebenfalls krisensicher dar. Im Auftrag der Vereinigten Wasserwerke Mittelrhein führt die evm den Betrieb und hat die Steuerung der Anlagen weitgehend automatisiert. Auch um die Wasserversorgung im Bereich der Stadtwerke Remagen kümmert sich die evm. „Unsere Fachkräfte können das System mobil über Tablets steuern, ohne physisch im Wasserwerk anwesend zu sein“, erklärt Wolfgang Kochhan, Leiter des Bereichs Wasserwirtschaft. Wird eine Fehlermeldung angezeigt, kann der diensthabende Kollege vom Tablet aus eingreifen. Auch das hilft in Zeiten der Corona-Pandemie.

evm

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Kommentare
Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.

Koblenzer Schulen

juergen mueller:
Etwas anderes war von Herrn Roos auch nicht zu erwarten - zumindest öffentlich - als das man mit dem Krisenmanagement u.sogen.Stellschrauben,wenn überhaupt,das macht man dann unter sich aus.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
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