Wirtschaft | 22.02.2021

- Anzeige - Gerade Menschen mit Beeinträchtigungen macht die Pandemie zu schaffen

Eine sinngebende Struktur ist wichtig

Um die Menschen mit Beeinträchtigung an die Corona-Schutzmaßnahmen zu gewöhnen, haben sich die Betreuerinnen und Betreuer auch in den Wohnheimen und in den Tagesförderstätten kreative Lösungen überlegt.Foto: Thomas Zenner

Cochem-Zell/Mendig. „Hochmotiviert und gerne kommen die Beschäftigten zu uns in die Werkstätten – auch in diesen Zeiten“, berichtet Thomas Zenner, Einrichtungsleiter der Caritas Werkstätten im Kreis Cochem-Zell, die zur St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe GmbH gehören. Denn die Arbeit in den Werkstätten schaffe für die Menschen mit Beeinträchtigung eine Struktur im Alltag, die sie sich nicht selbst geben könnten. Selbst die strikten Hygienemaßnahmen nähmen die Beschäftigten dafür in Kauf – und kämen damit erstaunlich gut zurecht, so Zenner.

Um die Menschen mit Beeinträchtigung an die Corona-Schutzmaßnahmen zu gewöhnen, haben sich die Betreuerinnen und Betreuer auch in den Wohnheimen und in den Tagesförderstätten kreative Lösungen überlegt. „Wir mussten ganz vorsichtig anfangen, die Menschen mit Beeinträchtigung an die Maßnahmen wie das Maske-Tragen heranzuführen. Gerade das Gefühl, etwas im Gesicht zu tragen, akzeptieren die meisten zunächst nicht. Deshalb war die Idee, zunächst mit leichten Schals oder Halstüchern an das Gefühl zu gewöhnen, bis wir es auf Masken ausweiten konnten“, erzählt Stephanie Pohl, Leiterin der Tagesförderstätte des Caritas Zentrums in Mendig. In den Werkstätten können die Beschäftigten den gelernten Umgang mit den Schutzmaßnahmen anwenden, was die Arbeit dort erleichtere.

Damit die Menschen mit Beeinträchtigung weiterhin einen stabilen – wenn auch anderen – Tagesablauf haben und individuell gefördert werden können, haben die Werkstätten und Tagesförderstätten vieles angepasst, so Pohl. „Als die Bewohnerinnen und Bewohner gar nicht zur Arbeit konnten, kamen Betreuerinnen und Betreuer aus den Werkstätten und brachten die Arbeit ins Wohnheim.“ Außerdem seien die Menschen mit Beeinträchtigung individuell angeleitet und begleitet worden, um digital mit ihren Angehörigen zu sprechen. Auch viele alternative Angebote habe die Einrichtung ermöglicht, etwa die Veranstaltungsreihe „Kultur im Garten“. „Es war überwältigend, wie viele ehrenamtliche Künstler unserem Aufruf gefolgt sind“, schwärmt Pohl von der Aktion im vergangenen Jahr. „Dabei konnten die Bewohnerinnen und Bewohner von ihrem Balkon aus Clowns, Sänger, Musikvereine und vieles mehr bewundern.“

Das Wichtigste sei jedoch die sinngebende Struktur des Alltags, die je nach Fähigkeit der Menschen mit Beeinträchtigung individuell durch die Werkstätten oder Tagesförderstätten geschaffen und ermöglicht werde, erklärt Pohl. „Ohne das bricht für sie eine Welt zusammen, sie haben Angst und sind unsicher. Das kann bis zum Verlust von Halt und Orientierung oder zu depressiven Verstimmungen gehen“, sagt sie. In diesem Punkt stimmt auch Einrichtungsleiter Zenner ihr zu. „Es wäre schlimm, wenn durch die Pandemie die Aufträge für die Caritas Werkstätten weniger werden würden und es fortan an Arbeit fehlen würde.“

Weitere Informationen zur St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe GmbH gibt es unter www.st-raphael-cab.de, Tel.: (0 26 51) 4 96 80 und E-Mail: info@srcab.de.

Pressemitteilung der

Bischöflichen Pressestelle Trier

Um die Menschen mit Beeinträchtigung an die Corona-Schutzmaßnahmen zu gewöhnen, haben sich die Betreuerinnen und Betreuer auch in den Wohnheimen und in den Tagesförderstätten kreative Lösungen überlegt.Foto: Thomas Zenner

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Monatliche Anzeige
Holz Loth-Entsorgung
Oster-Anzeige
Doppelseite PR/Anzeigen
Titel
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
First Friday Anzeige März
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Mitarbeiter IT-Administrator
Empfohlene Artikel
Die Moses AG würdigte alle Jubilare mit großer Wertschätzung und Dankbarkeit.  Foto: privat
15

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In besonderer Atmosphäre und bei genussvollen Stunden hat die Moses AG ihre Jubilare des Jahres 2025 im Genusshof Bell in Ahrweiler gefeiert. Gemeinsam mit sieben weiteren langjährigen Mitarbeitenden, die in den vergangenen Jahren nicht an einer Ehrung teilnehmen konnten, entstand ein Abend voller persönlicher Gespräche, Erinnerungen und Dankbarkeit.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
388

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
15

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
425

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Dauerauftrag Imageanzeige
Rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Anlagenmechaniker
Osterangebot
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Kreishandwerkerschaft
Innovatives rund um Andernach
PR-Anzeige
Imageanzeige - Ostern