- Anzeige - PSD Bank Koblenz eG
Erste virtuelle Generalversammlung
Koblenz. Wie jedes Jahr sollte die Generalversammlung in Präsenz in der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz stattfinden. Mehr als 200 der insgesamt 17.796 Mitglieder des genossenschaftlich organisierten Kreditinstituts sind dort jedes Jahr vor Ort versammelt. Ob eine „normale“ Versammlung in diesem Jahr überhaupt möglich sei, das war fraglich – deshalb entschied man sich schon im August für die sichere und virtuelle Variante.
„Wie wir jetzt wissen, war es eine gute Entscheidung – wenn auch keine einfache. Auch bei einer virtuellen Versammlung müssen alle formalen Vorgaben aus dem Genossenschaftsgesetz erfüllt sein. Bei der Vorbereitung waren insbesondere Sorgfalt beim Einladungsprozess und den Wahlvorgängen gefragt“, führt Ludwig Krämer, Aufsichtsratsvorsitzender der PSD Bank Koblenz, aus.
Rückblickend kann sich das Institut über ein gesundes Wachstum bei gleichbleibenden Kosten freuen. Ein positives und wesentlich verbessertes Ergebnis wurde auch durch die ständige Optimierung der internen Prozesse unterstützt.
Die Bank hat trotz unverändert schwieriger Rahmenbedingungen wie der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank, den steigenden Anforderungen aus dem Bankenaufsichtsrecht sowie durch eine unverändert rückläufige Renditeentwicklung das vergangene Geschäftsjahr mit einem deutlich besseren Ergebnis gegenüber dem Vorjahr abgeschlossen. So stieg die Bilanzsumme im abgelaufenen Geschäftsjahr um 4,25 Prozent auf 687 Mio. Euro.
Das Gesamtvolumen der Kundenanlagen beläuft sich auf rund 503 Mio. Euro. Ein neu investiertes Kundenvermögen von mehr als 5,4 Mio. Euro wurde an Union Investment vermittelt, damit hat das Institut mehr als 1.400 zufriedene Fondskundinnen und -kunden.
Das Neukreditgeschäft lag mit Zusagen von rund 81 Millionen Euro konstant auf dem Vorjahresniveau, dadurch stieg der Kreditbestand 2019 um 3,1 Prozent auf 545 Mio. Euro an. Voraussetzung für die Kreditvergabe war bisher ein Angestellten- oder Beamtenverhältnis, seit Juni 2019 können auch Selbstständige und Freiberufler ihren Traum vom Eigenheim oder Renditeobjekte mit der PSD Bank Koblenz als Finanzierungspartner realisieren. Dank der fest fixierten Regeln bei der Kreditvergabe blieben die Abschreibungen bei Krediten weiter auf niedrigem Niveau und die Risiken bei laufenden Krediten minimal.
Schwerpunkt war es, auch im Jahr 2019 den Eigenkapitalbestand weiter auszubauen. Das Finanzinstitut gehört innerhalb der PSD Bankengruppe mit einer Eigenkapitalquote von 18,8 Prozent zu einer der eigenkapitalstärksten Banken – sehr bewusst – denn die geplanten Investitionen sollen eine entsprechende Deckung erfahren und die Handlungsfähigkeit soll jederzeit erhalten bleiben. Neue Geschäftsfelder und Ertragsquellen werden so gestützt, so Vorstandsmitglied Peter Greiner.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind durchaus spürbar und bedingen eine große gemeinsame Anstrengung. Die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank bewirkt, dass die Margen für Kredite mit dem Zinsniveau sinken, und die Einlagen, für welche die Banken mittlerweile Negativzinsen zahlen, belasten die Ertragssituation zusätzlich. Neue strategische Geschäftsfelder sind daher unabdingbar. Der Vorstandsvorsitzende Bernd Schittler führt aus, dass die PSD Bank Koblenz schon seit einigen Jahren ihr Immobilienportfolio sukzessive weiter ausbaut. Die Assets, welche sich aus Immobilienfonds und Direktinvestitionen zusammensetzen, machen mittlerweile sechs Prozent der Bilanzsumme aus und entwickeln sich weiterhin positiv.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat aufgrund der Corona-Pandemie einen eindringlichen Appell an alle Banken gerichtet, auf die Auszahlung von Dividenden in diesem Jahr zu verzichten und vorrangig Rücklagen zu schaffen. Dieser Empfehlung folgten der Vorstand und der Aufsichtsrat der Bank.
Als regionale Direktbank und Genossenschaftsbank liegt dem Institut auch das soziale Engagement in der Region am Herzen. So unterstützt die Bank soziale Einrichtungen, die Bildung junger Menschen, karitative Institutionen, das Brauchtum und den Breitensport. „Soziales Engagement gehört zu den wesentlichen Eigenschaften des genossenschaftlichen Geschäftsmodells. Diese Unterstützung können wir nur mit Hilfe unserer Kunden und Mitglieder realisieren, denn durch ihre Teilnahme am Gewinnsparen wird die Spendentätigkeit erst möglich“, freut sich Bernd Schittler, Vorstandsvorsitzender der PSD Bank Koblenz eG. Insgesamt konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr 69 Vereine und Projekte mit 135.000 Euro unterstützt werden.
Verabschiedung des langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden der PSD Bank
Die Amtsperiode der Aufsichtsratsmitglieder beträgt drei Jahre. Franz Merkes und Dr. Joachim Schneider kandidierten in diesem Jahr erneut, weitere fünf Kandidaten traten erstmalig an.
Verabschiedet wurde Aufsichtsratsvorsitzender Ludwig Krämer, der seit 14 Jahren den Vorsitz innehatte und insgesamt 21 Jahre im Aufsichtsrat der PSD Bank Koblenz aktiv war. Er wurde unter anderem vom Vorsitzenden der PSD Banken e. V., Dieter Jurgeit, mit der Heinrich-von-Stephan-Nadel für besondere Verdienste um die PSD Bank geehrt.
Jurgeit übergab die Ehrung virtuell aus dem Standort in Bonn: „Ludwig Krämer hat uns nicht nur 21 Jahre lang begleitet, er hat uns in guten und schweren Zeiten unterstützt, Finanzkrisen gemanagt und die PSD Bank Koblenz sowie die gesamte Gruppe mit nach vorne gebracht. Es gibt nur wenige PSD Aufsichtsratsmitglieder, die so lange im Amt sind oder waren und dabei so großes Engagement gezeigt haben.“ Auch der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Erwin Herrmann und die Vorstände der PSD Bank, Bernd Schittler und Peter Greiner, bedankten sich bei dem langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden für die vielen Jahre der guten, konstruktiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit. PSD Bank Koblenz eG
