Wirtschaft | 02.03.2021

Existenzangst der Friseure hat hoffentlich ein Ende:

Haarsträubende Zeiten haben ein Ende

Daniel Röber, Obermeister der Friseur-Innung des Kreises Ahrweiler. Quelle: Kreishandwerkerschaft AW

Kreis Ahrweiler. Licht am Ende des Tunnels: Seit dem 1. März dürfen die Friseursalons wieder öffnen. Die Existenzangst der Handwerksunternehmer hat damit hoffentlich ein Ende. „Das haben sich die regionalen Innungen und die Landesinnung hart erkämpft“, freut sich Daniel Röber, Obermeister der Friseur-Innung des Kreises Ahrweiler. In der letzten Vorstandssitzung der Friseur-Innung, die während des zweiten Lockdowns online stattfand, wurde noch einmal deutlich, wie kritisch sich die Lage vieler Betriebsinhaber darstellte und wie groß der Wille war, weiterzuarbeiten.

„Die Friseure haben auf allen Ebenen unwahrscheinlich Gas gegeben“, so Daniel Röber. Verzweifelte Kunden sowie Betriebsinhaber, die nicht mehr wussten, wie sie für ihre Fixkosten aufkommen konnten und dies bei bereits seit Monaten etablierten hohen Hygienestandards in den Salons: Das wollten sie nicht länger hinnehmen.

Landtagsabgeordnete wurden angeschrieben, von denen die meisten persönlich und sehr detailliert antworteten: „Alle Parteien haben die Bedürfnisse und Nöte erkannt.“ Ordnungsämter wurden aufgefordert, die Coronamaßnahmen zu prüfen, damit auch wirklich alles sicher ist. Denn natürlich möchten die Friseure niemanden gefährden. Zudem gab es regionale Demonstrationen. Landesinnungsmeister Guido Wirtz, der Klage einreichte, um seinen Salon wieder öffnen zu dürfen, schaffte es sogar ins ZDF „heute journal“. Hier konnte er der Öffentlichkeit einen Einblick hinter die Kulissen geben und die missliche Lage schildern. Hierzulande mussten die Friseure ohne den fiktiven Unternehmerlohn durch die Krise kommen, in anderen Bundesländern hatte es die Branche da einfacher. 20 Prozent weniger Umsatz musste Wirtz im letzten Jahr verbuchen. Manche Kollegen hat es noch härter getroffen.

Auch in der regen WhatsApp-Gruppe der Friseur-Innung Ahrweiler war der Zusammenhalt in der Not stark.

Ein vorbildliches Engagement von Landesinnung und regionalen Innungen, das maßgeblich dazu beigetragen haben dürfte, den Lockdown für die Friseure zu beenden.

Kreishandwerkerschaft Ahrweiler

Daniel Röber, Obermeister der Friseur-Innung des Kreises Ahrweiler. Quelle: Kreishandwerkerschaft AW

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Kommentare
06.03.202108:10 Uhr
Gabriele Friedrich

Ach, was würdet ihr denn nur ohne WhatsApp machen?
Jeder, der frisieren kann, trimmen und sonst was hat auch seine Privatkunden- die haben euch doch auch ein wenig über Wasser gehalten.
Also dann beim Neustart viel Erfolg. Das gilt auch für die Barbershops, wir wollen doch die Leute nicht vergessen, die da sehr clever am Werk waren.
Früher hatten wir Deutschen ja auch Barbiere- alles futsch, weil "damals" niemand mehr dem Beruf eine Chance gegeben hatte.
Pomadenheinis gabs jede Menge, heute wird Gel drauf geschmiert. Ich hoffe, es geht auch mal wieder "ohne Schmiere"

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