Wirtschaft | 21.02.2019

SWN Prinzenwiegen: Eine Obermöhn und fünf Prinzenpaare

Heimbach-Weiser sind die Schwergewichte unter den Tollitäten

Beim Prinzenwiegen präsentieren die SWN immer Neues: Ein Tanzcorps, wie das aus Windhagen, wünschen sich die Neuwieder auch.Fotos: FF

Neuwied. Der Rekord von sieben Prinzenpaare aus dem Vorjahr konnte nicht getoppt werden. Beim Prinzenwiegen hießen die Stadtwerke Neuwied (SWN) vergangenen Mittwoch aber immerhin fünf Prinzenpaare und eine Obermöhn aus den Stadtteilen willkommen. Die Hälfte davon aus der Karnevalshochburg Heimbach-Weis.

Das Wurfmaterial reduzierten die SWN aber nicht. Und so hatten halt alle mehr. Rund zwei Tonnen Kamelle, 300 Sack Popcorn, 3.000 Tüten Chips, 2.700 Tüten Brezeln und 1.6000 Tafel Schokoladen durften die Tollitäten mit nach Hause nehmen. „Weniger Kamelle, dafür hochwertiger und mehr Chips und Schokolade“, vermeldete Geschäftsfeldleiterin Andrea Haupt. Klassische Kamelle würden eben nicht mehr so gern vom Boden gesammelt. Zum neunten Mal hatten die SWN ihre Fahrzeughalle leergeräumt und daraus eine bunte Narhalla gezaubert. Über die Vereine waren alle Aktiven eingeladen. Über sechshundert Karnevalisten und damit mehr als bei den großen Sitzungen im Heimathaus, waren der Einladung gefolgt.

„Als kommunaler Energieversorger und Tochterunternehmen der Stadt möchten wir damit das heimische Brauchtum unterstützen und allen danken, die sich für dessen Erhalt einsetzen“, erklärte Andrea Haupt. Bei den SWN habe man ein Herz für die Fassenacht. Leidenschaftlich sind Andrea Haupt und Moderator Michael Bleidt im Heimbach-Weiser und SWN-Direktor Stefan Herschbach im Engerser Umzug selbst mit von der Partie. Etliche Kilo schwerer verließ das Trio die Halle. Standesgemäß hatten sich die Korporationen und Tollitäten mit den Gesellschafts- und Sessionsorden für die Einladung bedankt. „Die sind ja gar nicht so verkehrt, die Kanarienvögel“, stellte ein Heimbacher Gardist schmunzelnd fest.

Gemeint waren die Komiteeter aus Gladbach, klassisch in Blau-Gelb. Das sich die Karnevalisten aus den unterschiedlichen Stadtteilen, die gern mal übereinander frotzeln, beim Prinzenwiegen näher kennenlernen, ist ein geschätzter Aspekt der Veranstaltung. „Schön, dass man hier auch mal andere Gecken als immer nur die gleichen sieht“, meinte eine Möhne. Die SWN hatten die Karnevalisten in Bussen aus allen Stadtteilen abgeholt und wieder nach Hause gebracht. Den bunt kostümierten Narren wurde ein Programm geboten, dass es wahrlich in sich hatte. „Wir haben uns vorgenommen, den Neuwiedern immer was Neues zu bieten“, unterstrich Andrea Haupt. Entsprechend stammten die Akteure auf der Bühne weit über das Stadtgebiet hinaus.

Tanz aus der höchsten Liga

„Die tanzen in der höchsten Liga“, kündigte Michael Bleidt das Tanzcorps Windhagen an. Und in der Tat weckten die 33 Mariechen und Tanzmajore Begehrlichkeiten. So etwas gibt es in keinem Neuwieder Stadtteil. Musikalische Kracher waren die Ratsherren aus Unkel und zum Abschluss „De schäl Pänz“ aus Remagen. Stimmung mit Live-Musik haben die Neuwieder allerdings drauf. Der Moderne Fanfarenzug Irlich brachte die Karnevalisten mit einem Potpourri Kölscher Stimmungslieder so richtig in Fahrt. Als erstes ging es für das Kinderprinzenpaar aus Feldkirchen auf die Waage.

Prinz Bastian I. von Holz und Span (Korch) und Prinzessin Timea I. von Bürger und Büro (Schneider) waren erst vor wenigen Tagen proklamiert worden. Nach einem gefeierten Auftritt der „Dancing Girls“ aus Engers waren Prinz Luca I. (Nink) und Prinzessin Hannah (Gladeck) an der Reihe. Für sie war das Wiegen nichts neues. In Ermangelung von Thronfolgern haben die Heimbach-Weiser Tollitäten um ein Jahr verlängert. Die Nachwuchstollitäten komplettierten die Karnevalsfreunde Oberbieber. Für ihren Umzug an Karnevalssamstag heimsten Prinz Philip I. von der grünen Wiese (Becker) und Prinzessin Sophie I. von kurz & knapp (Knapp) jede Menge Wurfmaterial ein. „Lieber vorher, dann gibt es vielleicht mehr Kamelle“, entschieden sich Prinz Frank II. und Prinzessin Moni (Sterz), die Orden vor dem Wiegen zu überreichen. Der lustige Maurermeister vom Aubach machte seinem Ruf alle Ehre. Musikalisch hatte sich das Stadtprinzenpaar aus Oberbieber zunächst vorgestellt.

Dem Einmarsch des Heimbach-Weiser Prinzenpaares ging die Heimbacher Prinzengarde voran. Die eindrucksvolle Garde in blau-weiß kündigte die Tollitäten mit Pauken und Trompeten an. Für Prinz Klaus II „Kutter“ (Kahn) und Prinzessin Susanne (Derek) gab es ebenfalls reichlich Kamelle & Co. Die Ehre der Möhnen hielt Obermöhn Johanna (Johann) hoch. Die Heimbach-Weiserin, von der Weiser Möhnengarde in die Narhalla geleitet, war an diesem Abend die einzige Obermöhn.

FF

Das Neuwieder Prinzenpaar, Prinz Frank II. und Prinzessin Moni, wurde in etlichen Hundert Kilo Wurfmaterial aufgewogen.

Das Neuwieder Prinzenpaar, Prinz Frank II. und Prinzessin Moni, wurde in etlichen Hundert Kilo Wurfmaterial aufgewogen.

Beim Prinzenwiegen präsentieren die SWN immer Neues: Ein Tanzcorps, wie das aus Windhagen, wünschen sich die Neuwieder auch.Fotos: FF

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