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„Ich rate unseren Kunden ruhig zu bleiben“

„Ich rate unseren Kunden ruhig zu bleiben“

Rolf Haupt: „Ich rate unseren Kunden ruhig zu bleiben.“ Foto: Rolf Haupt

07.04.2020 - 12:13

Die Corona-Krise verunsichert die Menschen weltweit. Doch wie wirkt sich die Pandemie auf die Vermögen der Anleger aus und wie sollen sich Sparer in der aktuellen Situation verhalten? Rolf Haupt, Bereichsleiter Privatkunden der Kreissparkasse Ahrweiler, erklärt, warum Kunden Ruhe bewahren und worauf sie jetzt bei der Wertpapier-Anlage achten sollten.

Herr Haupt, was raten Sie Anlegern, die einen Aktienfonds bzw. einen Fondssparplan besitzen?

Rolf Haupt: Natürlich sehen wir, dass es bei den verschiedenen Anlagen zu zum Teil deutlichen Kursverlusten an den Börsen gekommen ist. Allerdings sollten diese Verluste, wie auch die Corona-Krise, zeitlich begrenzt sein. Es gilt daher jetzt besonnen zu sein. Denn wer jetzt verkauft, macht reale Verluste. Wer dagegen ruhig bleibt und besonnen agiert, hat die Chance auf Kursgewinne, wenn die Erholung eintritt.

Wie sieht es aktuell mit dem Kauf von Aktien aus. Ist jetzt ein guter Zeitpunkt dafür?

Rolf Haupt: Deutliche Kursrückgänge von Aktien sind unter langfristigen Gesichtspunkten eine gute Gelegenheit, weitere Aktien hinzuzukaufen. So können Anleger von einem späteren Anstieg der Kurse profitieren. Die Gefahr besteht jedoch darin, zu früh zu kaufen. Kunden sollten daher geplant vorgehen und Stück für Stück in Wertpapiere investieren, zum Beispiel über einen Fondssparplan.

Sollten Anleger jetzt erst einmal abwarten bis sich die Lage wieder ‚normalisiert‘?

Rolf Haupt: Ob die Kurse kurzfristig weiter fallen oder sich schnell erholen, ist nur schwierig vorherzusagen. Dennoch muss nicht abgewartet werden. Denn die Risiken von schwankenden Kursen können durch regelmäßiges Wertpapiersparen in breitgestreute Aktienfonds verringert werden. Wer regelmäßig und langfristig in Wertpapiere spart, muss sich über den richtigen Einstiegszeitpunkt keine Gedanken machen. Denn Anleger setzen so nicht alles auf eine Karte, sondern investieren Monat für Monat in den Markt. Fallen die Kurse weiter, erhält der Anleger mehr Fondsanteile für seine Sparrate. Steigen die Kurse, erhält der Anleger zwar eine geringere Menge an Fondsanteilen, gleichzeitig nimmt er jedoch an den wachsenden Kursen teil. Ein Anleger mit einem langfristigen Anlagehorizont, also von zehn Jahren und mehr, kann mit einem Fondssparplan von unterschiedlichen Marktphasen einen Nutzen ziehen.

Wie sieht es mit Immobilienfonds aus?

Rolf Haupt: Immobilienfonds schwanken von Natur aus deutlich weniger als beispielsweise Aktienfonds. Durch die Corona-Krise sind aber auch hier leichte Wertverluste denkbar. Dies betrifft insbesondere Fonds, in denen Einzelhandels- und Hotelimmobilien vertreten sind. Durch die Streuung über Länder und verschiedene Nutzungsarten ist das Risiko von Wertverlusten jedoch insgesamt geringer als bei einem Einzelinvestment.

Gold gilt als typische Krisenwährung. Ist das jetzt die Ära des Edelmetalls?

Rolf Haupt: Immer wieder wird Gold als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten bezeichnet. Allerdings haben die letzten Wochen gezeigt: Auch der Goldpreis kann in extremen Krisenzeiten stark schwanken. Gold ist eine langfristige und wertbeständige Geldanlage, die die Inflation ausgleichen sollte und ein Sicherheitspolster darstellt. Von daher sollte Gold lediglich einen geringen Teil im Portfolio ausmachen.

Stichwort Zinsen: Ist nach Corona alles anders?

Rolf Haupt: Die Corona-Krise verlängert die Niedrigzinszeit sogar noch, denn international haben die Notenbanken das Zinsniveau noch weiter nach unten gesenkt. Ein Hoffen auf die Rückkehr von Zinsen ist in diesem Jahrzehnt damit unrealistisch. Die Zentralbanken stellen viel Geld bereit, von denen ein Teil wieder am Aktienmarkt landet. Für den langfristigen Sparer ist das Sparbuch keine Alternative. An Wertpapieren führt daher auch nach der Corona-Krise kein Weg vorbei.

Herr Haupt, wir danken Ihnen für dieses Gespräch!

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Kommentare
Jean Seligmann:
Das zwanghafte und angestrengte Bemühen, die AfD zu diskreditieren, produziert Widerspruch und Lächerlichkeit am laufenden Band.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
S. Schmidt:
Das ganze Geschäftsmodell um einen „unnatürlichen“ Klimawandel beruht auf Modellberechnungen und den Verlautbarungen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Nun hat die „University of Michigan“ in einer Pressemeldung vom 30.04.2020 die Katze aus dem Sack gelassen: Etliche der IPCC-Klimamodelle prognostizieren eine unrealistisch hohe Erwärmung für die Zukunft! Wie die „Berechnungen“ für die zu erwartenden „Corona-Opfer“ (es wurden bis zu 560.000 Tote prognostiziert), vollkommen falsch!
Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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