-Anzeige Raiffeisenbank Welling feierte ihr 125-jähriges Bestehen
Illustre Gäste aus Politik und Wirtschaft
Welling. Seit Dienstag der vergangenen Woche ist die Raiffeisenbank Welling sage und schreibe 125 Jahre alt. Die Unternehmensgründung erfolgte exakt am 8. Januar 1894. Dieses Jubiläum wurde am vergangenen Samstag im Beisein von zahlreichen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik in den Räumlichkeiten der Bank während eines Tags der offenen Tür gebührend gefeiert. Die Jubiläumsurkunde der Industrie- und Handelskammer (IHK) übergab IHK-Geschäftsführer Martin Neudecker an die beiden Vorstände der Raiffeisenbank Welling, Udo Link (Vorstand Markt seit 1. Januar 1985) und Bruno Becker (Vorstand Marktfolge seit 1. Januar 2011).
Der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Pauken erläuterte in seiner Begrüßungsansprache die Geschichte der Bank, die am 8. Januar 1894 als Spar- und Darlehensverein von 24 Personen gegründet worden war. „Oberstes Ziel wird auch weiter die Eigenständigkeit sein“, blickte Pauken in die Zukunft. „Für die Kunden waren und sind es die kurzen Wege, die große Vorteile bieten. Das soll auch so bleiben.“
In die gleiche Kerbe schlug der Wellinger Ortsbürgermeister. „Für ein Dorf mit unter 1000 Einwohnern ist es ein gewisses Phänomen, seit 125 Jahren eine selbstständige Bank zu haben. Wer hätte gedacht, dass das Schild der Raiffeisenbank Welling auch im Jahr 2019 nachts noch so hell leuchtet? Das haben wir den klugen Köpfen im Vorstand und im Aufsichtsrat zu verdanken, die das Schiff auch in stürmischen Zeiten, wie etwa während der Bankenkrise, auf Kurs gehalten haben“, zeigte sich Manfred Gerner voller Stolz. „Als Ortsgemeinde sind wir sehr glücklich, dass wir die Bank haben, sie ist für uns auch eine wichtige Einnahmequelle.“ In jedem Jahr stelle die Raiffeisenbank Welling zudem einen fünfstelligen Betrag an Spenden für die Ortsvereine sowie für den Kindergarten und die Grundschule zur Verfügung. „Von daher bleibt zu hoffen, dass die nachfolgenden Generationen die Vorteile haben, die wir heute schon haben.“
Gute Unterhaltung mit dem Männergesangverein Trimbs
Nachdem auch Maximilian Mumm, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld, einige Worte an die Gäste gerichtet hatte, unterhielt der Männergesangverein Trimbs unter der Leitung des stellvertretenden Dirigenten Lothar Tentler das Publikum mit Liedern wie „Sierra Madre“ oder (bezeichnenderweise) „Tage wie diese“. Der Genossenschaftsgründer und Sozialreformer Friedrich Wilhelm Raiffeisen habe seine Idee in die ganze Welt hinausgetragen, lobte IHK-Geschäftsführer Neudecker kurz vor der Verleihung der Urkunde. „Und hier in Welling hat diese Idee ein Zuhause gefunden.“
Wirtschaftsprüfer Franz Hermann Deres vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband verdeutlichte, dass es vor 125 Jahren große wirtschaftliche Probleme gegeben habe. „Die Menschen haben aber angepackt und diese Probleme gelöst“, so Deres. Es werde in der Zukunft aber nicht einfacher, da die formalen Anforderungen immer größer würden. Das sei in etwa so, wie wenn jemand in eine Metzgerei komme und ein Pfund Leberwurst bestelle, der Metzger jedoch antworten würde: „Zeigen Sie mir erst einmal ihre Cholesterinwerte.“ Trotz aller Schwierigkeiten glaube er aber an die Worte des Ex-Bundespräsidenten Roman Herzog: „Die besten Jahre liegen noch vor uns.“
Für die Laudatio konnte die Bank Josef Zolk, ehemaliger Ortsbürgermeister der Gemeinde Flammersfeld (Sitz des Raiffeisenhauses) und ehemaliger Vorstand der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft, gewinnen. In einer halbstündigen Rede zeichnete er den Werdegang Raiffeisens ausführlich nach. Bevor es ans Buffet ging, dankte Vorstand Link seinen engagierten Mitarbeitern mit den Worten: „Wenn viele kleine Leute in vielen kleinen Orten viele kleine Dinge verändern, dann kann Großes entstehen.“
Die beiden Vorstände Udo Link (rechts) und Bruno Becker (Mitte) im Gespräch mit Josef Zolk.
Der Männergesangverein Trimbs gab einige Lieder zum Besten.
