Wirtschaft | 24.01.2018

-Anzeige- Becker Hörakustik stellte neue Jahreskarte vor

„Koblenz à la carte“

Brigitte Hilgert-Becker (vordere Reihe, 3. v. r.) freute sich über das große Interesse an dem Motiv der neuen Bildpostkarte. Unter den Anwesenden waren unter anderen auch ihre Tochter Eva Keil-Becker, ebenfalls Geschäftsführerin, Hörakustikermeister Wolfgang Leonhard, Oberbürgermeister Hofmann-Göttig, Museumsleiter Matthias von der Bank, Christoph Krepele, Vorstands-Vorsitzender des Stadtforums „Alle lieben Koblenz“, Hans-Guenter Kummer, Dr. Ingrid Bátori, Ehrenvorsitzende der Koblenzer Kultur-Stiftung, und Anna Maria Schuster, Geschäftsführerin der BUGA 2011-Freunde. -BSB-

Koblenz. „Koblenz à la carte“ nennt Becker Hörakustik die Serie von Bildpostkarten, mit denen das Familienunternehmen seinen zahlreichen Kunden im gesamten Mittelrheingebiet in jedem Jahr einen Geburtstagsgruß schickt. Eine Tradition, die aus einer Idee entstanden ist, die im Jahr 1956 die Eltern der heutigen Geschäftsführerin Brigitte Hilgert-Becker in Form von Neujahrsgrußkarten in die Tat umsetzten. Die Karten mit zumeist historischen Motiven aus Koblenz und der Region wurden anfangs noch im firmeneigenen Fotolabor und in Schwarz-Weiß produziert. Im Koblenzer Hör-Haus von Becker Hörakustik präsentierte Hilgert-Becker jetzt die 63. Edition der auf 30.000 Exemplare limitierten Grußpostkarte 2018. Genau wie bei der ersten Grußpostkarte aus dem Jahr 1956, steht bei der diesjährigen ein Bogen der Balduinbrücke im Bildmittelpunkt. Das in hellen Brauntönen gehaltene Aquarell aus dem Jahr 1863 zeigt einen Bogen der Balduinbrücke und die durch ihn hindurch erhaltene Ansicht auf die Festung Ehrenbreitstein und das Deutsche Eck, wo deutlich die beiden Türme der Basilika St. Kastor auszumachen sind. Vor dem Brückenbogen am Moselufer sind Holzstämme zu sehen und direkt hinter ihm ein Bootsanleger mit einem Nachen. Das Bild, das dem englischen Landschaftsmaler George Clarkson Stanfield (1828-78) als Vorlage für sein später gearbeitetes Ölgemälde diente, stammt aus Privatbesitz. Viele Motive der Vorjahre kommen unter anderen aus den Beständen der Sammlung des Mittelrhein-Mueums, oftmals aber sogar von guten Kunden des Unternehmens, wie zuletzt von Hans-Guenter Kummer.

Das Kulturelle Erbe der Region waren

Wie schon seit Jahren übernahm in Anwesenheit der geladenen Gäste Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig die Vorstellung der Jahreskarte. Seit der Zeit, als er Kulturstaatssekretär des Landes war, beeindrucke ihn die hinter dem traditionsreichen, einmaligen Projekt stehende Idee, das kulturelle Erbe der Region zu wahren und lebendig zu erhalten, mit den Illustrationen eine verstärkte Heimatverbundenheit zu erzeugen und zugleich die eigene Firma zu bewerben. Das diesjährige Motiv empfindet er als besonders ästhetisch. Dieser Blick auf die Festung habe fast etwas Fotografisches. Er mache Lust auf Koblenz. Der Künstler habe, anders als die Maler in der vor-napoleonischen Zeit die Proportionen erhalten, nichts durch übersteigerte Perspektiven verfremdet. Dieser Blick hatte siebzig Jahre zuvor schon den sich auch als bildender Künstler betätigenden Dichter Johann Wolfgang von Goethe begeistert, als er per Schiff nach Koblenz kam. „Ich erinnere mich nur deutlich, dass ich am Ende der Fahrt das schönste Naturbild gesehen, was mir vielleicht zu Augen gekommen. Als wir gegen die Moselbrücke zu fuhren, stand uns dieses schwarze, mächtige Bauwerk kräftig entgegen; durch die Bogenöffnungen aber schauten die stattlichen Gebäude des Tals, über der Brückenlinie sodann das Schloß Ehrenbreitstein im blauen Dufte durch und hervor. Rechts bildete die Stadt, an die Brücke sich anschließend, einen tüchtigen Vorgrund; dieses Bild gab einen herrlichen, aber nur augenblicklichen Genuß...“ Diese Impressionen Goethes finden sich auf der Kartenrückseite, wo bei ihren Vorgängern meistens ein das Bild erklärender Text zu lesen ist. Die Verbindung eines bedeutenden Kunstwerkes mit einem Zitat aus einem bedeutenden Werk der Literatur („Kampagne in Frankreich“) lobte Hofmann-Göttig ausdrücklich. Zudem betonte er, wie dankbar man Stanfield und anderen britischen Künstlern sein müsse, da sie in so beachtlicher Weise den Mittelrhein porträtierten und damit die Touristen anzogen. Dieser Effekt, durch die BUGA 2011 neu belebt, halte bis heute an. Daran sei zu erkennen, dass Schönheit allein nicht ausreicht, um für sich zu werben – man müsse auf sie aufmerksam machen. Das gelinge Becker Hörakustik mit der Kartenreihe und den immer neuen Motivideen bestens. Als Nebeneffekt sei diese fantastische Kulturaktion zudem eine Werbung für das Koblenzer Mittelrhein-Museum, wo es noch viel mehr ähnlich schöner Kunstwerke zu entdecken gibt. Das war das Stichwort für den Leiter des Museums, Dr. Matthias von der Bank. Er ging näher ein auf den nach der Schlacht von Waterloo (1815) einsetzenden, vor allem von den Engländern entfachten Rhein-Tourismus. In erster Linie waren es Verlage von Reiseführern, die den Malern klar definierte Aufträge erteilten, bestimmte, für interessant erachtete Landschaften und Orte am Rhein, wie eben die Festung Ehrenbreitstein, zu malen. Mit solchen Aufträgen waren auch Stanfield und sein Vater, und natürlich - als einer der ersten - William Turner unterwegs. Auf den Reisen wurde lediglich gezeichnet oder aquarelliert, denn mit Ölfarbe in der Natur zu malen, war zu der Zeit noch nicht möglich. Die eigentlichen Werke entstanden nach den Reiseskizzen später in den Ateliers in England. Das Ölgemälde, das nach der als Kartenmotiv gewählten Vorstudie entstand, ist in Privatbesitz. Brigitte Hilgert-Becker, die es einmal betrachten durfte, favorisiert allerdings „ihr“ Bild, weil die minimalistische Farbgebung hier eine Konzentration auf das Wesentliche mit sich bringe.

Neben dem Bildband, in dem die ersten fünfzig Kartenmotive bis 2005 abgedruckt sind, bietet Becker Hörakustik „Koblenz à la carte“ nun auch als Einzelkarten an. Alle Motive sind im Verkaufsraum in der Schloßstraße in einem Ständer ausgestellt und mit oder ohne Rückseitendruck käuflich zu erwerben. Brigitte Hilgert-Becker stieß zum Abschluss mit ihren Gästen darauf an, „dass die Menschen sich weiter gut verstehen! Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten. Denn wer sich verstehen will, muss gut hören können.“

BSB

Das neue Motiv der Bildpostkarte. Becker Hörakustik

Das neue Motiv der Bildpostkarte. Foto: Becker Hörakustik

Susanne Tack, Prokuristin des Krupp-Verlages, schrieb gerne ein paar nette Worte in das ausliegende Gästebuch.

Susanne Tack, Prokuristin des Krupp-Verlages, schrieb gerne ein paar nette Worte in das ausliegende Gästebuch.

Brigitte Hilgert-Becker (vordere Reihe, 3. v. r.) freute sich über das große Interesse an dem Motiv der neuen Bildpostkarte. Unter den Anwesenden waren unter anderen auch ihre Tochter Eva Keil-Becker, ebenfalls Geschäftsführerin, Hörakustikermeister Wolfgang Leonhard, Oberbürgermeister Hofmann-Göttig, Museumsleiter Matthias von der Bank, Christoph Krepele, Vorstands-Vorsitzender des Stadtforums „Alle lieben Koblenz“, Hans-Guenter Kummer, Dr. Ingrid Bátori, Ehrenvorsitzende der Koblenzer Kultur-Stiftung, und Anna Maria Schuster, Geschäftsführerin der BUGA 2011-Freunde. Fotos: -BSB-

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