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Koblenzer Oberbürgermeister David Langner zu Gast auf gut besuchter Delegiertentagung der KHS Mittelrhein

Koblenz für Azubis attraktiver machen

14.12.2018 - 16:44

Koblenz. Angesichts unzähliger Studenten werden Azubis immer mehr zur begehrten Mangelware. Die Innungen sind um eine qualitativ hochwertige innerbetriebliche Ausbildung bemüht und investieren zahlreiche Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Was aber kann die Stadtpolitik tun, um die Rahmenbedingungen zu verbessern und junge Leute ins (Handwerks-)Boot zu holen? David Langner, Koblenzer Oberbürgermeister, war jetzt zu Gast bei der Delegiertentagung der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein. Vortrag, fruchtbarer Gedankenaustausch und Ehrungen fanden im Restaurant Delphi am Moselstausee statt. Was die Rekrutierung von Handwerksnachwuchs angeht, „leisten Sie durch Ihre vorbildlichen Ausbildungsaktivitäten einen großen Beitrag“, sprach David Langner die Innungen an. Ein wohlverdientes Lob, denn hier werden beachtliche Erfolge eingefahren. Vom Parkettleger über die Konditorin bis zum Gebäudereiniger: Neun junge Leute schafften es beim Landesentscheid des Leistungswettbewerbs der Deutschen Handwerksjugend aufs Siegertreppchen. Aus den Händen von David Langner, Helmut Weiler, Hauptgeschäftsführer der KHS Mittelrhein, und Dipl. Ing. Detlef Börner, Vorsitzender Kreishandwerksmeister, konnten sie ihre Ehrenurkunden entgegennehmen. Damit aber noch mehr junge Leute von den guten Zukunftsaussichten im Handwerk profitieren können, muss das gesellschaftliche Problem der Überakademisierung angegangen werden. Es gilt, die Vorzüge einer Ausbildung ins rechte Licht zu rücken, das Image zu verbessern. Er sei sich der politischen Herausforderung bewusst, für das entsprechende „Drumherum“ zu sorgen, so Langner. Einige von ihm skizzierte Lösungsansätze: Weil Azubis mittlerweile rar gesät sind, haben sie vielfach die Möglichkeit, sich den Ort, an dem sie arbeiten möchten, auszusuchen. Koblenz soll als Stadt mit hoher Lebensqualität punkten, zum Beispiel durch die Möglichkeit, hier schön und günstig wohnen zu können. David Langner führte die geplante Bebauung des Geländes der Fritsch-Kaserne im Koblenzer Stadtteil Niederberg ins Feld. 600 neue Wohneinheiten sollen entstehen. Eine weitere Verbesserung soll es ab 2020 im öffentlichen Personennahverkehr geben. Statt der EVM Verkehrs GmbH soll zukünftig eine städtische Gesellschaft den innerstädtischen Buslinienverkehr unter die Fittiche nehmen. Hier stellte David Langner eine verbesserte Linienführung, die zum Beispiel die Stadtteile untereinander verbindet, auch ohne über die Innenstadt zu führen, in Aussicht. Daneben eine verbesserte Taktung und deutlich günstigere Fahrpreise: „Wir hoffen, dass in Folge mehr Berufspendler umsteigen und die Straßen entlastet werden.“ Noch schaue die Deutsche Umwelthilfe nicht auf Koblenz, so der Oberbürgermeister. Obschon der Grad an Luftverschmutzung keinen Grund zur Freude darstelle, wolle man durch Maßnahmen wie die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs ein Diesel-Fahrverbot vermeiden. Ein Punkt, auf den Langner von Detlef Börner angesprochen worden war. Der Vorsitzende Kreishandwerksmeister hatte in seiner Begrüßungsrede das Handwerk betreffende „Knackpunkte“ wie Diesel-Verbot, Handwerkerparkausweis, Wasserschutzgebiet und Überlastung der Straßen auf den Tisch gebracht. Ebenfalls wichtig für Handwerker wie für jeden anderen Bürger: Ärgerlich, wenn der bei der Stadt Ratsuchende zum Beispiel vom Umweltamt eine andere Auskunft erhält als vom Amt für Stadtentwicklung. Hier tue es not, einen Ansprechpartner zu rekrutieren, so Langner. Wer sich an die Stadt wendet, sollte künftig eine allgemeingültige Antwort stellvertretend für die gesamte Stadtverwaltung erhalten. Auch hier ist der OB um Verbesserung bemüht. Schlussendlich gab es einen gewinnbringenden Gedankenaustausch zwischen Obermeistern und Oberbürgermeister. Sich dringend der Berufsschulen anzunehmen, war etwa ein Anliegen der Betriebsinhaber. Marode Gebäude und veraltete Schulwerkstätten seien kaum dazu angetan, junge Leute auf qualitativ hohem Niveau auszubilden. Weiter kam die Anregung, bei der geplanten Preissenkung in puncto Bus besonders die Azubis zu berücksichtigen – zum Beispiel per speziellem Azubi-Ticket. Die Veranstaltung endete mit der Überreichung von silbernen Meisterbriefen an 14 Innungsmitglieder für stolze 25 Jahre Meisterwürde und mit der Übergabe der Silbernen Ehrennadel an Ehrenobermeister Paul-Friedrich Blum. Pressemitteilung der

Kreishandwerkskammer

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Kommentare
Uwe Klasen:
Zitat Andreas Biebricher:"Die ... Grünen ... maßen sich an, alleine zu definieren, was richtig ist, was man sagen darf und was nicht, kurz: was politisch und moralisch korrekt ist. Andersdenkende werden in die Ecke gestellt und stigmatisiert. Das ist intolerant und undemokratisch." --- Wie Recht Herr Biebricher damit hat! Und meine Anerkennung, den Mut zu haben dies so klar zu formulieren!
juergen mueller:
Dieses Thema geht uns ALLE an und ich stelle einfach mal in den Raum, dass die überwiegende Mehrheit der Ratsmitglieder, u.damit meine ich in erster Linie diejenigen der CDU,Freie Wähler sowie natürlich die AfD, die sich in Sachen Integration ja bereits einen Negativ-Namen gemacht hat u.macht im Aufsuchen einer Badeanstalt eine Minderheit ausmacht.Deshalb wäre eine Bürgerbefragung das Ziel gewesen.Das was hier mal wieder "im kleinen Rahmen" beschlossen wurde nenne ich intolerant u.undemokratisch.Die Aufklärungsarbeit von CDU-Biebricher ist widersprüchlich u.spiegelt seine alleinige Auffassung/Meinung dar,die zumindest mich nicht im geringsten interessiert,da sie kein Maßstab für die der Bürgerschaft darstellt.Politisch wurde sich (auch) mal wieder selbst übertroffen,indem Bade- u.Schulordnung Gegensätze aufzeigen,die inakzeptabel sind.Das was Sie,Herr Biebricher, hier predigen hat mit Offenheit,Respekt,Toleranz u.Aufeinanderzugehen nicht das Geringste zu tun.Das ist pure Polemik.
Uwe Klasen:
Mit den Worten einer (berühmten) Zeitgenossin: "Nun sind sie halt da! - Wir schaffen das!"

„Verschwunden – Letzte Spur Lahnstein“

JAHN, SABIENE :
Danke der Redakteurin für diesen guten Beitrag, der detailverliebt die Stimmung des Abends wiedergibt. Eine schöne Sprache hat sie. Ein kleiner Fehler ist leider unterlaufen. Nicht in Lahnstein fließen Rhein und Mosel zusammen, sondern in Koblenz. Das aber schmälert nicht den ansonsten gut recherchierten Beitrag. Glückwunsch Lahnstein, es war ein schöner Anlass in dieser tollen Stadt zu gastieren. Feiert froh durch das neue Jahr, Euerm Jubiläumsjahr! Beste Grüsse, Sabiene Jahn
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