Wirtschaft | 16.03.2018

-Anzeige- NoBaxx: Der Ausbildungsberuf „Schädlingsbekämpfer“ bietet innovative Möglichkeiten

Mit Herz und High-Tech gegen Ratte und Co.

Sinziger Schädlingsbekämpfer rücken deutschlandweit mit digitalen Lösungen und Motivation gegen ungebetene Gäste aus

Digital gegen Schädlinge: Roman Förster rückt Nagernund anderen Plagegeistern mit neueste Technik mächtig auf den Pelz.Fotos: ROB

Sinzig. Egal ob es nun ein Silberfisch, Kakerlaken oder gar eine ausgewachsene Ratte ist- ungebetene Besucher sind in den heimischen vier Wänden und auch am Arbeitsplatz nicht gern gesehen. Denn neben einem gehörigen Schreck verursachen diese Schädlinge nämlich auch jede Menge Ärger: Nagetiere sorgen für Schäden an der Bausubstanz und Insektenkot birgt ein perfektes Brutgebiet für Krankheiten aller Art. Roman Förster hat diesen Schädlingen den Kampf angesagt und im Jahre 2010 mit einem Partner die Firma „NoBaxx“ gegründet.

Die Entwicklung der Firma kann sich sehen lassen: Heute agiert Förster deutschlandweit und macht sich täglich auf, um mit knapp 70 Mitarbeitern Ratte und Co. kräftig auf den Pelz zu rücken. Und die Schädlingsbekämpfungsbranche boomt. „Wir haben knapp 6700 Kunden im ganzen Bundesgebiet“, erläutert Förster. Dieser großen Nachfrage kommt der Sinziger Unternehmer mit motivierten Mitarbeitern und jeder Menge High-Tech nach. Überall in Deutschland hat Förster seine Kollegen im Einsatz, die teilweise von „NoBaxx“ Wohnungen und Betriebsfahrzeuge gestellt bekommen. Das sorgt für eine flexible Kundenbetreuung. „Innerhalb von fünf Stunden können wir jeden Auftrag ausführen“, so Förster. „Egal wo in Deutschland.“, fügt er hinzu. Ein Service, den vor allem gewerbliche Kunden zu schätzen wissen. Denn eine Ratte oder Maus in lebensmittelverarbeitenden Betrieben kann für den entsprechenden Besitzer auch ganz schnell existenzbedrohend werden.

Roman Förster und sein Team setzen bei ihren Einsätzen auf digitale Lösungen. Für jeden Mitarbeiter der großen „NoBaxx“-Familie gehört eine Tablett inklusive der „NoBaxx“-App genauso zum Grundequipment wie die obligatorische Mausefalle. Die sind im Hause „NoBaxx“ übrigens auch eine hoch technisierte Angelegenheit. So haben Förster und sein Team Mause- und Rattenfallen in Supermärkten oder Lebensmitteldiscountern im Einsatz, die bei Auslösung eine E-Mail an die Sinziger Firmenzentrale schicken. Somit hat Förster in Echtzeit die neuesten Daten direkt auf dem PC und kann bei Bedarf sofort einen Mitarbeiter schicken, um die Fallen zu kontrollieren. Der Standort ist dabei nicht entscheidend: Egal ob es sich um Kunden in Hamburg, München oder Köln handelt- in Sinzig werden die Daten gebündelt und zentral ausgewertet.

Übrigens: Die deutschen Supermärkte sind gar nicht so schlimm, wie es zunächst klingen mag. „Unsere ausgelegten Fallen dienen meist der Prophylaxe statt der Bekämpfung“, ergänzt Förster.

Ein verändertes Feindbild

Seit einigen Jahren haben es Förster und sein Team nicht nur mit den klassischen, unliebsamen Hausbewohner wie Bettwanzen zu tun. Der „NoBaxx“-Chef beobachtet einen deutlichen Anstieg von exotischeren Plagegeistern. Durch den internationalen Frachtverkehr kann es durchaus vorkommen, dass eine südamerikanische Spinne den Weg über den Supermarkt in den heimischen Brotkorb findet. „Angstmache“ soll das jedoch nicht sein. „Das sind natürlich Einzelfälle“, weiß Roman Förster. Dennoch träten solche Gegebenheiten im Vergleich zu früher häufiger auf. Dies läge auch an der Abfertigung im internationalen Frachtverkehr und auch an den höheren Temperaturen durch den Klimawandel. Denn Spinne, Skorpion und Schlange lag früher verendet im Frachtcontainer und fühlt sich heute dank den Hochsommertemperaturen auch in Mitteleuropa pudelwohl. Obwohl das nicht unbedingt begrüßenswert ist, kann Förster damit gut leben. „Wir sehen unglaublich viele interessante Dinge“, so der Schädlings-Fachmann. Und diese Einstellung will Förster mit seinen Mitarbeitern teilen und geht dabei ebenso exotische Wege. Förster schickte beispielsweise manche seiner Mitarbeiter zu einem Praktikum nach Australien, um den dortigen „Kammerjägern“ über die Schulter zu schauen. Förster weiß warum: „Egal, was du dort findest – da ist alles giftig“, lacht der Sinziger Unternehmer. Und somit gäbe es eine Fortbildung auf allerhöchstem Sensibilitäts-Niveau. Durch diese Einblicke wären die Mitarbeiter ganz besonders geschult- gerade in Sachen Selbstschutz. So ungefährlich ist der Job nämlich gar nicht. Denn dieses bietet auch eine Menge Know-How, falls denn tatsächlich beispielsweise eine Spinne den Weg aus dem Container auf den heimischen Küchentisch findet. Förster fürchtet nämlich, dass der Befall in Deutschland durch die Schädlinge aus Übersee dank Erderwärmung und den damit verbundenen, höheren Sommertemperaturen kontinuierlich zunehmen wird.

Nachwuchs gesucht

Für Roman Förster ist die Motivation ganz klar: „Wir kommen an Orte, die der Öffentlichkeit verschlossen sind“. Das gilt übrigens für den Background von Supermärkten, Kellern in mittelalterlichen Schlössern oder gar Munitionsdepots der Bundeswehr. Sollte man keine Scheu vor dem „Krabbelzeug“ haben, biete sich hier laut Förster ein absolut interessantes Berufsfeld. „Als Schädlingsbekämpfer kann man die Welt sehen“, so Förster. Dennoch fehle es an Nachwuchskräften. Der Begriff „Schädlingsbekämpfer“ an sich ist zwar ein eingetragener Beruf; einen „Meister“ kann man bei der Industrie- und Handelskammer jedoch noch nicht machen. Laut Förster sei dies jedoch nur eine Frage der Zeit, bis sich auch hier dieser Berufszweig etabliert hat.

Bei „NoBaxx“ lockt ein attraktives Angebot: Umschulungsmöglichkeiten zum Schädlingsbekämpfer werden ebenso angeboten wie auch Ausbildungsplätze zur Bürofachkraft. Auch „fachfremde“ Kräfte werden gern gesehen. Roman Förster unterstützt bei der Umschulung gerne. Mittlerweile hat Förster Mitarbeiter vom ehemaligen Dachdecker, Koch oder gar Ex-Führungskräfte großer Lebensmittel-Anbieter umschulen lassen und nun in seinem „NoBaxx“-Kader. Der Spaß und die Motivation zählt eben. Einige Ansprüche hat Förster dennoch: „Wichtig sind gute schulische Leistungen, Reisebereitschaft, eine gute Auffassungsgabe und natürlich keine Scheu vor Nagern und Insekten“, erläutert der „NoBaxx“-Chef das Profil für potentielle Azubis. Natürlich wäre auch die Persönlichkeit entscheidend, so Förster. Und wenn es mal nicht so ganz mit der Materie klappt, bieten Förster und seine Kollegen auch ganz unkomplizierte Nachhilfestunden im heimischen Betrieb und auch Fortbildungsmöglichkeiten an. Bewerben lohne sich allemal, weiß Förster. Garantiert sind ein abwechslungsreicher Job mit jeder Menge interessanter Einblicke. ROB

Know-How aus der Barbarossastadt: In der Firmenzentrale im Kranzweiherweg bündelt „NoBaxx“ die Kompetenzen.

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Digital gegen Schädlinge: Roman Förster rückt Nagern und anderen Plagegeistern mit neueste Technik mächtig auf den Pelz. Fotos: ROB

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