W+D: Schutzmaskenproduktion und Entwicklung neuer Maschinen
OB Einig beeindruckt von Innovationskraft
Neuwied. Der Neuwieder Spezialmaschinenhersteller Winkler + Dünnebier (W+D) sorgt mit einer Neuentwicklung für Furore. Er hat während der Coronakrise eine neue Maschine zur Schutzmaskenherstellung entwickelt. Von der Innovationskraft des Neuwieder Unternehmens haben sich nun Oberbürgermeister Jan Einig und der städtische Wirtschaftsförderer Jürgen Müller überzeugt. W+D-Geschäftsführer Frank Eichhorn informierte beide über den neuen Geschäftsbereich.
Eichhorn wies darauf hin, dass bis vor Kurzem in ganz Europa keine Schutzmasken produziert wurden. Der ganze Kontinent war von China abhängig. „Dem dramatischen weltweiten Mangel an preisgünstigen Gesichtsmasken wollten wir von W+D entgegenwirken“, betonte Eichhorn. Mitte März fiel der Startschuss. Grundmaterialien lieferte die Troisdorfer Firma Reifenhäuser. Die W+D-Experten rüsteten eine Hygiene-Testmaschine um, und nach rund sechs Wochen erfolgte ein erster - erfolgreicher - Probelauf. „Da es sich bei den Schutzmasken um besondere Hygieneartikel handelt, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Um allen Standards gerecht zu werden, haben wir den Teststand in einer eigenen Halle neu aufgebaut.“ Erstes Ziel war es, eine Produktionszahl von 100 bis 150 Masken pro Minute zu erreichen, dem Wert chinesischer Maschinen. Dieses Ziel erreichten die Neuwieder am Teststand rasch.
Die Ergebnisse waren so gut, dass man sich entschloss, gemeinsam mit der W+D-Tochter BICMA in die Entwicklung neuer Maschinen zu investieren. Diese Maschinen mit dem Namen Auxilium FM sind um einiges leistungsfähiger als der Teststand und können bis zu 800 Masken pro Minute herstellen. „Teile für die neue Hochleistungsmaschine werden bereits in Mayen zusammengebaut“, berichtete Eichhorn den Besuchern aus der Stadtverwaltung. „Zwei Maschinen sind schon verkauft. Es lassen sich dabei auch zusätzliche Optionen wie Druckwerke ergänzen, so dass Masken auch werbetechnisch eingesetzt werden können.“
Die Leistungsfähigkeit des Neuwieder Unternehmens überzeugte auch das Bundesgesundheitsministerium. Das erteilte W+D den Zuschlag für eine umfangreiche Lieferung. Jetzt wartet W+D nur noch auf die notwendige Zertifizierung. Eichhorn freut sich darüber, dass es in kurzer Zeit gelungen ist, auf einem neuen Geschäftsfeld gleich zweigleisig zu fahren: „Einerseits produzieren wir selbst Schutzmasken, andererseits entwickeln wir Maschinen für den Verkauf.“
Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig zeigte sich beeindruckt von der Innovationskraft des Unternehmens. „Es ist beispielhaft, wie rasch hier auf einen neu entstandenen Markt reagiert wurde“, lobte er. „Die erzielten Ergebnisse sind sehr bemerkenswert.“
Pressemitteilung
Stadt Neuwied
Mit Sicherheitsabstand und den Anforderungen an die Produktion von Hygieneartikeln entsprechend (von links): Oberbürgermeister Jan Einig, W+D-Geschäftsführer Frank Eichhorn und Wirtschaftsförderer Jürgen Müller am neu eingerichteten Teststand, an dem Schutzmasken produziert werden.Foto: Stadt Neuwied
RegioMAGAZIN
Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.
- 30 Tage gratis
- Neue Ausgabe jeden Tag
- Für unterwegs gemacht
Rheinland-Pfalz bestätigt breites medizinisches Leistungsspektrum und stärkt das St. Nikolaus-Stiftshospital als wichtigen Standort
Krankenhaus Andernach geht gestärkt aus neuer Leistungsgruppenzuteilung hervor
Andernach. Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor. Durch die zugewiesenen Leistungsgruppen werden rund 99,5 Prozent des bisherigen Leistungsspektrums vollständig abgebildet. Das Krankenhaus sowie der Träger, die Stiftung St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach, sehen darin die hohe medizinische Qualität und breite Expertise des Hauses bestätigt.
Weiterlesen
Allgemeine Berichte
Öffentliche Bekanntmachung
Einladung zur nicht öffentlichen Versammlung der Jagdgenossenschaft Sinzig-Franken am Mittwoch, den 23.09.2026, um 19.00 Uhr, in der alten Schule, Maisgasse, 53489 Sinzig-Franken
Weiterlesen
Vorfahrtsmissachtung führt zu Kollision
04.09.: Schwerer Verkehrsunfall bei Ulmen mit mehreren Verletzten
Ulmen. Am Freitag, den 4. September 2026, ereignete sich gegen 00:10 Uhr im Einmündungsbereich der B259 und K2 in der Ortslage Ulmen ein schwerer Verkehrsunfall zwischen zwei Personenkraftwagen. Nach bisherigem Erkenntnisstand befuhr ein Autofahrer die B259 von Ulmen in Richtung Auderath. Ein anderer Fahrer befand sich auf der K2 und wollte nach links auf die B259 abbiegen. Im Einmündungsbereich kam es dann aufgrund einer Vorfahrtsmissachtung zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.
Weiterlesen