Wirtschaft | 01.09.2020

Lohmann & Rauscher (L&R) startet OP-Masken-Produktion

OP-Masken made in Neuwied

Neuwied. Lohmann & Rauscher (L&R) produziert seit Mitte August 2020 in Deutschland OP-Masken nach Anforderungen der EN 14683, Typ IIR für Gesundheitsfachpersonal. Damit leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur größeren Unabhängigkeit Deutschlands vom Weltmarkt für OP-Masken. Der Medizinprodukteanbieter hat dazu an seinem Standort in Neuwied eine Maskenproduktionsmaschine aufgebaut. Jede Woche liefert L&R 230.000 Stück der in Neuwied produzierten OP-Masken an das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), das die Versorgung mit medizinischen Masken durch eine verstärkte innerdeutsche Produktion sicherstellen möchte. Für L&R ist die OP-Masken-Produktion ein zentraler Baustein, unternehmerische und gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen: Als Qualitätsanbieter von Medizinprodukten, die dem Schutz vor Infektionen für Patienten und OP-Personal dienen, unterstützt L&R Gesundheitssysteme – vor allem in der Corona-Pandemie. Über die Investition in seinen deutschen Standort mit Headquarter-Funktion stellt L&R sicher, die stark gestiegene Nachfrage nach OP-Masken zuverlässig zu bedienen.

Seit Mitte August 2020 ist die Produktionsanlage in Betrieb, die heute bei einem Pressetermin in Neuwied vorgestellt wurde. Erwin Rüddel (CDU), MdB und Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags weihte die neue Maschine mit Vertretern von L&R ein. „Um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung – gerade auch im Notfall – zu stärken, ist es wichtig, die Produktion von Medizinprodukten und Arzneimitteln wieder stärker in Deutschland und Europa anzusiedeln“, unterstrich Rüddel. „Ich freue mich umso mehr, dass mit der Masken-Produktion in meinem Wahlkreis die Region gestärkt wird und Arbeitsplätze geschaffen werden.“

Produktion in der Region –Unabhängigkeit vomWeltmarkt erhöhen

Das BMG hatte am 2. April 2020 die Lieferung von persönlicher Schutzausrüstung ausgeschrieben, die auch ein Los zu Typ IIR Masken unter der Bedingung lokaler Produktion beinhaltete. Nachdem L&R den Zuschlag am 15. April 2020 erhalten hatte, erfolgte bereits die erste Lieferung fristgerecht zum 15. August 2020. Bis Ende 2021 wird der Medizinprodukteanbieter wöchentlich 230.000 OP-Masken aus seinem Neuwieder Werk liefern, in Summe 16,8 Mio. Masken. Die Produktion an der Maschine erfolgt im Zwei-Schicht-Betrieb. Pro Stunde kann L&R so ca. 5.000 Masken des Typs EN 14683, Typ IIR herstellen. Tim Kröber, Leiter der Division Produktion Wound Care and Adhesives und Standortleiter Neuwied: „Das gesamte Projektteam hat überragende Arbeit geleistet, um die Produktion der OP-Masken am Standort Neuwied aufzubauen und damit in einer sehr herausfordernden Zeit die Gesundheitsvorsorge und damit die Infektionsprävention zu unterstützen. Das zeigt die Agilität der Organisationstruktur von L&R.“ Die OP-Masken in Neuwied herzustellen, sei auch aus Perspektive der regionalen Arbeitsplatzsicherheit ein sehr positiver Schritt. „L&R leistet mit der Produktion qualitativer, normierter OP-Masken in Neuwied einen wichtigen Beitrag zur Pandemieprävention. Wir reagieren damit flexibel und schnell auf die Marktanforderungen und unterstützen das Ziel der Politik, bei der Versorgung mit Schutzmasken unabhängiger vom Weltmarkt zu werden“, fasst Dr. Klemens Schulz, Chief Portfolio Officer L&R, den Entschluss von L&R zusammen, eine Produktionsanlage am deutschen Standort aufzubauen.

„Der Zuschlag durch die Bundesregierung bestätigt unsere Leistungsfähigkeit und Produktqualität. Wir haben die Produktion in sehr kurzer Zeit aufgebaut, profitieren nun zudem von kürzeren Transportwegen und positionieren uns vor allem in der Corona-Zeit als zuverlässiger Service-Partner von Arzt, Praxis und Krankenhaus“, gibt Mark Jalaß, Leiter der Division Vertrieb & Marketing Ambulanter Bereich & Handel Deutschland und Vorstandsmitglied im Bundesverband Medizintechnologie e.V., Einblick in die Bedeutung der Produktionsansiedlung. „Heimisch zu produzieren ist sowohl für die Gesundheitseinrichtungen als auch und nicht zuletzt für den Patienten ein Aspekt gesicherter Qualität und Versorgungssicherheit“, betont Jalaß.

OP-Masken für Deutschland

Vorgesehen sind die OP-Masken aus rheinland-pfälzischer Produktion, die unter dem Markennamen Sentinex Safety vertrieben werden, vor allem für die Nutzung in der Gesundheitsversorgung in Kliniken und Praxen in Deutschland. Das Bundesministerium für Gesundheit wird vorerst voraussichtlich einer der größten Abnehmer der OP-Masken sein, die im Anschluss an die Anwender verteilt werden. Wöchentlich werden 230.000 OP-Masken Typ IIR nach DIN EN 14683 an das BMG geliefert. Die Norm stellt Anforderungen an die bakterielle Filterleistung, die Druckdifferenz, den Druck des Spritzwiderstands und an die Widerstandsfähigkeit gegen Flüssigkeitsspritzer, wobei Typ IIR Masken die höchste Performancestufe der Norm darstellen. Darüber hinaus bietet L&R einen weiteren Masken-Typus in Deutschland an: Die Mund-Nasenschutzmaske Ratioline MNS, die apothekenexklusiv vertrieben wird.

Zertifizierte Qualität

Die in Neuwied gefertigten Sentinex Safety OP-Masken mit Ohrenschlaufen entsprechen der Leistungsstufe Typ IIR und sind aus einer Materialkombination gefertigt, die Rücksicht auf den Tragekomfort (geruchsneutral, latex- und glasfaserfrei) nimmt. Die OP-Maske minimiert die Übertragung von Bakterien und Partikeln aus dem Mund- und Gesichtsbereich des OP-Personals auf den Patienten. Daneben schützt die OP-Maske das Personal vor Kontamination durch Partikel oder Flüssigkeitsspritzer. Die OP-Maske Sentinex Safety mit Ohrenschlaufen wurde gemäß MDR zugelassen. Die Qualität jeder Charge der Maske wird intern geprüft und von einem unabhängigen externen Prüfinstitut im Rahmen der Entwicklungsdokumentation bestätigt.

Gute Perspektive für OP-Masken

L&R verfolgt das Ziel, die lokale Versorgung mit Schutzmasken und -ausrüstung dauerhaft sicherzustellen. Die Produktion der OP-Masken in Neuwied ist ein Baustein, um dieses Ziel zu erreichen. „Wir erwarten, dass die Nachfrage nach OP-Masken und weiteren Medizinprodukten zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf einem hohen Level bleibt. Mit unserem flexiblen Team stellten wir direkt Anfang des Jahres ein effizientes Krisenmanagement erfolgreich über alle L&R Standorte international auf und arbeiten eng verzahnt. Als Problemlöser und zuverlässiger Partner stehen wir unseren Kunden auch und vor allem in der Krise beratend zur Seite“, sagt Dr. Klemens Schulz, CPO L&R. Nach Lieferengpässen zu Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland reagierten die Bundesregierung, das Bundesgesundheits- und das Wirtschaftsministerium mit verschiedenen Maßnahmen, um die Versorgung mit Schutzausrüstung in der Corona-Pandemie durch eine innerdeutsche Produktion sicherzustellen. Erwin Rüddel, MdB, dazu: „Wichtig ist mir insbesondere, dass die Produktion nicht nur kurzfristig in Deutschland stattfindet und dann wieder nach Fernost abwandert, sondern langfristig attraktiv bleibt. Dafür setzen wir die politischen Rahmenbedingungen.“

Soziale Nachhaltigkeit:Maskenspende von L&R

Als Unternehmen systemrelevanter Infrastruktur ist es L&R ein Anliegen, Verantwortung auch für die Menschen zu übernehmen, die in Not geraten sind oder in strukturschwachen Gebieten leben. Seit vielen Jahren arbeitet L&R mit ausgewählten gemeinnützigen Partnerorganisationen international zusammen und versorgt sie regelmäßig mit Produktspenden. Zuletzt spendete L&R 20.000 OP-Masken an die Organisation Humedica e.V. aus Kaufbeuren zur Verteilung in der internationalen Humedica Versorgungshilfe sowie weitere 5.000 Stück an den lokal ansässigen Caritasverband Neuwied e.V., die u.a. im Schöppche, einer Tagesstätte für Wohnungslose und Menschen in Not, zum Einsatz kommen. Weitere 25.000 Masken erhalten zwei Partnerorganisationen, die in bzw. von Österreich ausgehend im osteuropäischen Raum aktiv sind.Lohmann & Rauscher
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