- Anzeige - Patienteninformationsseminar des St. Nikolaus-Stiftshospitals in Andernach
Schilddrüsenerkrankungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten
Andernach. Am St. Nikolaus-Stiftshospital bestehen optimale Voraussetzungen für eine differenzierte Behandlung aller Arten von Schilddrüsenerkrankungen: Mit Dr. Wolfgang Boos (Chefarzt der Radiologie und Nuklearmedizin), Prof. Dr. Armin Steinmetz (Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin) und Prof. Dr. Martin Wolff (Chefarzt der Abteilung Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie) stehen im Krankenhaus ausgewiesene Spezialisten für die Diagnostik und Therapie zur Verfügung. Im Rahmen eines Patienteninformationsseminars referierten Wolff und Boos kürzlich zum Thema Schilddrüsenerkrankungen.
Boos informierte über die Funktionsstörungen der Schilddrüse. Viele Beschwerden wie Müdigkeit, Gewichtsveränderungen, aber auch Herzrhythmusstörungen können Symptome von Schilddrüsenerkrankungen sein. Durch Bestimmung der Schilddrüsenhormone im Blut lassen sich Unter- und Überfunktion unterscheiden. Die weitere Diagnostik durch Ultraschall und Szintigrafie dient der Erkennung und Abklärung von Schilddrüsenknoten. Diese lassen sich in heiße und kalte Knoten einteilen. Die heißen Knoten können wie auch andere Überfunktionen zunächst durch Medikamente behandelt werden, die die Bildung von Schilddrüsenhormonen hemmen (Thyreostatika). Später muss dann die definitive Therapie in Form einer Radiojodtherapie oder gegebenenfalls einer Operation erfolgen.
Wolff erklärte die häufigsten Indikationen für eine Operation an der Schilddrüse. Dies sind vor allem kalte Knoten, bei denen es sich um bösartige Tumore der Schilddrüse handeln kann oder auch um Schilddrüsenvergrößerungen mit Knoten (Knotenstrumen), die Verdrängungserscheinungen am Hals verursachen. Bei Morbus Basedow (Autoimmunkrankheit der Schilddrüse) oder autonomen Adenomen (heiße Knoten) erfolgt gemeinsam mit den Patienten eine individuelle Abwägung zwischen Radiojodtherapie und Operation. Wolff versicherte, dass bei sorgfältiger Operationstechnik und Einsatz des intraoperativen Neuromonitorings zur Erkennung von Nervenschädigungen während der Operation dauerhafte Schäden der Stimmbandnerven oder der Nebenschilddrüsen nur sehr selten auftreten.
Seitdem die Fachabteilung Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Wolff steht, werden im Andernacher Krankenhaus bei allen Operationen am Brustkorb oder im Bauchraum minimal-invasive Verfahren durchgeführt. So auch bei Schilddrüsenoperationen. „Bei der sogenannten Schlüssellochchirurgie setzen wir nur einen sehr kleinen Schnitt. Durch den Vergrößerungseffekt der eingesetzten Kamera erzielen wir dennoch optimale Sichtbedingungen“, erläutert Wolff. „Die minimal-invasiven Verfahren bedeuten für unsere Patienten eine verbesserte Kosmetik sowie eine deutlich schnellere Erholung nach der Operation.“
Zum Ende des Seminars beantworteten die Referenten noch Fragen der Zuhörer, die zeigten, dass es reges Interesse an diesem kleinen Organ gibt, das wichtige Stoffwechselprozesse des Körpers reguliert.
