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Studie zeigt: viele lüften im Sommer falsch
Nur gezielte Stoßlüftung vermeidet Feuchte und Schimmel
Nordhofen. Falsches Lüften im Sommer verursacht häufig Feuchtigkeits- und Schimmelpilzschäden. Kellerräume sind davon am meisten betroffen. Kein Wunder: 62% der deutschen Bevölkerung sind fälschlicherweise davon überzeugt, dass ausgiebiges Lüften in den Sommermonaten die Bildung von Schimmel vermeide. Nur 19 Prozent wissen, dass auch im Sommer Stoßlüften die richtige Wahl ist. Dies belegt eine repräsentative Befragung der ISOTEC-Gruppe.
Mit den ersten heißen Sommertagen beginnen viele Hausbesitzer damit, die Kellerräume zu durchlüften, um Feuchtigkeit und muffigen Kellergeruch zu vertreiben. Dabei stehen Fenster und Türen meist den ganzen Tag über offen. Doch statt eines trockenen Kellers erreicht man damit genau das Gegenteil – der Keller wird feucht.
„Vielen Bewohnern fehlt in der Tat das Wissen über die richtige Belüftung des Kellers“, berichtet Fachmann Michael Piroth, der mit seinem ISOTEC-Fachbetrieb auf die Sanierung von Feuchte- und Schimmelpilzschäden spezialisiert ist. Immer wieder analysiert er Schäden, die durch die sogenannte Sommerkondensation entstehen. Der Fachmann veranschaulicht dieses Prinzip durch ein Beispiel: „Nimmt man im Sommer eine Wasserflasche aus dem Kühlschrank, bilden sich an der Flasche Tauperlen. Der Grund: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit speichern als kalte. Kühlt die warme Zimmerluft also an der Flasche ab, wird Feuchtigkeit frei und in Form von Wasser sichtbar.“, so Piroth. Das Gleiche gilt für Kellerräume: Wenn die warme Sommerluft beim Lüften in den kühlen Keller strömt, kondensiert die überschüssige Feuchtigkeit an den Wänden und es entsteht ein unbehagliches, feuchtes Raumklima - die Grundlage für Schimmelpilzbildung.
„Um Kondenswasser in Kellern zu vermeiden, sollte man nur lüften, wenn die Außentemperatur niedriger und die Außenluftfeuchtigkeit geringer ist als im Keller“, erklärt Piroth. Zum Beispiel in den frühen Morgenstunden der Sommermonate: Die Luft ist dann relativ kühl und enthält weniger Feuchtigkeit. Wird diese Luft im Keller erwärmt, so reduziert sich die relative Luftfeuchtigkeit. Die erwärmte feuchtere Luft wird dann beim Lüften wieder nach draußen transportiert und Bauteile können austrocknen.
Kurz und knapp: 5 Tipps für trockene Keller im Sommer
Wenn ein Keller gut isoliert ist und trockene Außenwände hat, lässt sich Sommerkondensation durch richtiges Lüften vermeiden:
1. An besonders heißen Sommertagen tagsüber gar nicht lüften, sondern gezielt morgens und abends stoßlüften, wenn es noch nicht bzw. nicht mehr so warm ist.
2. An kühleren Sommertagen den Keller im Idealfall mehrmals am Tag für etwa 10 bis 15 Minuten stoßartig durchlüften.
3. Wenn im Keller Wäsche gewaschen, getrocknet oder gebügelt wird, immer wieder kurz und kräftig durchlüften (am Besten morgens oder abends).
4. Möbel, besonders große Schränke, nicht direkt an die Außenwand des Kellers stellen, damit die Raumluft ausreichend zirkulieren kann.
5. Selten benutzte Kellerräume auch im Winter nie ganz auskühlen lassen, sondern leicht temperieren und täglich kurz lüften.
Weitere Informationen unter www.isotec.de
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