- Anzeige - Seniorenzentrum Katharina Kasper feierte 10-jähriges Jubiläum
Vom City-Kaufhaus zu Senioreneinrichtung
Andernach. Mit einem Festgottesdienst, gehalten von Pfarrer Horst Krahl begann am vergangenen Freitag die Feier zum 10-jährigen Bestehen der Einrichtung am Stadtgraben in Andernach. Zahlreiche geladene Gäste folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit für ihre Gratulationen. Elisabeth Disteldorf, Geschäftsführerin der Katharina Kasper ViaSalus GmbH richtete ihr Grußwort an die Gäste: „Heute feiern wir 10 Jahre Bestehen des Seniorenzentrums Katharina Kasper hier in Andernach. Im Januar 2006 haben wir den Betrieb aufgenommen. Die Lage des Gebäudes in direkter Nachbarschaft zur historischen Altstadt und mit unmittelbarem Zugang zur Andernacher Fußgängerzone, nur ein kurzer Sparzierweg entfernt von den Rheinanlagen, war ein wichtiger Entscheidungsfaktor für unser Engagement hier. Unser Ziel war und ist es, dabei flexibel auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen und individuell angepasste Hilfe anzubieten. Wir brauchen heute in unserer Gesellschaft ein neues Gespür für die Weisheit und den Sinn des Alters; eine neue Wertschätzung des Alters. Wir sind auf dem Weg in eine Gesellschaft des langen Lebens und dennoch lässt sich nicht leugnen, das Geschenk des langen Lebens wird für viele mit zunehmendem Alter von gesundheitlichen Einschränkungen und chronischen Beschwerden geprägt.“
Die Aufgaben liegen in der Versorgung Kranker, Pflegebedürftiger, Sterbender, zu betreuender Menschen sowie deren Angehörigen, in der Rehabilitation, in der Beratung in vorgenannten Bereichen sowie in Bildung, Erziehung und Ausbildung. Diese Versorgung wird zur Zeit in sieben somatischen Krankenhäusern, in einem psychiatrischem Krankenhaus, in 13 stationären Alten- und Pflegeeinrichtungen mit der gesamten Angebotspalette von Betreutem Wohnen, Tagespflege, Kurzzeitpflege, stationärer Pflege, aber auch der pflegerischen Versorgung in zwei ambulanten Pflegediensten geleistet.
Mitarbeiter sind 365 Tage im Jahr rund um die Uhr im Einsatz
„Getragen werden unsere Einrichtungen von rund 5.700 engagierten, hochqualifizierten Mitarbeitern, die an diversen Stadtorten in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr im Einsatz sind,“ so Disteldorf weiter. Der Gedanke, selbst pflegebedürftig oder dement zu werden, mache Angst, er passe nicht zu den Leitbildern von Autonomie und Anti-Aging. Diese Veränderung führe dazu, dass Pflege und Hilfsbedürftigkeit oft nicht mehr in ihrer Individualität, sondern nur noch in ihren Defiziten wahrgenommen werde. „Wir müssen uns klar darüber werden, dass Verletzlichkeit und Endlichkeit zum Menschsein gehören und gerade Pflege ein Beziehungsgeschehen ist. Ohne Respekt und Vertrauen, ohne Zeit und Verlässlichkeit, ohne Offenheit und persönlichen Einsatz kann sie nicht gelingen. Es sind die Lebensgeschichten der Menschen, die uns staunen lassen und es ist sicher ein Privileg, so viele persönliche Einblicke zu bekommen. In diesem Sinne möchte ich mit einem Wort von Katharina Kasper schließen, das besonders gut zum heutigen Tag passt: Machen Sie sich nur keine unnötigen Sorgen, gehen Sie mit Ruhe von einem Tag auf den anderen Ihren Weg mit Gott, so geht es gut“, so die Geschäftsführerin abschließend. Oberbürgermeister Achim Hütten dankte in seinem Grußwort den Verantwortlichen dieser Einrichtung, „Sie haben zentrumsnah Räume der Begegnung geschaffen. So können ihre Bewohner weiterhin am aktiven Leben in Andernach teilnehmen. Sie sorgen für unsere älteren Mitbürger. Vielen Dank für das gute Werk, dass ihr an unseren Vätern und Müttern tut.“ Einrichtungsleiter Franz Schmitz war es ein besonderes Anliegen, seinen Mitabeitern zu danken ohne deren persönlichen Einsatz man nicht so erfolgreich agieren könne. „Mit meinen Mitarbeitern bin ich schon öfters durch dick und dünne gegangen, auf sie kann ich mich immer verlassen. Mein besonderer Dank gilt auch den zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die sich für und in der Einrichtung mit einbinden. Vielen Dank auch an den leider aufgelösten MGV 1854 Gemischter Chor Andernach. Dieser hat immer bei uns geprobt und uns heute seine „Auflösungsspende“ von 1.200 Euro überreicht. Wir sind aus Andernach nicht mehr wegzudenken. Wir haben uns in den 10 Jahren mit vielen Einrichtungen vernetzt, so kann es weitergehen,“ so Schmitz abschließend.
Nach dem offiziellen Teil bekam jeder Gast noch einen „Katharina Kasper Glückskeks“ überreicht, ehe man zum gemütlichen Teil überging. Im hauseigenen Cafe und Innenhof wurde bei Speis und Trank mit allen Gästen und Hausbewohnern noch lange gemeinsam gefeiert. WAM
