Allgemeine Berichte | 03.09.2013

Förderverein Burgruine Arenberg lädt zur Ausstellung

Bergbau im Arenberger Land

Dr. Volker Reppke (l.) mit Erz und der Vorsitzende Bernd Stratmann mit einer Takenplatte, davor das Wappen der Herzöge von Arenberg. UM

Aremberg.Der Förderverein Burgruine Arenberg e.V. mit dem Vorsitzenden Bernd Stratmann und Dr. Volker Reppke als wissenschaftlichem Betreuer hat in Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde Aremberg eine Ausstellung zum Thema „Bergbau im Arenberger Land“ zusammengestellt. Die Ausstellung „Erzbergbau und Verhüttung der Arenberger in der Eifel“ wird am 7. September eröffnet. Öffnungszeiten für Besucher: 8. September, 15. September, 29. September und 6.Oktober, jeweils 11 bis 16 Uhr. Veranstaltungsort: Dr. Erik Herzog von Arenberg Gemeindehaus in Aremberg.

Die Ausstellung befasst sich mit den Anfängen der Erzschürfungen in der Region. Bereits zur Römerzeit lassen sich Eisenverarbeitung und Eisenerzgewinnung im Raum der oberen Ahr nachweisen.

Innerhalb einer römischen Villa Rustica bei Blankenheim konnte 1930 ein Eisenschmelzofen freigelegt werden. Ob aber wie in der Südeifel eine Kontinuität zwischen antiker und frühmittelalterlicher Eisenerzerzeugung bestanden hat, ist bislang nicht nachgewiesen worden. Grundlage der Eisenverarbeitung an der Ahr waren die reichen Eisensteinlager in diesem Raum. Eisenerzschürfstellen bei Blankenheim, Dollendorf, Lommersdorf oder Schmidtheim sind bis heute in der Landschaft erkennbar. Um 1550 waren Erzgräber auch in unmittelbarer Nähe der Burg Arenberg auf vorzügliche Erze gestoßen.

Soexistiert eine Urkunde vom 18. August 1549, in der Johann von Ligne-Arenberg einer Gewerkschaft das Recht einräumte, den Berg um die Arburg bergmännisch zu nutzen. Schleidener Berg- und Eisenfachleute halfen bei der Erschließung neuer Erzfelder, um so für den weiteren Nachschub an Eisenstein zu sorgen. Die ergiebigen Erze, die in der Nähe von Lommersdorf zutage gefördert wurden, riefen offensichtlich eine Euphorie hervor, die auf das gesamte Arenberger Land übergriff.

An vielen verschiedenen Stellen begannen Bergleute mit der Arbeit, in der Hoffnung, gute Erze nach oben zu bringen. Die Suche nach Blei-, Kupfer- und Silbererz bei Antweiler und Aremberg im 16. Jahrhundert im Jahre 1556 hatten Bergleute in unmittelbarer Nähe des gefreiten Ortes Aremberg zwei Schächte gesenkt. Bleierz sollte hier gefördert werden.

Die Stollen wurden wohl auch gegen den Burgberg hin vorgetrieben. Deshalb verbot Gräfin Margaretha am 8. Januar 1557 den Bergleuten, weiterhin nach dem bergh, schloß und huys zo graben. Verschiedene Fachleute aus entfernteren Bergbaurevieren ließ man sich nach Aremberg kommen, um mit deren Rat und Hilfe schneller und günstiger Erze zu graben und zu verarbeiten. Im Jahre 1560 wirkten Spezialisten des Lütticher Bergbaureviers an der Ahr. S

ie berichteten der Gräfin Margaretha von der Mark-Arenberg am 5. Juli 1560, dass ein Bergwerg im thal, ein zweites zwischen Trierscheid und Antweiler betrieben werde.

Schon bald nach 1560 scheint sich die anfängliche Hochstimmung gelegt zu haben. Es zeigt sich wohl, dass die Suche nach Blei- und Silbererz nicht so erfolgreich war, wie man zunächst gehofft hatte.

Dr. Volker Reppke (l.) mit Erz und der Vorsitzende Bernd Stratmann mit einer Takenplatte, davor das Wappen der Herzöge von Arenberg. Foto: UM

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