Im Rahmen des WJT-Jugendfestivals Müllenbach
Bundespolitik im Pfarrgarten
Katholische Arbeiter-Bewegung Reifferscheid forderte: „Reißt die Steuer rum!“
Müllenbach/Reifferscheid. Einen gravierenden Kurswechsel in der Bundespolitik hat der Ortsverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Reifferscheid im Rahmen des WJT-Jugendfestivals Müllenbach gefordert.
Bundespolitik - Pfarrgarten - Jugendliche: Dass dies keineswegs Gegensätze sein müssen, hat der Aktionstag „Politik zum Anfassen“ im Rahmen des „Jugendfestivals Müllenbach“ (www.jugendfestival-muellenbach.de) gezeigt. Fragende und interessierte Jugendliche und junge Erwachsene, Bundestagskandidaten, Pfarrer und Dechant Klaus Kohnz und weitere Verantwortliche der Pfarrgemeinde saßen auf Augenhöhe in einer Stuhlrunde im wohltuenden Schatten des Kirchturmes zusammen. Dieser Tag des Festivals, das im Kontext des Weltjugendtags in Rio steht, hatte das Ziel, Bundespolitik erfahrbar, verstehbar und gestaltbar zu machen.
Doch so einfach ist das nicht, denn vieles, das im Bundestag debattiert wird, scheint zunächst einmal „weit weg“ von der alltäglichen Lebenswelt insbesondere von Jugendlichen. Und die anwesenden Bundestagskandidaten gaben sich daher alle erdenkliche Mühe, den Anliegen und Fragen der Gesprächsrunde zu entsprechen, um zu erklären, Politik begreifbar und Demokratie erlebbar zu machen.
Mit Selbsterfahrungs- und Mitmachelementen war die KAB Reifferscheid in Kooperation mit dem Bezirksverband Mittelrhein am Veranstaltungsort aktiv. Dort konnte man den „Nachhaltig leben und arbeiten“-Zebrastreifen des KAB-Diözesanverbands Trier www.kab-trier.de begehen, seine „Bo(o)tschaften für Berlin“ falten und mit Forderungen wie „Ausbildungsplätze schaffen“, „Altersarmut verhindern“, „Keine Kriege mehr“, oder „Faire Einstiegschancen ins Erwerbsleben“ versehen. Das KAB-Kampagnenschiff zum Jahresthema „Richtig steuern“ (mehr dazu unter www.reisst-die-steuer-rum.de) ist groß genug, diese kleinen Papierboote aufzunehmen um sie am 4. Oktober dem neugewählten Bundestag zu übergeben. Man beschäftigte sich aber auch ausgiebig mit der „Sehkarte“ der KAB, die die Forderungen und politische Arbeit der KAB wie die Einführung eines gesetzlich geregelten Mindestlohns, die Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 50 Prozent oder beispielsweise die dezentrale und vernetzte Solarwirtschaft verdeutlichen, erläutern und „befahrbar“ machen.
Peter Kaiser, Vorsitzender der KAB Reifferscheid, zeigt sich mit den Ergebnissen, der Frequentierung und der gesamten Arbeit mit dem Aktionsstand sehr zufrieden. Er wurde nach einem neuen Aktionskonzept des KAB-Diözesanverbands Trier erstellt und kam an diesem Tag erstmals zum Einsatz. „Die Jugend ist nicht unpolitisch. Sie will gefragt werden und einbezogen werden, Erfahrungen und Erkenntnisse erlangen. Und da haben wir mit diesem Aktionsstand genau ins Schwarze getroffen“, so Kaiser, „Man sieht eben: KAB ist die Bewegung für soziale Gerechtigkeit“. Pressemitteilung
des KAB Diözesanbüros Trier
Junge Leute für Politik und demokratische Prozesse zu interessieren waren weitere Ziele.
