Allgemeine Berichte | 04.02.2013

Tennis - Rheinlandmeisterschaften Ü30

Damen-Hallentitel gingen ins Ausland

Fredriks und Murtaugh problemlos - Viele Matchtiebreaks bei den Herren

Herren 40: Becker - Kelling - Klotzbach.

Koblenz. Vor gut einer Woche war Miriam Fredriks als älteste Spielerin im Damenfeld bei den offenen Meisterschaften des Rheinlandes noch in der zweiten Runde an Mitfavoritin Michelle Karbach gescheitert, im zweiten Anlauf holte sich die Niederländerin ganz souverän den Hallentitel Ü50. Und auch die Damen-Meisterschaft Ü30/40 ging bei den Senioren-Titelkämpfen des TVR in Andernach ins Ausland, Lori Murtaugh verpasste ihrer Endspielgegnerin sogar eine Brille. Knapper war es bei den Herren, drei der sechs Endspiele gingen über den Matchtiebreak.

Dreimal traf es Ralf Klotzbach (HTC Bad Neuenahr), der im Viertelfinale Ü40 vom stark aufspielenden Kleeblatt-Mayener Dirk Boos heftigst gefordert worden war (6:7, 7:6, 14:12), das Vorschlussrundenspiel gegen den Koblenzer Moritz Nonnenkamp im dritten Satz mit 10:5 für sich entschied und schließlich im Finale Stephan Becker vom Bendorfer TV - der ebenfalls ein hartes Halbfinalmatch in den Beinen hatte: 7:5, 3:6, 10:5 gegen den an Nr. eins gesetzten Betzdorfer Michael Weber - dem Kräfteverschleiß Tribut zollen musste. „Irgendwann ist der Akku leer“, stellte er nach dem letzten Spiel dieser Meisterschaften in der Halle des Andernacher Tennis-Treffs Mittelrhein fest. „Mir fehlte einfach die Kraft für einen guten ersten Aufschlag.“ Beide Finalisten mussten im zweiten Drei-Satz-Spiel des Tages „auf die Zähne beißen“, wie Rheinlandmeister Becker anmerkte, „am Ende hatte ich ein paar Körner mehr.“

Wurden in der bestbesetzten 40er-Klasse (30 Meldungen) insgesamt sechs Matchtiebreaks gespielt, so kamen die Jungsenioren ganz ohne verkürzten Entscheidungssatz aus. Zum dritten Mal hintereinander zog der Oberwerther Matthew Feeney im Ü30-Hallenfinale den Kürzeren, beim 4:6, 6:7 (6:8) ärgerte ihn vor allem die vergebene Chance auf Satzausgleich bei 6:3-Führung im Tiebreak. „Mein Gegner hatte ein gutes Ballgefühl am Netz“, lobte er den Sieger Jens Weller aus Bad Neuenahr, der von einer „hauchdünnen Entscheidung“ sprach, bei der es entscheidend darauf angekommen sei, gegen Feeneys Serve-and-Volley den Ball im Spiel zu halten.

Die Klasse bis 50 Jahre mit nur acht Aktiven (insgesamt hatten die Hallenmeisterschaften 110 Teilnehmer) entschied Axel Hüttner (TC Idar-Oberstein) mit 6:3, 6:0 gegen den Andernacher Christof Einig unbedrängt für sich. „Ich war konditionell besser drauf“, meinte er und erfuhr volle Zustimmung: „Das zweieinhalbstündige Halbfinalspiel vom Vormittag steckte mir noch in den Knochen“, so Einig. Als einseitige Angelegenheit erwies sich auch das Endspiel Ü55. Gehandicapt von einer Schulterverletzung, hatte sich Ulrich Scheyer vom TC Rh.-W. Neuwied mit 11:9 im Matchtiebreak gegen den ungesetzten Diezer Dr. Thomas Kießlich ins Finale gekämpft, das Klubkamerad Christoph Hilpisch ohne Spiel erreichte. Im Duell der beiden, die sich gut kennen und „schon oft gegeneinander gespielt haben, mal so und mal so“ (Hilpisch) war entscheidend, dass Scheyer beim 3:6, 1:6 „ohne Rückhand und mit eingeschränktem Aufschlag den Gegner nicht in Bedrängnis bringen konnte“.

Wie im Vorjahr stand Turnierleiter Horst Kelling (TC Bad Ems) in der Tennishalle wieder seinen Mann - und diesmal vor einer Niederlage. Im Finale Ü60 hatte Rudolf Kuhnke (SG DJK Andernach) zwei Matchbälle auf dem Schläger. „In der entscheidenden Situation verfügte mein Gegner, immerhin Nr. acht der DTB-Rangliste, über die besseren Schläge“, meinte Kuhnke nach dem 6:4, 1:6, 9:11. Bei 4:1-Führung im ersten Satz habe er sich zurückgenommen, so Kelling, und dann nur schwer wieder ins Spiel gefunden. „Aber wie ich die beiden Matchbälle abgewehrt habe, weiß ich auch nicht“, fügte er noch hinzu. Auch bei den ältesten Spielern ging das Endspiel in den Entscheidungssatz, den Dr. Zdenek Petricek (TC Bad Ems) gegen den Siershahner Dietmar Stern mit 10:7 für sich entschied. „Ich brauche immer etwas Zeit, um ins Spiel zu finden und mich auf meinen Gegner einzustellen“, kommentierte Petricek das 1:6 im ersten Durchgang. In der Folge mangelte es Stern aufgrund einer Adduktorenzerrung („Ich konnte nicht mehr so viel laufen wie gewohnt“) an ausreichender Gegenwehr.

Nur zwei Klassen wurden bei den Damen entschieden, „vielleicht sollten wir eine Nebenrunde ins Kalkül ziehen“, spekulierte Turnierleiter Kelling. Mindestens zwei Spiele wären garantiert, was ein größerer Anreiz sein könnte. Die Amerikanerin Lori Murtaugh vom Andernacher TC lobte bei ihrer erfolgreichen Titelverteidigung (6:0, 6:0) zwar Kontrahentin Alexandra Köpfer (TC Jünkerath) für deren Laufarbeit, hätte sich aber „eine stärkere Konkurrenz gewünscht“. Die hatte Vorjahressiegerin Ute Gilberg aus Eitelborn, Miriam Fredriks vom TC GW Bad Hönningen „war eine Nummer zu groß für mich“. Die 6:0, 6:1-Siegerin aus den Niederlanden, seit April in Bad Breisig wohnhaft, hatte nach vier Jahren Spielpause keine Mühe bei ihrem ersten Rheinland-Titelgewinn. „Ich werde jetzt wieder mehr trainieren und im Sommer voll einsteigen“, kündigte sie an. Dann dürfte manche Spielerin Ute Gilbergs Feststellung teilen: „Wenigstens habe ich an Erfahrung gewonnen.“

Zahlenspiegel der Rheinlandmeisterschaften

Damen 30 und 50 sowie Herren 30, 40, 50, 55, 60 und 65 von Freitag, 25. bis Sonntag, 27. Januar, in Andernach:

Damen 30/40: Finale: Lori Murtaugh (1.Andernacher TC) - Alexandra Köpfer (TC Jünkerath) 6:0, 6:0.

Halbfinale: Murtaugh - Julia Köhne (3, Andernacher TC) 6:0, 6:2, Köpfer - Sandra Beyl (TC RL Lahnstein) 2:4, Aufgabe Beyl.

Herren 30: Finale: Jens Weller (1, HTC Bad Neuenahr) - Matt Feeney (2, TC Oberwerth Koblenz) 6:4, 7:6.

Halbfinale: Weller - Roman Garzorz (TC Remagen) 6:3, 6:4, Feeney - Frank Sturtz (TC Hausen) 6:0, 6:0.

Herren 40: Finale: Stephan Becker (4, Bendorfer TV) - Ralph Klotzbach (2, HTC Bad Neuenahr) 5:7, 6:4, 10:5.

Halbfinale: Becker - Michael Weber (1, TC GW Betzdorf) 7:5, 3:6, 10:5, Klotzbach - Moritz Nonnenkamp (3, TC Oberwerth Koblenz) 1:6, 6:4, 10:5.

Viertelfinale: Weber - Jörg Schneider (8, TC Treis) 6:1, 6:1, Becker - Marco Bierbaum (TC GW Betzdorf) ohne Spiel für Becker, Nonnenkamp - Guido Peckedraht (6, TC Oberwerth Koblenz) 6:1, 6:1, Klotzbach - Dirk Boos (5, TC Am Kleeblatt Mayen) 6:7, 7:6, 14:12.

Damen 50: Finale: Miriam Fredriks (2, TC Bad Hönningen) - Ute Gilberg (1, TC Eitelborn) 6:0, 6:1.

Halbfinale: Gilberg - Gisela Martina (4, HTC Bad Neuenahr) 6:3, 6:1, Fredriks - Birgit Weinand (3, TC Metternich) 6:0, 6:1.

Herren 50: Finale: Axel Hüttner (2, TC Idar-Oberstein) - Christof Einig (1, Andernacher TC) 6:3, 6:0.

Herren 55: Finale: Christoph Hilpisch (3, TC Rh.-W. Neuwied) - Ulrich Scheyer (1, TC Rh.-W. Neuwied) 6:3, 6:1.

Halbfinale: Scheyer - Dr. Thomas Kießlich (TC Diez) 6:4, 3:6, 11:9, Hilpisch - Thomas Murtaugh (2, TC BW Bad Ems) ohne Spiel für Hilpisch.

Herren 60: Finale: Horst Kelling (1, TC BW Bad Ems) - Rudolf Kuhnke (4, SG DJK Andernach) 4:6, 6:1, 11:9.

Halbfinale: Kelling - Lothar Martin (3, TC Thalfang) 6:1, 6:0, Kuhnke - Hans-Willi Koch (2, PostSV Koblenz) 6:2, 4:6, 10:6.

Herren 65: Finale: Dr. Zdenek Petricek (1, TC Bad Ems) - Dietmar Stern (2, TC Siershahn) 1:6, 6:1, 10:7.

Halbfinale: Petricek - Günther Hering (4, VfL Kirchen) 6:2, 6:1, Stern - Udo Hahn (3, HTC Bad Neuenahr) 6:3, 6:2. Thomas Wächtler

Herren 40: Becker - Kelling - Klotzbach.
Herren 50: Huettner - Kelling - Einig.

Herren 50: Huettner - Kelling - Einig.

Herren 30: Feeney - Kelling - Weller.

Herren 30: Feeney - Kelling - Weller.

Herren 40: Becker - Kelling - Klotzbach.

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