Erweiterung der Müll-Umladestation und Sammelstelle in Leimbach
Die erweiterte Umladestation wurde in Betrieb genommen
Leimbach-Adenau. Die Abfallwirtschaft im Landkreis Ahrweiler erreicht eine Verwertungsquote nahezu 100 Prozent, was vor Jahrzehnten noch als Abfall deponiert wurde, wird heute längst sortiert und verwertet. In Leimbach bei Adenau begann dies im Jahre 1992 als Ersatz für die alte Hausmülldeponie in Schuld, als hier auf der ehemaligen Bauschuttdeponie in Leimbach die erste Umladestation des Kreises für Müllsammelfahrzeuge als Anlaufpunkt eingerichtet wurde, erinnerte Landrat Dr. Jürgen Pföhler die Gäste bei der Inbetriebnahme der nun erweiterten Umladestation. In einigen Monaten Bauzeit wurde das neue Umschlag- und Wertstoffzentrum Leimbach, wie es zukünftig heißen wird, für die Verbandsgemeinde Adenau und Altenahr, mit einem Umschlag von rund 6.500 Tonnen pro Jahr umgebaut. Der Abfallwirtschaftsbetrieb hat mit dieser Baumaßnahme nach der Erweiterung des Abfallwirtschaftszentrums in Niederzissen und der Erweiterung des Wertstoffzentrums in Remagen-Kripp die dritte Anlage erweitert und modernisiert, so Landrat Pföhler. Bei der Inbetriebnahme konnte er so auch den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr Achim Haag, den Beigeordneten der Verbandsgemeinde Adenau, Jürgen de Temple, die Mitglieder des Kreistages und des Werksausschusses, Stadtbürgermeister der Stadt Adenau Arnold Hoffmann sowie die Ortsbürgermeister und Beigeordneten und den Werkleiter des Abfallwirtschafsbetriebes Sascha Hurtenbach, neben all den Festgästen begrüßen.
Investition in die Zukunft
Die hier durchgeführte Baumaßnahme hatte einen Kostenrahmen von rund 700.000 Euro, die nicht nur eine Investition in die Zukunft bedeute, sondern auch den ländlichen Raum stärke, so der Landrat. Abfall ist so weit möglich wiederzuverwenden, was allerdings nur möglich und sinnvoll ist, wenn er vorher sortenfrei erfasst wird. Dies war auf der Umladestation in Leimbach mit nur vier Stellplätzen kaum möglich und so wurde die Anlage nun in die Zukunft gerichtet auf zehn Stellplätze für die verschiedenen Container, alle Kundenorientiert an der Rampe angeordnet. Weiter wurde ein Verladeplatz für Bauschutt und eine Elektromüllsammelstelle eingerichtet und die Anlage um ein Leergutlager für Container ergänzt. Zur Sicherheit des Personals und des anliefernden Besucherverkehrs, wurde ein neues Verkehrskonzept erarbeitet, das eine Trennung auf zwei Ebenen vorsieht, für den Betriebsverkehr auf der unteren und für den Besuchsverkehr auf der oberen Ebene. Dass die Anlage von den Bürgern der Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr angenommen wird, hat auch dazu geführt, dass jetzt zwei Mitarbeiter sowie ein Mitarbeiter mit LKW für den eigenen Hofdienst in Leimbach beschäftigt sind. Neu ist auch, dass jetzt ein Wasseranschluss für das Personal und den Brandschutz direkt auf den Umschlagplatz gebracht wurde. Im Landkreis Ahrweiler begann das Umdenken der Abfallwirtschaft bereits in den frühen 1990er-Jahren. Nach der Einführung der gelben Tonne folgten die Biotonne und zuletzt die blaue Tonne für Karton und Papier.
Insgesamt wird Abfallwirtschaft an vier Standorten im Ahrkreis betrieben so in Ahrweiler, Remagen-Kripp, Niederzissen und hier in Leimbach. Da kommen dann rund 24.000 Tonnen Haus- und Sperrabfälle, 15.000 Tonnen organische Abfälle und 10.000 Tonnen Papier und Kartonagen im Jahr zusammen um die sich der Abfallwirtschaftsbetrieb mit seinem Werkleiter Hurtenbach und derzeit 32 Mitarbeiter kümmert. Auch wenn die anfallende Menge in Leimbach mit nur rund 6.000 Tonnen die geringste ist, so macht sie doch in der Fläche der beiden Verbandsgemeinden mit zusammen 52,3 Prozent mehr als die Hälfte des gesamten Landkreises aus.
