Abwechslungsreicher Saisonhöhepunkt der VLN-Langstreckenmeisterschaft
Doppeltes Podest für Phoenix-Racing
ROWE Racing auf Mercedes SLS AMG gewinnt das 6-Stunden-ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, die Eifeler Teams folgen
Nürburgring. Nach 2012 sicherte sich auch in diesem Jahr ROWE Racing den Erfolg beim 6-Stunden-ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, dem prestigeträchtigen Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft. Bei wechselnden Wetterbedingungen mit Sonnenschein bis hin zu starkem Regen hatte das Eifelwetter beim Saisonhöhepunkt der VLN alles zu bieten und bescherte damit den Boxencrews der 214 gestarteten Teams reichlich Arbeit. Am Ende waren es nicht, wie es zu erwarten gewesen wäre, die Teams aus der Region, die sich am besten auf diese Bedingungen einstellen konnten, sondern das pfälzische Motorsport-Team von ROWE Racing. Nach 6:00:01,979 Stunden und einer zurückgelegten Distanz von 925,604 Kilometern überquerten Jan Seyffarth (Querfurt-Leimbach), Nico Bastian (Frankfurt) und Lance David Arnold (Duisburg) im ROWE Mercedes-Benz SLS AMG GT3 als Sieger die Ziellinie. Mit den Plätzen Zwei und drei für das Team von Phoenix-Racing blieben die weiteren Pokale dann aber doch noch in der Eifel. Frank Stippler (Bad Münstereifel), Marc Basseng (Neusalza Spremberg) und Roman Rusinov (Russland) wurden mit dem Phoenix Audi R8 LMS ultra Zweite, vor dem Schwesterfahrzeug mit Christopher Haase (Kulmbach), Harold Primat (Schweiz) und Doppelstarter Frank Stippler.. Hinter dem Spitzentrio verpasste die Besatzung des Porsche 911 GT3 RSR von Manthey-Racing, Jochen Krumbach (Eschweiler), Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Nick Tandy (Großbritannien) als Vierte, aufgrund einer Stop & Go-Strafe nur knapp das Podium. Bei einem Boxenstopp hatte der gelbgrüne Manthey Renner die vorgeschriebene Mindeststandzeit unterschritten und büßte bei dem, von den Sportkommissaren angeordneten, erneuten Zwangsbesuch der Box die fehlenden Sekunden auf eine Podiumsplatzierung ein.
Porsche beherrscht die Klassen
Neben dem erfolgreichen Abschneiden von Phoenix-Racing in der Gesamtwertung, konnten sich die Teams aus der Region auch in den Klassenwertungen erfolgreich platzieren. So sicherte sich der Manthey Porsche 911 GT3 RSR mit dem vierten Gesamtrang auch den Sieg in der Klasse SP8. In der Klasse SP7 kam mit dem zweiten Porsche RSR aus dem Hause Manthey der Sieger ebenfalls aus dem Meuspather Erfolgsteam. Komplettiert wurde das Podium in der SP7 mit den Plätzen zwei und drei von den beiden Porsche Besatzungen des Black Falcon Teams. Den krönenden Abschluss fand die Erfolgsbilanz, der im Gewerbepark am Nürburgring ansässigen Teams, mit dem vierten Saisonsieg des 911-er von GetSpeed Performance in der Porsche CUP Wertung. Weitere Podiumsplatzierungen sicherten sich, mit jeweils einem zweiten Rang, die BMW Teams von Scheid Motorsport (Kottenborn) mit dem „Eifelblitz“ in der Klasse SP10, sowie die Mannschaft von Michael Mönch (Adenau) mit einem BMW 325i in der seriennahen Klasse V4. Noch eine Stufe höher auf der Siegertreppe ging es für das Duo Fredy Lienhard und Ralph Beck (beide Herschbroich), die mit dem Rent4Ring Mazda MX-5 die Klasse V3 für sich entscheiden konnten. Ebenso erfolgreich das zweite in Herschbroich beheimatete Team von PROsport Performance, deren Fahrer Ivan Jacoma, Jörg Viebahn und Arno Klasen mit dem Porsche 991, in der Klasse V6 mit über drei Minuten Vorsprung die Gegner deklassierten.
Der Defektteufel schlägt zu
Pech hatte dagegen das beim letzten Lauf siegreiche Team von Frikadelli Racing aus Barweiler. Von Rang drei gestartet kämpften Klaus Abbelen, Sabine Schmitz, Patrick Huisman und Patrick Pilet zunächst mit um die Spitzenpositionen, bevor die Technik dem Team einen Streich spielte. Zunächst wurden die Rundenzeiten deutlich langsamer, bevor man schließlich den Porsche 997 GT3 R ganz abstellen musste. Ebenso glücklos auch die Adenauer Mannschaft von RTR, die sich zwar die schnellste Rennrunde eines Porsche CUP Fahrzeuges sichern konnten, jedoch aufgrund eines unverschuldeten Unfalls, das frühzeitige Aus des Porsche 911 GT3 CUP hinnehmen musste. Auch in der Opel Astra Klasse schlug beim Adenauer Team der Defektteufel an den beiden eingesetzten Boliden gnadenlos zu. Zwar konnten die Mechaniker die Schäden an den Antriebswellen, durch einen Austausch beheben, durch den Zeitverlust musste man sich aber aus dem Kampf um den Sieg vorzeitig verabschieden. Der nächste Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft, das 36. RCM DMV Grenzlandrennen, findet am 14. September statt und geht dann wieder über die gewohnte Distanz von vier Stunden.
Der siegreiche ROWE SLS AMG GT3 beim Boxenstopp.
