Allgemeine Berichte | 14.09.2014

„Kölsche Mundartsänger“ Live in Concert in der Remagener Rheinhalle

Ein Engel mit irdischer Bodenhaftung

Tommy Engel fuhr bei seinem Besuch in Remagen als Oldtimer-Fan auch kurz bei Rudi Caracciola vorbei. AB

Remagen. Der, der den Titel „ein Engel mit irdischer Bodenhaftung“ erfunden hat, hat ein Gespür für die Wahrheit. Auf „Tommy“, den urkölschen Mundartsänger, trifft diese Bezeichnung zu. „Dat met däm fleje klapp ich nit esu, ich ben keine Engel, ich heiße nur su“, sagt dann auch der Sänger und Protagonist, nachdem er mit der weiß-roten „Harley“ zur Pressekonferenz aus der Domstadt an den Rhein gekommen ist. Er verbindet gerne das Angenehme mit dem Nützlichen, „un ne Rheintour is imme schön“, freut er sich schon auf seinen Auftritt in der Remagener Rheinhalle am Freitag, 10. Oktober. Das Gründungsmitglied von den „Bläck Fööss“ macht keinen Hehl daraus, dass er sich immer noch freut über „die ahle Liedchen“, die auch heute noch zum Einsatz kommen. Das sei nun mal die richtige rheinische Mentalität, aus der diese Lieder entsprungen sind. Mit dem Nachbarn leben, auf die Freunde aufpassen und alles nicht so ganz ernst nehmen, das hält der heimatverbundene Künstler, der im November seinen 65. Geburtstag feiert, für die richtige Lebensphilosophie. „Entweder ich komme pünktlich oder gar nicht,“ schmunzelt er aber auch, angesprochen auf seinen Perfektionsgeist auf der Bühne.

Gemeinsam mit seinem Freund, dem Pianisten und Komponisten Jürgen Fritz und Band wird Engel in Remagen auftreten. Gemeinsam haben sie schon Projekte wie „Arsch huh, Zäng ussenander“ mit aus der Taufe gehoben, gemeinsam arbeiten sie auch an der „Weihnachts-Engel-Show“. In Remagen wird der „Engel mit Bodenhaftung“ ein neues Programm vorstellen, „das aber eigentlich nicht neu ist“, verrät Engel. Für ihn sind seine Songs zum Nachdenken und zum Mitsingen einfach ein Teil des Lebens. Darüber will er auch erzählen, seine Fangemeinschaft mitnehmen auf seiner Reise durch die heimischen Lande, mit Menschen und deren Geschichten. Ja natürlich will Tommy den Menschen Freude bringen mit seinen Liedern, „denn wo der Spaß ist, ist der Ernst nicht weit“, sagt er. Aber schließlich sollen die Menschen bei seinen Konzerten auch für ein paar Stunden den Alltag vergessen können, und dafür ist er mit seiner Band ein Garant. Er kann den Alltag vergessen, wenn er mit seiner Harley auf Tour geht, und da besucht er in Remagen auch gerne das Rudi-Caracciola-Denkmal. Denn schließlich ist er Oldtimer-Fan und Caracciola der größte Rennfahrer des vergangenen Jahrhunderts. Zum vierten Mal gastiert Tommy Engel bereits in der Remagener „Rheinhöhnerhall“, weiß Verkehrsamtsleiter Martin Tillmann. Karten für das Konzert gibt es im Vorverkauf 19 Euro (ermäßigt 15 Euro), an der Abendkasse 20 Euro (ermäßigt 18 Euro) in der Tourismusinformation am Marktplatz, Tel. (0 26 42) 2 01 87. AB

Tommy Engel fuhr bei seinem Besuch in Remagen als Oldtimer-Fan auch kurz bei Rudi Caracciola vorbei. Foto: AB

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