Politik | 17.01.2013

Gute Stimmung,: Handwerk startet mit Optimismus ins neue Jahr

Neujahrsempfang des Handwerks: Über 400 Gäste im Zentrum für Ernährung und Gesundheit

Sehen Handwerk und Mittelstand als Stabilisator der Wirtschaft (v.r.): IHK-Präsident Manfred Sattler, HwK-Präsident Werner Wittlich, HwK-Hauptgeschäftsführer Alexander Baden, ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke und IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel. P!ELmedia

Koblenz. Mit Optimismus und Zuversicht startet das Handwerk ins Jahr 2013 - so lautet die deutliche Botschaft von Werner Wittlich, Präsident der Handwerkskammer, HwK, Koblenz und Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, ZDH, in den Begrüßungsreden beim Neujahrsempfang des Handwerks in Koblenz.

Der Einladung der HwK Koblenz ins Zentrum für Ernährung und Gesundheit folgten über 400 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Bildung, Bundeswehr, Medien und dem Ausland sowie Staatssekretäre, Abgeordnete aus Europaparlament, Bundestag und Landtag, Oberbürgermeister und Landräte. Mit dem Veranstaltungsort in Koblenz-Rauental kehrt die HwK „zu den Wurzeln“ zurück, „denn an gleicher Stelle fanden im damaligen Berufsbildungszentrum bis Mitte der 90er-Jahre unsere Empfänge zum Jahresanfang statt“, begrüßten Werner Wittlich und Hauptgeschäftsführer Alexander Baden die Gäste im Neubau, der 2012 eingeweiht Tradition und Moderne in besonderer Form verbindet.

Beim Neujahrsempfang setzte das Handwerk deutliche Signale: Solide Konjunkturdaten, gute wirtschaftliche Perspektiven und eine positive Stimmung zeichnen die Großwetterlage. „Es ist nicht purer Sonnenschein, doch das ein oder andere Wölkchen schadet dem Klima nicht. Und die Aussichten sind gut - dank weitsichtigem, solidem Agieren der Betriebe“, fasste Werner Wittlich zusammen. Wandel und Veränderungen gingen am Handwerk nicht vorbei, „doch wir verstehen das als Chance und gestalten aktiv mit“. Dazu zähle auch die jüngste internationale Partnerschaft mit Spanien und Werner Wittlich wie Holger Schwannecke begrüßten eine Delegation aus Valencia, die aktuell die Ausbildung junger Spanier in Betrieben der Wirtschaftsregion Mittelrhein vorbereitet. Ab Sommer 2013 erlernen spanische Jugendliche dann einen Handwerksberuf im Kammerbezirk Koblenz. „Wir suchen Fachkräfte, dort ist eine hohe Jugendarbeitslosigkeit zu beklagen, also haben wir gemeinsam überlegt, wie sich daraus eine Win-win-Situation entwickeln lässt“, nannte Werner Wittlich den Grundgedanken dieser Partnerschaft, die auch Teil der Fachkräftesicherung in hiesigen Betrieben ist. Der HwK-Präsident mahnte aber auch: „So wie dabei unsere Erfahrungen und Möglichkeiten im Sektor der Berufsbildung europaweit gerne genutzt werden, so deutlich richten wir unsere Botschaft an die EU: Hände weg von der dualen Ausbildung! Brüssels jüngste Meldung ‚EU-Kommission empfiehlt Ausbau der dualen Berufsbildung‘ haben wir sehr genau gelesen. Denn in die Strategie, die dahinter steckt, hatten wir uns seit Jahren eingebracht. Deshalb wissen wir auch sehr genau, wie lang der Weg zu dieser Erkenntnis war“, ging Werner Wittlich auf die intensive Arbeit des Handwerks und der Bildungsexperten der Koblenzer Kammer für die Stärkung des deutschen Dualen Systems ein.

ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke griff den Gedanken der Aufwertung des handwerklichen Bildungs- und Qualifizierungssystems im internationalen Maßstab auf: „Die Anerkennung der Gleichwertigkeit von Bachelor und Meister hat der beruflichen Bildung den Stellenwert verschafft, der ihr in unserer Bildungslandschaft zukommt.“ Der Meisterbrief eröffnet heute Möglichkeiten der Betriebsgründung oder auch des Hochschulzuganges - „das bietet weitreichende, individuelle Entwürfe für die berufliche und persönliche Gestaltung.“ Der Jugend empfahl Holger Schwannecke, sich zu informieren und diese Chancen zu nutzen.

An die Politik gewandt fordert das deutsche Handwerk: „Macht was aus 2013 - politischen Leerlauf und Blockaden können wir uns nicht leisten. Wachstum ist kein Selbstläufer. Es muss hart erarbeitet werden. Schon die Diskussion über Steuererhöhungen und Leistungsausweitungen in den Sozialsystemen ist dabei schädlich.“ Beim Thema „Erneuerbare-Energien-Gesetz“, EEG, Holger so Schwannecke, müsse die Politik handeln und eine Überarbeitung mit Hochdruck durchsetzen. „Das EEG muss schnellstens grundlegend reformiert werden. Sonst laufen uns die Kosten davon!“ Für das Handwerk verbinden sich mit der Energiewende grundsätzlich gute Chancen über Beratung, Planung, Installation und Wartung, doch müsse sich diese Mammutaufgabe stärker an der praktischen Umsetzung orientieren, als an Wünschen von Theoretikern oder politischen Zielen.

Der nächste Neujahrsempfang des Handwerks findet am 10. Januar 2014 im Zentrum für Ernährung und Gesundheit der HwK Koblenz statt.

Weitere Informationen zum Neujahrsempfang der HwK Koblenz unter Tel.: (02 61) 3 98 - 1 61, Telefax (02 61) 3 98 - 9 96, E-Mail: presse@hwk-koblenz.de oder der Homepage www.hwk-koblenz.de

Pressemitteilung, Handwerkskammer Koblenz

Sehen Handwerk und Mittelstand als Stabilisator der Wirtschaft (v.r.): IHK-Präsident Manfred Sattler, HwK-Präsident Werner Wittlich, HwK-Hauptgeschäftsführer Alexander Baden, ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke und IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel.Foto: P!ELmedia

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