Allgemeine Berichte | 01.06.2013, 10:00 Uhr

Winter 2012/2013 hat den Straßen zugesetzt

Häfner: 8,9 Millionen Euro für die Beseitigung der Frostschäden

Zur Beseitigung von Winterschäden im Straßennetz muss der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in diesem Jahr insgesamt rund 8,9 Millionen Euro aufwenden. Davon entfallen auf die Baulastträger Bund und Landkreise jeweils 1,8 Millionen Euro. Rund 5,3 Millionen Euro sind für die Beseitigung von Schäden an Landesstraßen erforderlich. „Auch in diesem Jahr wird die Schadensbeseitigung zügig angegangen. Dabei werden möglichst flächige Instandsetzungen angestrebt“, so Verkehrsstaatssekretär Jürgen Häfner.

Hierfür setzt der LBM weiterhin auf die kostengünstige Instandsetzung mit so genannten Kleinfertigern (Fahrzeuge zum Einbau von Asphalt), um möglichst viel Straßenfläche verbessern zu können.Vom Einsatz der Kleinfertiger sollen insbesondere Straßen mit geringerer Verkehrsbedeutung profitieren, die trotz eines grund-sätzlichen Sanierungsbedarfs bislang nicht in einem Bauprogramm berücksichtigt werden konnten.

Winterschäden entstehen, wenn sich der Verbund der einzelnen Asphaltschichten gelöst hat und Wasser eindringt. Dieses dehnt sich bei Frost aus und zerstört so den Schichtenverbund. Steigen die Temperaturen wieder über den Gefrierpunkt, taut die Straße von oben her auf und der Verkehr – insbesondere der Schwerverkehr – zerstört den durch die Frostausdehnungen gelockerten Verbund.

Die Winterschäden hängen stark vom Witterungsverlauf ab. Dabei werden die Straßen weniger durch anhaltende Frostperioden geschädigt, als vielmehr durch Frost-Tau-Wechsel, wie sie gerade im vergangenen Winter häufig vorgekommen sind. Der zum Teil strenge Nachtfrost, gefolgt von Temperaturen über dem Gefrierpunkt und sogar Sonnenschein am folgenden Tag gerade zu Beginn des Jahres 2013, hat den Straßen zugesetzt - insbesondere dort, wo schon Vorschäden bestanden haben.

Regionale Aufteilung der Mittel für das Winterschadensprogramm an Landesstraßen

Dienststelle Landkreise Mittel

LBM Bad Kreuznach LK Bad Kreuznach, LK Birkenfeld,

Rhein-Hunsrück Kreis 915.000 Euro

LBM Cochem-Koblenz LK Ahrweiler, LK Cochem-Zell,

LK Mayen-Koblenz, LK Neuwied 529.000 Euro

LBM Diez LK Altenkirchen, Rhein-Lahn-Kreis, Westerwaldkreis 650.000 Euro

LBM Gerolstein Eifelkreis Bitburg-Prüm, LK Vulkaneifel 425.000 Euro

LBM Kaiserslautern LK Kaiserslautern, LK Kusel,

LK Südwestpfalz 450.000 Euro

LBM Speyer LK Bad Dürkheim, LK Germersheim,

LK Südliche Weinstraße, Rhein-Pfalz-Kreis 685.000 Euro

LBM Trier LK Bernkastel-Wittlich, LK Trier-Saarburg 877.000 Euro

LBM Worms Donnersbergkreis, LK Alzey-Worms,

LK Mainz-Bingen 790.000 Euro

Da Straßenschäden nicht nur witterungsbedingt, sondern vor allem durch die Verkehrsbelastung entstehen, kontrollieren die Straßenmeistereien ganzjährig die Straßen, um bei Gefährdungen der Verkehrssicherheit unverzüglich zu reagieren. Diese Schäden werden möglichst sofort – gegebenenfalls zunächst provisorisch – behoben.

Über das Winterschadensprogramm hinaus werden auch im Rahmen laufender Unterhaltungsmaßnahmen und regulärer Straßenbauprojekte noch vorhandene Winterschäden im Landesstraßennetz behoben. Das gleiche trifft für die Bundes- und Kreisstraßen zu, wobei bei den Kreisstraßen entsprechende Abstimmungen mit den Landkreisen über die konkreten Baumaßnahmen derzeit erfolgen.

Pressemitteilung de Innenministeriums Rheinland-Pfalz

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