Allgemeine Berichte | 26.07.2014, 07:30 Uhr

Bischof aus Nigeria kritisiert, dass die internationale Gemeinschaft Versprechen gegenüber Nigeria nicht einhält.

Keine Hilfe zur Rettung der entführten nigerianischen Mädchen

Bischof Stephen Mamza beklagt die mangelnde internationale Hilfe für die entführten Mädchen. Foto: missio
36

Nigeria/Aachen. Bei seinem Besuch des Internationalen Katholischen Hilfswerks missio in Aachen beklagte der nigerianische Bischof von Yola, Stephen Mamza (44), die mangelnde internationale Unterstützung zur Rettung der von Boko Haram entführten rund 200 Mädchen. Die radikal-islamistische Gruppe hatte am 15. April die Schülerinnen verschleppt. „Von der versprochenen internationalen Hilfe ist nichts zu sehen“, sagt er in einem Interview mit missio. „Wir fragen uns, wo ist die Unterstützung, die die Amerikaner, die Chinesen, Briten und weitere europäische Nationen versprochen haben. Es ist praktisch nichts geschehen.“

Landflucht

Das Bistum Yola liegt im Bundesstaat Adamawa an der Grenze zu Kamerun. Bischof Mamza berichtete, dass ganze Dörfer in seinem Bistum verlassen worden seien. „Die Menschen fliehen, um in größere Städte zu gehen. Sie hoffen, dass es dort sicherer ist, lassen alles zurück, oft ihren ganzen Besitz“, erklärte er. Mamza kritisierte auch die nigerianische Regierung. Sie lasse sich „bei bestimmten Entscheidungen viel Zeit, besonders, wenn es um Boko Haram geht“, erklärte er. Vermutlich befürchte die Regierung, dass ihre Entscheidungen die Wahl 2015 negativ für sie beeinflussen könnten, so Mamza. „Mein Eindruck ist, dass die Regierung das Thema Boko Haram von Anfang an nicht ernst genommen hat und nie ernsthaft versucht hat, Boko Haram zu bezwingen.“

Lesen Sie das vollständige Interview:

www.missio-hilft.de/de/laender-projekte/afrika/nigeria-1/2014-07-24-interview-bischof-mamza.html

oder auf dem www.missio-blog.de

Weitere Hintergründe zu der Gewalt in Nigeria und Boko Haram:

missio-hilft.de/bokoharam

Bischof Stephen Mamza beklagt die mangelnde internationale Hilfe für die entführten Mädchen. Foto: missio

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dienstleistungen
Dauerauftrag Imageanzeige
Dauerauftrag
Titel-Anzeige
Moonlight Concert 27.11.26
70 Jahre Spielmannszug
Stellenanzeige Reinigungskräfte/Gärtner
Empfohlene Artikel
Was Betroffene über Gelenkersatz und minimalinvasive OP-Methoden wissen sollten, erläutern Prof. Jan Schmolders und sein Team des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung im Rahmen eines Infoabends.  Foto:Joachim Gies | Marienhaus
56

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Fangen Gelenke an zu schmerzen, wird Alltägliches zur Herausforderung. Treppensteigen, Schuhe binden oder ein Spaziergang, der früher ganz selbstverständlich war. Häufig steckt Arthrose hinter den Beschwerden, die sich meist mit zunehmendem Alter einstellen und Betroffene massiv beeinträchtigen. Wenn konservative Behandlungsmöglichkeiten nicht mehr ausreichen, kann Gelenkersatz neue Beweglichkeit und damit ein Stück Lebensqualität zurückbringen.

Weiterlesen

Paul Assenmacher, ehemaliger Präsident des JGV Insul, in bayerischer Idylle
99

Insul. Zum 51. Mal startete Insul in ein munteres Oktoberfest. Wenn man auch nicht ín den Kategorien des Münchner Oktoberfest denken kann, aber immerhin rund 2.500 Gäste passen in das große Zelt in der Nähe der Brücke. Hier herrschte drei Tage lang Gaudi, mit Musik, leckeren Speisen, alles verlief prima.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Beschädigungen am Rückhaltebecken. Foto: Stadtverwaltung / Jörg Beier
11292

Zudem wurde eine Menge Müll im Becken zurückgelassen

Ahrtal: Hochwasserrückhaltebecken in Gimmigen von Unbekannten beschädigt

Bei einer regelmäßigen Kontrolle wurde vergangene Woche am Bauwerk des Hochwasserrückhaltebeckens in Gimmigen festgestellt, dass unbekannte Personen dort durch Befahrung mit Rädern starke Beschädigungen verursacht haben. Durch die Umlagerung von Erdreich wurde erheblich in das Deichbauwerk eingegriffen, sodass eine Furche entstanden ist. Zudem wurde eine erhebliche Menge Müll im Becken zurückgelassen.

Weiterlesen