Half-Challenge Almere/Amsterdam
„Knapp am Sieg vorbei geschrammt“
Bundesliga Triathlet David Breuer aus Insul ging in Almere zu seiner zweiten Mitteldistanz an den Start
Almere. David Breuer startete im holländischen Almere bei seiner zweiten Mitteldistanz. Die Bedingungen waren alles andere als optimal. 15 Grad Außentemperatur, Starkregen und Wind sind für einen solchen Wettkampf schon grenzwertig. Die Wassertemperatur war mit circa 17 Grad im Vergleich noch relativ „warm“. Dennoch standen mit David rund 500 Athleten morgens um 8 Uhr an der Starlinie. David hatte sich die letzten drei bis vier Wochen intensiv auf diesen Wettkampf vorbereitet und war guter Dinge, seine Leistung aus dem vergangenen Jahr zu bestätigen beziehungsweise einen Schritt weiter zu gehen. Zu Beginn wurden 1,9 Kilometer im Weerwater einem künstlich angelegten See mitten in Almere geschwommen. David konnte sofort ein hohes Tempo losschwimmen und fand sich in der Spitzengruppe von circa vier weiteren Athleten wieder. Dort verhielt er sich taktisch perfekt und schwamm meist an der zweiten Position im sogenannten Wasserschatten des Vordermannes, wodurch wichtige Körner gespart werden können. Unverändert verließ diese Spitzengruppe nach circa 22:50 Minuten das Wasser. David wechselte als Schnellster und begab sich somit als Führender auf das bevorstehende 90-Kilometer-Rad fahren. Zu diesem Zeitpunkt regnete es bereits in Strömen und machte das Rad fahren zur schwierigsten Disziplin, da sich das Sturzrisiko auf nasser Fahrbahn deutlich erhöht. Auch auf dem Rad schlug David ein hohes Anfangstempo an und konnte sich nach 10 Kilometern bereits von seinen Verfolgern absetzen. Ab diesem Zeitpunkt fuhr David die gesamte Strecke alleine an der Spitze. Er konnte ein konstant hohes Tempo fahren und alles verlief nach Plan. Zur Leistungskontrolle achtete David permanent auf seine Wattleistung. Dadurch konnte er genau sehen, dass er in seinem optimalen Leistungsbereich fährt und nicht zu schnell oder zu langsam fährt. Sein optimaler Bereich lag zwischen 270 und 280 Watt. Nach 2:16 Stunden für 93 Kilometer auf dem Rad, also mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 41 Stundenkilometer, wechselte David als Führender mit vier Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten in seine Laufschuhe. David musste noch einen Halbmarathon von 21,1 Kilometern bewältigen. Überrascht von seinem Vorsprung lief er etwas verhaltener los, um besser in seinen Rhythmus zu kommen. Doch bereits nach wenigen Hundert Metern bekam David Krämpfe in den Oberschenkel. Dadurch musste er für eine kurze Zeit stehen bleiben und dehnen. Dies half sofort und er konnte zügig weiterlaufen. Nach der Ersten von zwei Laufrunden betrug der Vorsprung auf den Zweiten weiterhin drei Minuten. David hatte also nicht all zu viel Zeit verloren und ging zuversichtlich in die letzte Runde. Wenn nicht alles schiefgehen sollte, war der Sieg bereits greifbar. Doch beim Laufkilometer 15 bekam David wieder Krämpfe, nur deutlich stärker und häufiger. Dies zwang ihn dazu, immer wieder stehen zu bleiben und zu dehnen. Dadurch schrumpfte der Vorsprung extrem schnell. Bei Kilometer 16 überholte David dann der Zweiten und Dritten. David konnte nicht mehr in den Kampf um den Sieg eingreifen, da er zu sehr mit dem Kampf gegen die Krämpfe beschäftigt war. Auf Position drei liegend ging er auf den letzten Kilometer, doch die Krämpfe wurden nicht besser. Schließlich wurde er dann auch noch vom dritten Athleten überholt. David kam also nach 4:16 Stunden als vierter ins Ziel. Mit knapp vier Minuten Rückstand auf den Ersten. Die Enttäuschung war zuerst schon sehr groß, so knapp am Sieg vorbei geschrammt zu sein. Aber nach einiger Zeit kam dann auch die Zufriedenheit über die tolle Leistung. Dieses Ergebnis ist sehr vielversprechend für die kommenden Jahre und lässt den ein oder anderen Sieg erhoffen.
