Allgemeine Berichte | 23.11.2013

Förderverein St. Josef Krankenhaus Adenau

Mitgliederversammlung stieß auf großes Interesse

Fehlende Bereitschaftsdienstzentrale sorgte für emotionale Diskussionen

Die Mitgliederversammlung des Fördervereins war gut besucht. UM

Adenau. Der Vorsitzende vom Förderverein St. Josef Krankenhaus Adenau hatte zur Mitgliederversammlung in die Cafeteria ins Krankenhaus eingeladen und da konnte Bernd Schiffarth neben den Vorstandsmitgliedern auch die Chefärzte Wolfgang Petersen und Manfred Rittich sowie die Fachärztin Sabine Ebner begrüßen.

Erfreulich für den Vorsitzenden war die Tatsache, dass so viele der derzeit 218 Mitglieder am Abend den Weg ins Krankenhaus gefunden hatten. Dies lag wohl auch an dem großen Interesse, wie es nun mit der in Adenau geforderten Bereitschaftsdienstzentrale aussieht. Wie seit längerer Zeit bekannt, wurde die einzige Bereitschaftsdienstzentrale (BDZ) für den ländlichen Raum der Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr am Klinikum in Bad Neuenahr-Ahrweiler angesiedelt und das heißt für alle Notfälle außerhalb der hausärztlichen Sprechzeiten, die BDZ in Bad Neuenahr persönlich aufzusuchen oder auf ärztliche Hilfe aus Bad Neuenahr zu warten.

Hier sind die Gründe der Forderungen des Fördervereins für eine BDZ nach Adenau hinlänglich bekannt, da es sich bei den Patienten um unzumutbare Entfernungen von bis zu 50 Kilometern handelt und das könnte für Patienten im Notfall schlimme Folgen haben. Zwischenzeitlich hat der Förderverein Unterschriftenaktionen gestartet und auch den Martinsmarkt in Adenau mit einer Aktion genutzt, so der Vorsitzende. Auch die Tatsache, dass sich die Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr mit einer Resolution beteiligten sowie die Stadt Adenau und weitere Institutionen und die Ortsgemeinden, blieben die Worte und Proteste bisher bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Mainz ungehört, so Bernd Schiffarth.

Die Geduld scheint in Adenau fast zu Ende und da will Bernd Schiffarth jetzt nur noch den 26. November abwarten da sich ein klärendes Gespräch erstmals mit einem Vertreter der KV anbahnt bei dem doch noch ein Umdenken herauskommen könnte, so die leise Hoffnung des Vorsitzenden. Das das Thema die Menschen in der Region berührt und auch emotional aufwühlt war nicht nur bei der Mitgliederversammlung zu spüren, das schlägt sich auch im derzeitigen Mitgliederzuwachs nieder, stellte der Schatzmeister Alfred Pitzen fest. Für den Vorsitzenden Bernd Schiffarth ist es einfach unverständlich, das bei ausreichendem ärztlichen Personal am Adenauer Krankenhaus keine Bereitschaftszentrale installiert wird, wo sogar der Notarztdienst im Adenauer Raum zu fast 100 Prozent vom Krankenhaus abgedeckt wird.

Zuwendungen ermöglichen modernen Stand der Geräte

Hier galt auch die Wertschätzung des Fördervereins den Chefärzten, Ärzten, Pflegern, Ordensschwestern und dem gesamten Personal, das den Ruf des St. Josef Krankenhauses in Adenau auf ein hohes Niveau gebracht hat, so Bernd Schiffarth. Der Chefarzt der Chirurgie Wolfgang Petersen zeigte sich beim Förderverein für die Zuwendung von rund 45.000 Euro im vergangenen Jahr erkenntlich, mit der wichtige Instrumente eingekauft werden konnten, um so den Standard erheblich zu verbessern und so auch komplizierte Operationen in Adenau durchführen zu können.

Im nächsten Jahr soll wiederum eine großzügige Spende vom Förderverein fließen und dadurch kann sich die Abteilung Innere Medizin mit rund 35.000 Euro ihre Sonderwünsche erfüllen. Von der Fachärztin Dr. Sabine Ebner gab es einen Vortrag zur Organspende, bei der die Ärztin keine Organspender werben wollte, jedoch auf die Wichtigkeit aufmerksam machte und Denkanstöße gab. Hier war auch zu erfahren, dass Jugendliche nicht erst bei Volljährigkeit, sondern bereits ab dem 16. Lebensjahr selbstständig entscheiden dürfen, ob sie Organspender werden wollen. Abschließend merkte die Ärztin an, dass die Entscheidung allerdings immer zu Lebzeiten fallen muss und dass die Transplantationen immer von den Kassen der Empfänger getragen werden.

Es muss auch nicht immer ein Spenderausweis ausgefüllt werden, hier reicht auch eine deutliche Willenserklärung des potenziellen Spenders in der Brieftasche aus, so die Ärztin.

Für das Adenauer Krankenhaus lobte der Schatzmeister und kaufmännische Leiter Alfred Pitzen die gute Zusammenarbeit der beiden Krankenhäuser in Adenau und Gerolstein, die sich durch ihre Größe und ähnliche Strukturen ergänzen. So bieten die kleinen Krankenhäuser eine breite Basis, so Alfred Pitzen. Bei der Nachwahl der Kassenprüfer wurde Christian Frings zum neuen Kassenprüfer gewählt, wobei Rudolf Brommenschenkel wiedergewählt wurde.

Die Mitgliederversammlung des Fördervereins war gut besucht. Foto: UM

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