Oktoberfest Insul erleben
Oktoberfest und Trachtenumzug in Insul mit Musik und viel Gaudi
aus Müsch
Insul. Zum 51. Mal startete Insul in ein munteres Oktoberfest. Wenn man auch nicht ín den Kategorien des Münchner Oktoberfest denken kann, aber immerhin rund 2.500 Gäste passen in das große Zelt in der Nähe der Brücke. Hier herrschte drei Tage lang Gaudi, mit Musik, leckeren Speisen, alles verlief prima.
Von weit her kommen die Besucher, es war Stimmung pur angesagt. Ab Anfang September konnte reserviert werden. Es sind oft große Gruppen, Vereine, Betriebe oder Ausflugsgruppen, die das Volksfest genießen wollen. Veranstalter ist der Junggesellenverein Insul, gegründet im Jahr 1882. Das Fest gilt als eines der größten in der Region. Das fordert schon ein paar Wochen Vorbereitung, schließlich soll alles passen. Das erste Oktoberfest in Insul fand im Jahr 1972 statt.
Zünftige Musik gehörte dazu, die Besucher konnten sich auf die „Uedelhovener Musikanten“ freuen, die am Freitagabend für den guten Ton sorgten, gefolgt von den „Grabenland Buam“. Am Samstagabend kam der Auftakt von „Eifelgold“, die „Münchner Zwietracht“ unterhielt diie Gäste bis in die Nacht. Am Sonntagmorgen wartete das Blasorchester Insul vormittags mit stimmungsvoller Musik auf, die heimische Gruppe macht tradionell den Auftakt am Sonntagmorgen.
Mit Spannung erwartet wird in jedem Jahr der Erntedank- und Trachtenumzug. Er zieht nachmittags große Besucherscharen an. Pünktlich zum Zugbeginn endete die Regenschauer, es blieb sogar trocken bis zum Ende des Umzugs. Prima, denn dies erlöste die Veranstalter von der Antwort auf die bange Frage, wie es bei starkem Regen weitergegangen wäre.
Dicht gedrängt säumten die Zuschauer die Straßen und staunten über die Vielfalt der Motive, applaudierten den Wagengespannen und Fußgruppen. Mit drei Traditionsfahnen führten die Junggesellen den Umzug an. Danach folgten Vereine oder auch Privatleute, die sich in der Originalität der Darstellungen zu überbieten versuchten.
Nicht nur aus Insul selbst, auch aus den umliegenden Orten waren Traktorgespanne und Fußgruppen unterwegs. Selbstverständlich wurde der Umzug auch von mehreren Musikgruppen begleitet. es wird gar als Ehre empfunden mit dabei zu sein. Die Straßen waren für den Durchgangsverkehr gesperrt, die Freiwillige Feuerwehr Dümpelfeld sorgte in bewährter Manier für die Verkehrssicherheit.
Aus Dernau fuhren die aktuellen Weinmajestäten in einer Pferdekutsche mit und winkten in die Menge, herzlicher Applaus für die jungen Damen, die ihren Ort als bedeutenden Weinort an der Ahr vertraten. Gute Laune überall: Kleine Köstlichkeiten und Getränke wurden im Festzug verteilt, die leckeren Aufmerksamkeiten wurden gern angenommen. „Mach es wie die Sonnenuhr, zähl‘ die heiteren Stunden nur“, hieß ein Motto einer prachtvollen Sonnenuhr, die sehr sorgfältig gestaltet war, ein echtes Meisterstück. Nicht minder aufwändig war der Wagen mit einer im Bett liegenden Strohpuppe, „Ein Bett im Kornfeld“, hieß der Beitrag, der von einer Gruppe munterer junger Damen begleitet wurde. Und was so alles zu einer zünftigen Brotzeit gehört, machte eine andere Gruppe deutlich.
„Es ist einfach toll, wie viel Mühe sich die Gruppen mit den so phantasievollen Motiven geben. „Alle Achtung, da steckt eine Menge Arbeit drin, das sieht man“, so Besucher aus dem Raum Düren. „Wir sind schon mehrmals hier gewesen, freuen uns regelmäßig auf den Festzug“, und mit Blick auf ein paar dunkle Wolken am Himmel dennoch zuversichtlich: „und haben bislang immer Glück mit dem Wetter gehabt“.
„Sense und Sichel dengelt der Michel“: Ein Beitrag von vielen anderen, der an altes Handwerk anklang, helle Hammerschläge eines Schmieds auf einem Amboß, auch hier viel Applaus. Für Heiterkeit sorgte eine kegelbahnähnliche Einrichtung, auf der ein leerer Bierkrug mit Schwung über eine Holzbahn geschoben wurde. Immer wieder probierten Zuschauer das „Bierschubsen“ aus, manche gleich mehrmals, bis es klappte. . Auch ein üppiger Kräutergarten war auf einem Anhänger installiert.
Nach dem Ende des Umzuges ging es im Zelt weiter, die beliebten „Schilehrer“ aus dem Stubaital sorgten lautstark für tolle Stimmung. Sie sind seit Jahren ein Publikumsmagnet und ein Begriff für ein Bühnenprogramm mit Volks- und Tanzmusik. Spontan trafen sich Zuschauer vor der Bühne, Tanzen war angesagt. Noch bis spät in die Nacht feierten die Gäste.
„Wir sind wieder mal sehr zufrieden mit dem diesjährigen Oktoberfest“, so die Junggesellen, rund 40 an der Zahl. „Die intensive Arbeit hat sich gelohnt. Wir sind stolz darauf, dass Insul immer wieder so viele Besucher anziehen kann. Und sind dankbar für so viele Helferinnen und Helfer, die es immer wieder ermöglichen, dass Insul ein Begriff für ein tolles Oktoberfest bleibt!“
Mit ihren Traditionsfahnen vorneweg, die Junggesellen führen den Umzug an Foto: Werner Dreschers
So soll eine richtige Brotzeit sein Foto: Werner Dreschers
Allerlei Leckereien für die Zuschauer Foto: Werner Dreschers
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Paul Assenmacher, ehemaliger Präsident des JGV Insul, in bayerischer Idylle Foto: Werner Dreschers