Nachhaltigkeit, Vertrauen, Sicherheit, Nähe prägen Geschäftspolitik
Schmitz: „Kunden wissen Renaissance der alten Werte zu schätzen“
Volksbank RheinAhrEifel eG präsentierte Bilanzsumme - 1,9 Milliarden Euro-Marke überschritten
Bad Neuenahr-Ahrweiler/Region. „Die Kunden wissen mittlerweile, dass der Zinssatz nicht mehr das allein entscheidende Kriterium ist, einer Bank zu vertrauen und sich für sie zu entscheiden, sondern sie streben nach Sicherheit. Und daher bieten wir unseren Kunden ein Höchstmaß an Sicherheit“, betonte Schmitz. „Davon profitierten wir im abgeschlossenen Geschäftsjahr, was unsere Zahlen eindrucksvoll belegen“.
Bei der Beratung an oberster Stelle müsse das Kundenbedürfnis stehen. „Wichtig ist, dass der Kunde das bekommt, was er wirklich benötigt, und nicht das, was für die Bank am Besten wäre. „Für mich ist es daher das größte Lob, wenn ein Kunde mir erzählt, dass bereits sein Vater, Großvater und Urgroßvater Kunden bei unserer Bank waren und nun vielleicht auch schon seine Kinder es sind“, merkte Schmitz in diesem Zusammenhang an, denn das sei für ihn ein großer Vertrauensbeweis.
Die Zahlen sprechen für sich: So überschreitet die Bilanzsumme der Volksbank RheinAhrEifel mit einem Zuwachs von 100 Millionen Euro erstmals die 1,9 Milliarden Euro-Marke. Damit gehört sie zu den großen genossenschaftlichen Banken in Deutschland.
Mit der Steigerung ihres Eigenkapitals um 10,7 Millionen Euro auf 184 Millionen Euro schuf sich die Regionalbank ein zusätzliches Polster. Die erhöhten Eigenkapitalanforderungen unter den Kapitalregeln Basel III seien, erläuterte der Vorstandsvorsitzende, damit bereits heute deutlich erfüllt.
Schmitz machte deutlich, dass sich die Voba aber auch als starkes und dynamisches Unternehmen für die Region, die Kunden, Mitglieder und Kunden verstehe und sich daher unter dem Slogan „Wir sind Heimat“ auf vielfältige Weise engagiere. So werde beispielsweise der „Zukunftspreis Heimat“ in diesem Jahr zum 5. Male ausgelobt. Auch die Bürgerstiftung und das EnergieForum RheinAhrEifel seien hier zu nennen. Gleichzeitig machte Elmar Schmitz deutlich, dass die Bank auch zu ihrer sozialen Verantwortung, mit einer hohen Ausbildungs- und Praktikaquote stehe.
Deutliches „Nein“ zur Bankenuion
Die Entwicklungen in einer Finanzwirtschaft, die von den Themen „Staatsschuldenkrise“ und „EU-Rettungsschirm“ geprägt waren, gingen auch an der Volksbank RheinAhrEifel nicht spurlos vorüber. „In der Diskussion um die Einführung einer Bankenunion mit zentralisierter Bankenaufsicht, gemeinsamer Einlagensicherung und gemeinschaftlichem Rettungs- und Abwicklungsfonds hat sich der Vorstand deutlich gegen die EU-Pläne positioniert. Es kann nicht sein, dass Banken mit völlig verschiedenen Geschäftsmodellen füreinander haften. Verluste müssen dort getragen werden, wo sie entstehen. Unser eigenes Sicherheitssystem hat sich bewehrt. Wir haben ein konservatives Geschäftsmodell und können nicht für die mithaften, die ein aggressives an den Tag legen“, erläuterte Schmitz die Haltung der Volksbank. Ebenso wie bei Staaten treffe der Zusammenhang zwischen hohem Zins und hohem Risiko nämlich auch bei Banken zu.
2012 wurde von der Vollversammlung der Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Genossenschaften ausgerufen. Es lenkte den Blick auf die weltweite Bedeutung der Genossenschaften und stellte die wirtschaftliche sowie soziale Relevanz genossenschaftlich organisierter Unternehmen heraus. „Wir als Genossenschaftsbanker haben die Chance ergriffen, wichtige Prinzipien und vor allem die Werte, die uns seit eineinhalb Jahrhunderten wichtig sind, neu erlebbar zu machen. Gerade regionale Banken können durch die räumliche und menschliche Nähe zum Kunden die Sicherheit und die Vertrautheit bieten, die in globalen Unternehmen fehlen“, weiß Schmitz.
Gelassen konnten die Volksbanker die Diskussion um die Dispokredite verfolgen: „Durch eine automatisierte Zinsgleitklausel haben die Kunden der Volksbank alle Zinsveränderungen ihrer variablen Darlehen und Dispokredite eins zu eins entlastend zu spüren bekommen“, erklärte Elmar Schmitz. Alleine im vergangenen Jahr senkte die Regionalbank die Zinsen für diese Kredite vier Mal.
3.100 neue Mitglieder und 3.456 neue Kunden
Die Volksbank RheinAhrEifel wird von mehr als 82.000 Mitgliedern getragen. Für die Bankteilhaber wird der Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat auch in diesem Jahr die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von fünf Prozent vorschlagen. Insgesamt gewann das Bankhaus 3.100 neue Mitglieder und 3.456 neue Kunden.
Im Jahr 2012 erhielt die Volksbank RheinAhrEifel erneut die Bestnote im Rating des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken.
Sowohl im Einlagen- als auch im Kreditbereich konnte die Volksbank mit einer sicherheitsorientierten Geschäftspolitik Zuwächse verbuchen. Ihre Kunden setzten vor allem auf Liquidität und Realwerte. Kurzfristig liquide Anlagen sind derzeit besonders beliebt. Das Finanzinstitut refinanziert sich maßgeblich über Kundengelder. Der Geldbestand, den die Kunden der Volksbank RheinAhrEifel anvertrauen, ließ sich erneut um 73 Millionen Euro steigern. Die Einlagen betrugen insgesamt 1.510 Millionen Euro. Auch die Spareinlagen verzeichneten einen Zuwachs um 29 Millionen Euro auf insgesamt 624 Millionen Euro.Die Zuwächse im privaten und gewerblichen Kreditgeschäft um insgesamt 58 Millionen Euro haben 2012 ebenfalls zur positiven Geschäftsentwicklung beigetragen. Während die kommunalen Kassenkredite sich um etwa zehn Millionen Euro reduzierten, legten die Darlehen gar um 68 Millionen Euro oder sechs Prozent zu. Von befürchteten Kreditengpässen kann bei der Regionalbank keine Rede sein. Das Kreditneugeschäft verblieb auf hohem Niveau.In den kommenden Jahren rechnet der Vorstand der Volksbank RheinAhrEifel mit deutlich erhöhten Anforderungen. Angesichts der im Zuge der Euro- und Staatsschuldenkrise verzerrten Marktbedingungen und der enormen regulatorischen Herausforderungen werde es 2013 schwieriger werden, das hohe Niveau zu halten. Schmitz rechnet aufgrund der erwarteten rückläufigen Entwicklung der Wirtschaftsleistung, der anhaltenden Niedrigzinsphase und einem unverändert anhaltenden, harten Wettbewerb - besonders um Kundeneinlagen - mit einer Belastung der Erträge. Auf der Passivseite seien Margenrückgänge sowie annähernd konstante Margen auf der Aktivseite zu erwarten. „Die Passivseite wird von dem steigenden Wettbewerb um die Kundeneinlagen betroffen sein. Zusätzlicher Druck wird durch die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Liquiditäts- und Eigenkapitalkosten entstehen“, prognostiziert er.
Für die Zukunft gut aufgestellt
Aber bereits in der Vergangenheit habe die Volksbank RheinAhrEifel bewiesen, dass sie schnell und flexibel auf sich ändernde Rahmenbedingungen und Krisen reagieren kann. „Ich bin überzeugt davon, dass wir uns mit einer hochwertigen, ganzheitlichen Kundenberatung nachhaltig am Markt absetzen werden. Erklärtes Ziel unseres Hauses bleibt es, unsere Marktposition weiter auszubauen“, sagte der Vorstandsvorsitzende. „Unsere Bank ist in der Region verwurzelt und wir sind für die Zukunft gut aufgestellt. Aber um auf Dauer nachhaltig erfolgreich arbeiten zu können, ist es wichtig zu wissen, was uns von unseren Mitbewerbern unterscheidet. Was macht uns aus? Wie wollen wir als Bank sein? Und zwar sowohl für unsere Geschäftspartner als auch für die Menschen, die in der Bank arbeiten.“ Das runderneuerte Unternehmensleitbild mit seinen vier festgeschriebenen Prinzipien sei die Antwort darauf. Die Kernaussagen des Leitbildes lauten: Wir sind Heimat; Wir sind Innovation; Wir sind Partner; Wir sind 1 Team.
„Alle gemeinsam arbeiten wir daran, diese Schlagsätze mit Leben zu füllen und dass die Werte hinter diesen Aussagen ihren Weg in die Köpfe und Herzen unserer 453 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden“, sagt er abschnd.
Vorstandsvorsitzender Elmar Schmitz stellte auch das runderneuerte Unternehmensleitbild der Volksbank RheinAhrEifel eG vor.
